Miteinander reden in den großen Religionen

Interreligiöse Lesung BrunnenviertelMiteinander reden ist in den drei großen Religionen ein zentrales Thema. Ob Thora, Neues Testament oder Koran - in den heiligen Schriften geht es oft um das gemeinsame Gespräch. Deshalb steht es am Mittwoch, 21. August, im Mittelpunkt der diesjährigen "Lesung aus den Heiligen Schriften".

Vorgelesen wird ab 19 Uhr in die Kapelle der Versöhnung in der Bernauer Str. 4. Von Muttersprachlern vorgetragen werden ausgewählte Texte aus den jüdischen, christlichen und muslimischen Quellen. Vorgetrgen wird jeweils in Hebräisch, Arabisch, Türkisch und Deutsch. Zwischen den Texten wird Musik mit der orientalischen Ney-Flöte gespielt. Im Anschluss gibt es Tee und Gespräche im Garten hinter der Kapelle. Der Eintritt ist frei, Spenden werden nicht abgelehnt.

Die Veranstaltung möchte dazu beitragen, das Gemeinsame und Verbindende verschiedener Religionen zu betonen. Gerade Islam Christentum und Judentum haben in ihren Erzählungen die Geschichte von Abrahahm gemeinsam. Darüber hinaus verbindet sie noch viel mehr. Für das gemeinsam Verbindende steht die oben im Beitrag gezeigte Kalligraphie. Sie zeigt das Bekenntnis zum Einen Gott. Der Monotheismus ist ein wichtiges verbindendes Element der so genannten abrahamitischen Religionen: Der Aachener Künstler Shahid Alam schuf diese Kalligraphien mit dem Reinen Gottesbekenntnis aus dem Koran (links: Sure 112 und Sure 24,35), dem Johannes-Prolog des Neuen Testamentes (Mitte: Johannes 1, 1-5) und dem Jüdischen Glaubensbekenntnis (rechts).

Der Abend wird wieder interreligiös organisiert. In diesem Jahr haben die Lesung das Familienzentrum Wattstraße, die evangelischen Gemeinden Am Humboldthain und Versöhnung, die katholische Gemeinde St. Sebastian sowie die jüdische Reformgemeinde Bet Haskala vorbereitet. Dies Gemeinden arbeiten im interreligiösen Netzwerk im Gesundbrunnen zusammen. Die am weitesten zurückliegende Veranstaltung, die auf dieser Webseite dokumentiert ist, fand im September 2016 statt. Damals war Versöhnung das Thema.

Das Quartiersmanagement hatte vor wenigen Jahren den interreligiösen Dialog mit mehreren Projekten gefördert. Seitdem hat sich die Idee verstetigt und wird von den Akteuren selbstständig weitergeführt.

Kapelle der Versöhnung

19.08.2019

Pressemitteilung Pfarrer Jeutner/ bearbeitet Andrei Schnell

Grafik: Postkarte aus der St.-Thomas-Kirche Berlin Kreuzberg,Kalligraphie-Ausstellung 2017

Foto: Andrei Schnell