Was vor sieben Jahren im Gebiet Ackerstraße bewegte

20 Jahre  Berliner QuartiersmanagementIn diesem Jahr blickt das Berliner Quartiersmanagement in diesem Jahr auf 20 Jahre Arbeit für benachteiligte Stadtteile zurück. Diese Webseite gestattet einen Blick zurück auf acht Jahre Arbeit für das Gebiet Quartiersmanagement Ackerstraße. Unser ältester Beitrag beschäftigt sich mit dem Projekt Schooltalks. Zu lesen ist, wie der Architekt Van Bo Le Mentzel, der sich damals noch Pirme Lee nannte, Vorbilder für Jugendliche in die Schule holte. Vollständig nachzulesen sind auf dieser Webseite alle Beitrage ab dem Jahr 2012. Und über diese Dinge wurde berichtet:

Manche Themen altern nie. Was vor sieben Jahren den Quartiersrat bewegte und für die der Rat deshalb für 2012 Projekte bewilligte, könnte auch 2019 beschlossen worden sein. Das Thema Müll führte zum Projekt "Schöner Kiez". Berichtet wird, dass am 11. Mai 2012 Kinder der Gustav-Falke-Grundschule zum Besen griffen, um die Straßen rund um die Schule zu säubern. "Leider konnten sich nur wenige Erwachsene aufraffen und einen Besen in die Hand nehmen", schrieb die Autorin damals. Beitrag Auftakt zum Projekt "Schöner Kiez"

Ausstellung Brunnenviertel Gustav Falke GrundschuleAuch das Thema Klima wurde damals schon groß geschrieben. "Was hat ein Apfel mit dem Klima zu tun?", frage eine Ausstellung in der Gustav-Falke-Grundschule im April 2012. Unter anderem rechnete die Schüler damals aus, dass für den Transport von Äpfeln von Argentinien nach Berlin 654 Gramm Kohlendioxid ausgestoßen wird.

Berichtet wurde über ein Elterncafé im damals neuen Familienzentrum in der Wattstraße, über Bau einer Terrasse an der Ernst-Reuter-Oberschule oder über Verschönerungen eines Schulflures.

Ebenfalls noch aktuell ist das Thema "Fertigstellung Mauerpark". Die Grün Berlin GmbH, die Bezirke Mitte und Pankow und die Bürgerwerkstatt Mauerpark luden für den Januar 2013 zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Ernst-Reuter-Oberschule. Wie weiter? So lautete damals noch der Tenor. Der Stand der Planungen und die "Arbeitsweise der Bürgerwerkstatt" stand auf der Tagesordnung.

Zur Erinnerung: Über die Erweiterung des Mauerparks, der damals noch zur Hälfte in Pankow und zur Hälfte im Brunnenviertel lag, wurde jahrelang heftig gestritten. Vor allem Umfang und Verortung der Bebauung führte zu Kontroversen. Im Dezember 2012 war bereits der Vorschlag klar, nur im nördlichen Teil der Erweiterungsfläche zu bauen. Heute, sieben Jahre später, sind die in der Bevölkerung so genannten Groth-Bauten fertig. Auch in dem Teil von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag gebauten Wohnungen leben längst Menschen. Grün ist die Erweiterungsfläche allerdings auch heute noch nicht. Möglicherweise werden erste Abschnitte in diesem Sommer freigegeben.

Mauerpark fertigstellen

10.05.2019

Grafik: Senat

Foto Mitte und unten: QM

Text: Andrei Schnell