Kinder verwandeln Müll in Kunst

PlastikfolienworkshopSchüler der Gustav-Falke-Grundschule haben an zwei Tagen jeweils zwei Stunden lang mit Klebepistolen aus alten Plastiktüten künstlerische Bilder gebastelt. Entstanden sind vor allem Blumen. Die dreidimensionalen Bilder schärfen den Blick dafür, dass wertlos und wertvoll eine Frage der Einstellung sind.

Die Künstlerin aus Kasachstan, Saule Suleimenova, hat einen Fernsehturm an die Scheibe des Olof-Palme-Zentrums geklebt. Die Sonne scheint von hinten gegen die dünnen Folien und lässt einem Kirchenfenster gleich ein leuchtendes Gemälde entstehen. Mit diesem Bild wurden die Kinder angeregt, selbst künstlerisch tätig zu werden. Vor allem Blumen boten sich für die rund 25 Kinder der Gustav-Falke-Grundschule als Motiv an.

PlastikfolienworkshopIndem die Kinder aus Mülltüten und Wegwerfartikeln wie Plastikbeutelchen eigene Kunstwerke schufen, verwandelten sie aus Abfall neue wichtige Gegenstände. So wurde für sie erlebbar, dass Müll auch eine Frage der Perspektive ist. Scheinbar wertlose Dinge können Ausgangsstoffe (oder Rohstoffe) für neue schöne Dinge sein.

Idee und Organisation des Workshop übernahm Alma Evert. "25 überglückliche Kinder sind mit den eigenen Kunstwerken nach Hause gegangen. Die Ergebnisse haben uns überrascht, unsere Erwartungen wurden übertroffen", sagt sie beim Ende des zweiten Tages Workshops am 18. September.

Die Künstlerin Saule Suleimemnova beschäftigt sich intensiv mit dem Malen mittels Plastikfolien (englisch: cellophane painting). Infos gibt es auf ihrer Webseite saulesuleimenova.com.

Fotos vom Plastikfolienworkshop sind auch auf Facebook in einem Album ohne Registrierung zu sehen.

Der Workshop wurde ermöglicht über den Aktionsfonds, der aus Mitteln der Sozialen Stadt finanziert wird.

Plastikfolienworkshop

25.09.2019

Text und Fotos: Andrei Schnell