Degewo baut acht Wochen schneller als geplant

Richtfest WattstraßeEigentlich war das Richtfest erst nach dem Sommer angesetzt, nun feierte die Degewo bereits am 12. Juli das Richtfest für ihren Neubau in der Wattstraße Ecke Usedomer Straße. Hier werden im Frühjahr 128 Wohnungen und ein Ladengeschäft bezugsfertig. Rund 30 Prozent der Wohnungen werden gefördert und somit für 6,.50 Euro pro Quadratmeter vermietet. Und von den frei finanzierten Wohnungen werden 20 Prozent für relativ günstige 7,50 Euro vermietet.

Im Durchschnitt bezogen auf das gesamte Haus soll die Miete unter 10 Euro pro Quadratmeter liegen. In dem künftigen Eckhaus entstehen auf sieben Etagen 8.000 Quadratmeter Wohnfläche. Vor allem kleinere Wohnungen werden entstehen. Gisela Krull vom Kundenzentrum Nord der Degewo freut sich aber, dass es in dem Neubau auch einige wenige Vier-Zimmer-Wohnungen geben wird. "Für Familien brauchen wir auch größere Wohnungen", sagt sie mit Blick auf die täglichen Nachfragen im Brunnenviertel.

Visualisierung Neubau Wattstraße Usedomer Straße BrunnenviertelGerrit Grigoleit, Architekt beim Büro IttenBrechbühl, hat den Bau entworfen. Allerdings nicht allein, wie er sagt. Es sei eine gemeinsame Planung seines Büros und der landeseigenenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo gewesen. "Wir haben eine hohe Dichte erreicht. Wir haben dennoch versucht, möglichst vielen Mietern eine helle Wohnung mit Blick zum Hof, das heißt nach Süden und zur Ruhe zu ermöglichen", sagt er. Er hätte die Fassade gern noch stärker untergliedert, "um einen stärkeren Townhouse-Charakter zu erhalten", doch auch die nun gefundene zurückhaltendere Lösung strukturiere den Bau gut.

Für die Vermietung der barrierearmen Wohnungen wird das Kundenzentrum Nord in der Brunnenstraße 128 zuständig sein. Dessen Leiter Jörn Richters bremst aber eilige Mietinteressenten: "Es gibt keine Warteliste. Wir vermieten, sobald die Wohnungen bezugsfertig sind". Geht alles nach Plan, wird dies im März 2018 der Fall sein. Richters sagt vorsichtig "Frühjahr 2018". Er ist sich sicher, viele Interessenten zu haben: "Im Brunnenviertel ist es wie in der gesamten Stadt, wenn wir eine Wohnung anbieten, dann haben wir hunderte Anrufe."

Ausgestattet werden alle Wohnungen mit Fußbodenheizung sein. Viel heizen werden die künftigen Mieter nicht müssen, denn die Energieeinsparverordnung (EnEV) verlangt bei Neubauten eine umfangreiche Dämmung. Der für den Bau verantwortliche Bauleiter der Firma Bateg sagt ausdrücklich: "Zu einem Brand wie vor kurzem in London kann es hier nicht kommen. Wir verbauen in Deutschland seit Jahrzehnten ausschließlich mineralische Dämmstoffe." Attraktiv wird für die Mieter auch sein, dass jede Wohnung einen eigenen Balkon hat. Pro Wohnung wird es einen Fahrradstellplatz geben. Eine Tiefgarage ist in dem Bau nicht enthalten, das hätte die Baukosten von 16 Millionen Euro noch weiter in die Höhe getrieben.

Der Neubau in der Usedomer Straße und Wattstraße ist nach dem Haus in der Graunstraße der zweite Neubau der Degewo allein im Brunnenviertel innerhalb kürzester Zeit. Und ein dritter Bau ist bereits in Vorbereitung. Dieser wird auf dem Hof der Gleimstraße 62 erfolgen. Insgesamt verfügt das Wohnungsunternehmen im Bezirk Mitte über 8.000 Wohnungen. Berlinweit strebt es an, in den kommenden Jahren seinen Bestand um 7.000 Wohnungen zu erhöhen. 

Weiterführende Infos:
Infos der Wohnungsbaugesellschaft Degewo über den Neubau in der Wattstraße
Infos zur Energieeinsparverordnung
Referenz der Baufirma Bateg
Kontaktdaten des Kundenzentrums Nord der Degewo

Richtfest Brunnenviertel Degewo

13.07.2017

Text: Andrei Schnell

Fotos oben und unten: Andrei Schnell

Visualisierung in der Mitte: Degewo