Workshop zu einem ganz besonderen Thema

Sargbau WorkshopIn unseren Zeiten wird nur weniges so stark verdrängt, wie der Tod und die Endlichkeit des Lebens. Auch die, des eigenen. Das Lazarus-Haus will sich mit einem ungewöhnlichen Workshop dieses schwierigen Themas annehmen. Gefragt wird: "Warum machen sich Menschen zu Lebzeiten so selten oder nie Gedanken darüber, wie ihr Sarg aussehen soll?"

"Hat der Tod denn so gar nichts mit unserem Leben zu tun?", ist die Ausgangsfrage dieses Workshops, den das Lazarus-Haus in der Bernauer Straße am 13. und am 14. Oktober anbietet. Von 10 bis 18 Uhr kann in einem Kurs ganz konkret durch eigenes Tun das eigene Lebensende bewusst gemacht werden und der Wert des Lebens erfahren werden.

Was ist es eigentlich, das die Idee, den eigenen Sarg zu bauen, so ungewöhnlich wirken lässt? "Krankheit, Sterben, Tod und Trauer haben viel mit unserem Leben zu tun. Insofern auch unser Sarg", schreibt das Lazarus-Haus. Der Gedanke ist naheliegend und doch - wie bei allen Tabus - sehr fern. "Den eigenen Sarg zu bauen, bedeutet, sich mit dem eigenen Leben und dem eigenen Tod auseinanderzusetzen." In dem Workshop wird das Nachdenken über den Tod verbunden mit dem Nachdenken über das eigene Leben.

Durchgeführt wird der Kurs von der bildenden Künstlerin Anna Adam, die in ihren Kunstwerken viel mit Holz arbeitet. Sie bietet während des Workshops ihre handwerkliche Unterstützung an und zeigt die richtigen Handgriffe. Lydia Röder, Ausbilderin für Sterbe- und Trauerbegleiter, macht gedankliche Angebote zu den Themen Sterben, Tod und Trauer. Dabei arbeitet sie auch mit Selbsterfahrungsübungen.

Der Workshop findet am 13. und am 14. Oktober jeweils von 10 – 18 Uhr im Lazarus Hospiz Berlin statt. Teilnehmen können alle, die einen Wohnsitz im Brunnenviertel haben. Die Aktionsfondsjury hat das Projekt mit dieser Auflage versehen, um den Bewohnerinnen und Bewohnerndes Brunnenviertels das Lazarus Hospiz und dessen Arbeit als wichtiger Akteur im Kiez näher zu bringen und um ehrenamtliches Engagement zu stärken. Das Projekt soll durch das Quartiersmanagement über den Aktionsfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert werden.

Fragen zum Kurs beantwortet Lydia Röder unter 030-46 705 276 oder unter lazarushospiz-ambulant@lobetal.de..705 276 oder unter lazarushospiz-ambulant@lobetal.de.

Sargbau Workshop

16.08.2018

Text: Andrei Schnell

Grafik: Lazarus