Kinder zeigen ihre Trickfilme

Atefeh Kheirabadi und Mehrad SepahniaAm 17. Dezember zeigen Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahnia Trickfilme. Diese haben Kinder unter ihrer Anleitung im Vorortbüro des Quartiersmanagements selbst produziert. Um 16.30 Uhr werden die kurzen Filme uraufgeführt. Die beiden Filmemacher wollten mit dem zurückliegendem Workshop Kinder ans Filmemachen heranführen. Im Frühjahr geben sie einen einwöchigen Kurs. Im Interview erzählen sie etwas über ihre Arbeit mit Kindern.

Frage: Wie schafft man es, dass Kinder einen eigenen Film drehen können? Noch dazu einen Trickfilm?

Atefeh Kheirabadi: Wir nutzen Stop-Motion-Studio. Das ist eine App fürs Handy. Die ist kostenlos und einfach zu bedienen. Kinder können damit recht gute eigene Trickfilme drehen.

Mehrad Sepahnia: Wir arbeiten mit einer Legetechnik. Erst zeichnen die Kinder Figuren, dann legen sie diese auf eine gebastelte Szenerie. Statt eines Stativs nehmen wir Karton und einen Stuhl, um die Kamera des Handys fest über dem Bild zu fixieren.

Trickfilm BrunnenviertelWas lernen die Kinder bei euch, wenn Sie einen Trickfilm drehen?

Mehrad Sepahnia: Vor allem sollen sie natürlich Spaß haben. Beim Workshop im November im Vorortbüro ging es um eine Einführung und um Storytelling. Also um das Erzählen einer zusammenhängenden Geschichte. Die ausgedachte Geschichte steht an erster Stelle, erst dann überlegen wir mit den Kindern, wie diese umgesetzt werden kann.

Atefeh Kheirabadi: Allgemein eignet sich ein Trickfilmworkshop für Kinder gut dazu, um Teamarbeit zu üben. Zum Beispiel wenn die Kinder sich absprechen, wer zeichnet und was gezeichnet werden soll. Also dann, wenn nicht jedes Kind seinen eigenen kurzen Film dreht, sondern mehrere zusammen einen umfangreicheren.

Wie seid ihr zwei zum Trickfilm gekommen?

Atefeh Kheirabadi: Wir sind beide Filmemacher. Wir bieten auch Workshops an. In der Jugendkunstschule in Kreuzberg oder über das vom Kulturförderpunkt geförderte Projekt „Durchstarten“.

Mehrad Sepahnia: Zusammen haben wir etwa zehn Kurzfilme gemacht, der letzte heißt „Kommen und Gehen“.

Was wollt ihr Privates über euch erzählen?

Mehrad Sepahnia: Wir sind nicht verheiratet, aber auch über unsere Arbeit hinaus sind wir miteinander verbunden.

Atefeh Kheirabadi: Wir machen einige Projekte mit dem Berlin Mondiale, denn sich auch der Diversität in der Kulturellen Bereich fokussiert.

Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahnia

16.12.2019

Fotos und Interview Andrei Schnell