Kiezmelder will Ämter kontaktieren

Kiezexpedition KiezmelderAm 15. März (Dienstag) ging das Projekt Kiezmelder mit Anwohnerinnen, Kiezläufern und Interessierten durch das Brunnenviertel. Der Kiezexpedition genannte Kiezspaziergang führte zu Orten im Stadtteil, für die Bewohner bereits Ideen vorgeschlagen haben. Folgende Kiezspaziergänge werden unter ein Thema gestellt sein, wie Philipp Hickethier vom Kiezmelder ankündigte. Außerdem sagte er, dass Kiezmelder im nächsten Projektschritt mit Ämtern und Behörden in Kontakt treten wird.

Der Kiezspaziergang startete am Dienstag um 14 Uhr im Vorort-Büro in der Jasmunder Straße. Rund 20 Interessierte diskutierten an den zwölf Stationen des Spaziergangs miteinander. Malte Spindler, einer der drei Macher des Projekts, sagte: "Wir sammeln jetzt Ideen, im nächsten Schritt wollen wir die Ideen sichtbar machen."

Kiezkarte Projekt KiezmelderEin Ansatz, um die gesammelten Ideen sichtbar und bekannt zu machen, sind Kiezkarten. An sieben Orten im Kiez hängen nun Karten aus, auf denen Ideen eingetragen werden können, wie der öffentliche Raum schöner gemacht werden kann. Im Kiez liegen auch Flyer aus, auf denen ebenfalls Ideen eingetragen werden können. Ein Link zu einem Bild eines Flyers, das heruntergeladen werden kann, findet sich unten. Ein zweiter Ansatz wird zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt: eine online verfügbare Karte. Die dafür vorgesehene Webseite wird bereits als Blog genutzt: http://kiezmelder.de.

Die Macher von Kiezmelder (Philipp Hickethier, Malte Spindler und Urs Spindler) haben Anfang 2016 bereits Einrichtungen im Brunnenviertel einzeln besucht und erste Kontakte mit Menschen aus dem Stadtteil geknüpft. Im nächsten Schritt wollen sie mit verschiedenen Ämtern im Bezirk Mitte sprechen und das Projekt Kiezmelder dort vorstellen. Idee des Projekts Kiezmelder ist es zu vernetzen. Anwohner und Anwohnerinnen des Brunnenviertels sollen bei Themen des öffentlichen Raums zu einander finden. Außerdem soll Kiezmelder Interessierte informieren.

Ein konkretes Beispiel für den Nutzen des Projektes lieferte eine Station des Kiezspaziergangs. An der Station Promenade auf der Swinemünder Straße sprach Anwohnerin Cecilia Stickler. Sie wünscht sich, dass die Straßenlaternen repariert werden und dass das Wasser auf dem Spielplatz nicht abgestellt wird. Das Projekt Kiezmelder soll es möglich machen, dass andere Anwohner mit dem gleichen Wunsch auf einfache Weise erfahren, dass sich um dieses Thema bereits eine Nachbarin kümmert. Durch diese Information wird es leichter, dass Menschen mit den gleichen Zielen zu einander finden. Kiezmelder soll auch darüber informieren, wenn wie in diesem Beispiel die zuständigen Ämter bereits das Thema bearbeiten.

LINKS

Foto eines Flyers, das heruntergeladen, ausgedruckt und mit einer notierten Idee beim Vorort-Büro Jasmunder Straße 16 abgegeben werden kann.
Webseite des Projekts Kiezmelder.
Berichte unserer Webseite über das Projekt Kiezmelder.

Karte Idee Kiezmelder

Text: Andrei Schnell

Foto oben: Andrei Schnell; Foto Mitte: Malte Spindler; Grafik unten: Agentur Die Brueder