Preis zur Neugestaltung des Ackerplatzes ausgelobt

Ackerplatz AckerstraßeDie Joanes Stiftung sucht Künstler, Architekten, genauso wie Bürger, die Pläne für eine Neugestaltung des Ackerplatzes einreichen wollen. Das Preisgeld der Ausschreibung beträgt 15.000 Euro. Motto des Aufrufs ist "Raum für Gemeinschaft". Bis 11. November können bei der Stifung Ideen vorgeschlagen werden.

"Die Fläche in der Ackerstraße im Brunnenviertel soll zukünftig als Ackerplatz zum belebten Zentrum des Stadtquartiers werden", heißt es in der erstmaligen Auschreibung des Joanes Preis. Um den Preis bewerben können sich "interessierte Künstlerinnen und Künstler, Landschaftsarchitekten und sowie Initiativen, die sich als soziale Stadtgestalter” beteiligen möchten. Ausdrücklich eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger. "Wir freuen uns gleichermaßen auf die Ideen von Studenten, Hobbystadtplanern und lokalen Initiativen", sagt der Juryvorsitzende Professor Dr. Marcus Menzl.

Der 600 Quadretmeter große Ackerplatz ist zwar ein öffentlich zugänglicher Platz, befindet sich aber nicht im kommunalen Eigentum. Vielmehr gehört sie der Wohnungsbaugesellschaft Degewo. Der Platz liegt vor dem Edeka in der Ackerstraße zwischen den Hausnummern 116 und 121 und soll laut Degewo als "Beispiel" dienen wie "Visionen für innerstädtische Räume entwickelt werden" können. Die Bezeichnung Ackerplatz für die namenlose Freifläche wurde durch eine Umfrage unter Anwohnerinnen und Anwohnern im Sommer 2018 ermittelt.

Das Quartiersmanagement fördert einige Jahre lang ein Projekt zur Verschönerung der Ackerstraße. Ein wesentlicher Baustein des Projekts "Nächster Halt: Ackerstraße" war die Belebung des Ackerplatzes. So wurden die Bewohnerinnen und Bewohner ermuntert, die großen Baumscheiben fürs Stadtgärtnern zu nutzen. Außerdem wurden Mosaikbilder auf die Einfassungen der Rabatten angebracht.

Die Jury des Joanes Preises wird alle eingereichten Konzepte bewerten. Nach einer öffentlichen Ausstellung wird dann bereits im März 2020 mit der vorläufigen Umgestaltung begonnen. "Für die Realisierung ist zunächst ein temporäres Pilotprojekt von drei Monaten geplant, das den Anstoß für einen partizipativen Prozess mit den Anwohner*innen im Brunnenviertel bildet", teilt die Degewo mit. Die Joanes Stiftung stellt hierfür 40.000 Euro bereit.

Die gemeinnützige Joanes Stiftung hat ihren Sitz in Berlin und fördert nachhaltige und verantwortungsbewusste Entwicklung von Wohnraum in der Stadt.

Weitere Infos:
Registrierung zum Preis unter der E-Mail-Adresse wettbewerb@joanes-stiftung.de
Aufruf zu Beteiligung am Preis auf der Webseite der Joanes Stiftung
Pressemitteilung der Degewo zum Joanes Preis

Ackerplatz

30.09.2019

Text und Fotos: Andrei Schnell