Drei Wege für neue Stadtteilgruppe

Stadtteilgruppe BrunnenviertelEigenständige Gruppe, Anschluss an bestehende Netzwerke oder Dach des Brunnenviertel e.V. nutzen? Diese Frage hat der Quartiersrat am 3. Dezember diskutiert. Bis Ende 2020 wird das Quartiersmanagement in der Jasmunder Straße 16 vor Ort sein. Für die Zeit danach möchte der Quartiersrat einen Weg gefunden haben, sich weiter für den Kiez einzusetzen.

 

Isabell Strieder, die die Sitzung leitete, stellte zunächst drei Stadtteile vor, die zuvor Quartiersmanagementgebiet waren. Sie berichtete wie ehemalige Quartiersräte ehrenamtlich in Tiergarten Süd, im Wrangelkiez und im Sprengelkiez weiterarbeiten.

Die Anwesenden diskutieren die Vorteile der drei Möglichkeiten selbstständiges Weiterarbeiten, Anschluss an Netzwerk und Hilfe durch den Brunnenviertel e.V. Für ein Arbeiten als eigenständige Gruppe spricht, dass es keine aufwändige Vereinsarbeit gibt. Würde die Stadtteilgruppe das Angebot des Brunnenviertel e.V. nutzen und dessen Struktur in Anspruch nehmen, wäre ebenfalls keine Vereinsarbeit nötig. Die Zustimmung zu dieser Idee war aber nicht eindeutig. Würde sich die Stadtteilgruppe einem bestehenden Netzwerk, zum Beispiel der Gruppe um die Waschküche anschließen, dann müsste zwar auf die Vorteile eines gemeinnützigen Vereins verzichtet werden, aber die Stadtteilgruppe würde seine Eigenständigkeit bewahren. Einen konkreten Beschluss in dieser Frage fassten die Anwesenden bei dieser Sitzung nicht.

Die sich zur Zeit gründende Stadtteilgruppe setzt sich aus Mitgliedern des Quartiersrats und der Aktionsfondsjury zusammen. Sie versteht sich als Angebot an alle Bewohnerinnen und Bewohner des Brunnenviertels, die etwas konkret in ihrem Stadtteil bewegen möchten. 

Das Projekt "Stärkung des Quartiersrats, der Ehrenamtlichen und der Akteure für die Phase der Verstetigung" - so der offizielle Titel - hilft dem Quartiersrat und der Aktionsfondsjury sich gemeinsam als Stadtteilgruppe selbst zu organisieren. Außerdem sollen im Brunnenviertel Beteiligungsmöglichkeiten bekannter gemacht werden. Einrichtungen sollen das Potential von freiwilligem Engagement bewusster ausschöpfen. Träger des Projekts ist die complan Kommunalberatung GmbH. 

Stadtteilgruppe Brunnenviertel

10.12.2019

Text und Fotos: Andrei Schnell