Mieterbeirat diskutiert Müllfrage

MieterbeiratWas tun gegen Müll an Stellen, wo er nicht hingehört? Der Mieterbeirat der degewo im Brunnenviertel hat am letzten Donnerstag (19. April)  Experten zu seiner öffentlichen Sitzung eingeladen. Mit Mitarbeitern des Kundenzentrums Nord der degewo und den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) diskutierten die von den Mietern gewählten Beiräte über neue Ideen, gegen Vermüllung vorzugehen.

Ulrike Peter und Andre Büttner (auf dem Foto oben zu sehen) stellten zusammen mit Christian Humborg für den Mieterbeirat Brunnenviertel Fragen an Sabine Sänger vom Kundenzentrum Nord und an zwei Vertreter der BSR Abteilung Straßenreinigung. Auch zwei Mieterinnen hatten den Weg in den Gemeinschaftsraum in der Brunnenstraße gefunden. Anlass des Treffens war, dass das Thema Müll aktuell durch die Bürgerredaktion des Magazins "brunnen" aufgegriffen worden war. "Es gab bislang kein Thema, bei dem so engagiert in der ehrenamtlichen Redaktion diskutiert wurde", berichtete Dominique Hensel vom Magazin.

Mieterbeirat BrunnenviertelDiskutiert wurde das Thema Sperrmüll auf öffentlichem Straßenland. Die zwei Vertreter der BSR informierten darüber, dass es einer Meldung durch das Ordnungsamt bedarf, bevor sie tätig werden dürfen. Eine Selbstbeauftragung durch Umherfahren und Ausschauhalten sei nicht möglich.

Die degewo stellte das von ihr angewandte Konzept Müllwerker vor, bei dem die Mieter deutlich Geld sparten. Dabei kümmert sich ein einzelner Müllwerker der Firma ALBA in den Höfen der Degewo im Brunnenviertel um die Ordnung rund um die Mülltonnen.

Beim Thema öffentlich wirksamer Kampagnen wies die BSR darauf hin, dass lokale Initiativen jederzeit Materialien der Kehrenbürger-Aktion erhalten könnten und nicht nur zu Aktionstagen nachfragen können. Auf Anfrage besucht die BSR in Kitas und Schulen, um mit Kindern altersgerecht Projekte zur Müllerziehung durchzuführen.

Mieterbeirat

Der Mieterbeirat im Brunnenviertel lädt über Facebook regelmäßig mehrmals im Jahr zu öffentlichen Treffen ein. Nicht immer geht es dabei um ein vorher festgelegtes Thema. Die sechs Mieterbeiräte sind offen für die von Mietern vorgetragenen Anliegen. Der Termin am 19. April war der vierte seit der Wahl des neuen Gremiums 2017. Mieterbeiräte auf Kiezebene gibt es bei allen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften aufgrund des noch jungen Gesetzes zur sozialen Ausrichtung und Stärkung der landeseigenen Wohnungsunternehmen für eine langfristig gesicherte Wohnraumversorgung.

DegewoZwischen dem Mieterbeirat Brunnenviertel und der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft degewo wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. In dieser heißt es:

"Der Mieterbeirat vertritt die Interessen der Mieter eines Quartiers gegenüber der degewo in allen das Wohnquartier betreffenden Fragestellungen, wie zum Beispiel Fragen zu Betriebskosten, zu den Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, Fragen der Hausordnung, der Hausmeisterleistungen, der Gemeinschaftsanlagen und des Wohnumfeldes."

Weiterführende Informationen

Auf Facebook informiet der Mieterbeirat Brunnenviertel über seine Arbeit

Kooperationsvereinberung zwischen der degewo und des Mieterbeirates

Über Mieterräte und Mieterbeiräte informieren der Artikel "Mieterbeiräte erwünscht" und  "Wahl zum Mieterbeirat nutzen"

Mieterbeirat

23.04.2018

Text und Fotos: Andrei Schnell