Kiezmelder will vernetzen

Auftakt Projekt KiezmelderDas Projekt Kiezmelder ist am 11. Februar mit einem Workshop gestartet. Philipp Hickethier und Malte Spindler vom Träger "Die Brueder" stellten den Gästen aus Einrichtungen im Brunnenviertel das Projekt vor und sammelten erste konkrete Anregungen. Das über zwei Jahre laufende Projekt soll erreichen, dass sich Menschen und Einrichtungen vernetzen, um gemeinsam Lösungen für den Kiez zu finden.

Die wichtigste Nachricht während des Treffens war die Einladung an alle interessierten Bewohner und Bewohnerinnen des Brunnenviertels zu einem Kiezspaziergang am 15. März von 14 bis 17 Uhr (Treffpunkt vor dem QM Brunnenviertel Ackerstraße) Außerdem will das Projekt in den nächsten Wochen verschiedene Einrichtungen im Kiez besuchen.

Auftakt Projekt KiezmelderPhilipp Hickethier und Malte Spindler, die das Projekt für "Die Brueder" betreuen, gestalten in den kommenden Monaten den sehr offenen Prozess. Das Ziel des Projekts Kiezmelder umriss Philipp Hickethier mit einer Frage: "Wie bringt man Menschen überhaupt zusammen?" Dafür sollen verschiedene Online- und Offline-Tools entwickelt werden, die bestehende Angebote aufzeigen und es Menschen im Kiez erleichtern, sich und ihre Ideen für Veränderungen im öffentlichen Raum einzubringen. Das können kleine, alltägliche Dinge sein, wie die Begrünung von Brachflächen oder Aufräum-Aktionen. Denkbar ist aber auch, dass aus Initiativen im Projekt Impulse für städtebauliche Veränderungen gesetzt werden, wie Fahrradwege, Parkplätze, Bepflanzungen oder neue Fußwege (zum Beispiel über die stillgelegten Liesenbrücken).

Der Name Kiezmelder leitet sich von melden im Sinne von mitteilen her. Einerseits sollen Bewohner und Bewohnerinnen auf einfache Weise melden können, wenn im Kiez etwas verbessert werden sollte. Gleichzeitig soll aber auch den Bewohnern und Bewohnerinnen "gemeldet" werden, wenn andere Menschen im Kiez genau die gleichen Wünsche wie sie haben. Das Thema der Meldungen soll der Kiez, der öffentliche Raum, sein.

Im ersten Schritt ging es den Organisatoren dabei zunächst einmal darum, selbst "in den Kiez eintauchen", wie sie sagten. Dazu konnten die Einrichtungen auf einer Karte des Brunnenviertels ihren Standort, ihre Angebote und ihre Wünsche "für kleinteilige Handlungsbedarfe im öffentlichen Raum" markieren. 

Auftakt KiezmelderFür die Vertreter der Einrichtungen war das Treffen am Donnerstag eine Gelegenheit, das eigene Netzwerk zu erweitern. So begegneten sich Lihong Tong, die Vorsitzende des Fo-Guang-Shan Tempel e.V., und Ines Blumenthal vom Umweltamt zum ersten Mal. Aber auch Eckart Eyser vom Technologie-Park Humboldthain und Dorothea Reinhardt vom Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand e.V. konnten neue Kontakte knüpfen.

Das Projekt Kiezmelder wurde vom Quartiersrat 2015 ausgewählt. Es wird aus dem Projektfonds bis zum Jahr 2017 mit insgesamt 35.000 Euro gefördert. Die Mittel kommen aus dem Programm "Soziale Stadt".

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Agentur Die Brueder

Auftakt Projekt Kiezmelder

15.02.2016

Text: Andrei Schnell und Philipp Hickethier (Die Brueder GbR); Fotos: Malte Spindler (Die Brueder GbR)