Kiezspaziergang mit Bezirksstadtrat Gothe

Am 11. Juni konnte der Kiezspaziergang mit Bezirksstadtrat Ephraim Gothe, der im April abgesagt werden musste, schließlich nachgeholt werden. Rund 30 interessierte Anwohner*innen hatten sich eingefunden, um den Spaziergang zu begleiten.

Das Treffen wurde organisiert von der Stadtteilkoordination in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße und BENN Mitte. Das Ziel war es den Anwohner*innen auf der anderen Seite der Gartenstraße die öffentlichen Einrichtungen im Kiez Brunnenviertel-Ackerstraße vorzustellen und sie mit einzubinden.

Treffpunkt für den Spaziergang war die U-Bahn-Station Schwarzkopffstraße, wegen des nahe gelegenen City54 Hostel. In dem Hostel sind seit einigen Jahren Geflüchtete untergebracht. Ein ehemaliger Bewohner erzählte von seinen Erfahrungen. Die zentrale Lage der Unterbringung wurde von Herrn Gothe positiv bemerkt, da die Integration von Flüchtlingen so leichter möglich ist.

Weiter ging es zu den Wöhlergärten, hier stellte sich die Mietergenossenschaft vor. Sie hatte sich im Jahr 1999 gegründet, um die Häuser in der Pflugstraße der Wohnungsbaugesellschaft Mitte abzukaufen. Auch in der Genossenschaft wurde Geflüchteten eine Wohnung zu Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Park am Nordbahnhof konnte Herr Gothe interessante Informationen über die Planung des Geländes geben. Das eingezäunte Gebiet gehört der Deutschen Bahn, die diese Ausweichfläche dringend benötigt, falls der Verkehr auf der Ringbahn ansteigen sollte. Auch die Planungen für ein Investor Zentrum an der Liesebrücke sind wieder vom Tisch, da die Bahn die Brücke in Zukunft selber nutzen möchte.

Am Gartenplatz erwartete alle Teilnehmer*innen des Kiezspaziergangs ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit. Ein Hörspiel des Geschichtsprojekts "Anno erzählt" schilderte in allen gruseligen Details die letzte öffentliche Hinrichtung, die 1837 auf dem Platz stattgefunden hat.

Von der Vergangenheit direkt in die Zukunft. Nächste Station war die Waschküche, die nach den Umbauarbeiten im Herbst 2020 in Betrieb genommen wird. Die Wohnungsbaugesellschaft degewo hat den rund 80 Quadratmeter großen Raum in der Feldstraße 10 zur Verfügung gestellt. Das Konzept für die vielfältige Nutzung des Aktionsraums durch die Nachbarschaft, Studenten der HMKW und in Berlin ansässigen Künstlern, wurde von Heike Mohaupt-Wonnemann und Nesrin Demir vorgestellt.

Einen schönen Abschluss fand der Spaziergang im Familienzentrum Wattstraße. Das Zentrum ist bekannt durch sein vielfältiges Angebot für Familien. Bei der Besichtigung, geleitet von Selda Karaçay-Navabian wurde auch die Pläne zum Umbau des Gartens erläutert. Ein schönes Kennenlernen und es bleibt zu hoffen, dass der erste Kontakt bald weiter vertieft wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22.06.2020

Text: Julia Schonlau, Fotos: Sulamith Sallmann