Beteiligung zur Verschönerung des Familienzentrums

Beteiligung Familienzentrum WattstraßeNutzer des Familienzentrums und der Kita Wattstraße haben mit dem Landschaftsarchitekten Mathias Spohn besprochen, wie die freien Flächen in der Wattstraße 16 schöner gestaltet werden können. Der Planer stellte einen ersten Entwurf vor und Projektleiterin Monika Schaal bat um Ideen und Wünsche. Bei der zweistündigen Beteiligung am 26. September ist lebhaft diskutiert worden und Mathias Spohn hat viele Anregungen für die Feinplanung mitgenommen.

"Ziel ist, das Gelände für alle nutzbar zu machen", eröffnete Monika Schaal das Treffen. Nutzerinnen und Nutzer der Wattstraße 16 sind die Besucher des Familienzentrums, des Begegnungscafés und der Kita. Die Wünsche von Eltern, aber auch von Senioren und von Familien mit größeren Kindern mussten unter einen Hut gebracht werden. "Mein Vorschlag ist eine möglichst vielfältig nutzbare Fläche", sagte Landschaftsarchitekt Mathias Spohn.Brachfläche

Der markante gelbe Zaun soll durch einen anthrazitfarbenen ersetzt werden, der "möglichst wenig stört und blickdurchlässig" ist. Gleich hinter dem Zaun soll eine Art Spiellandschaft, aber kein Spielplatz entstehen. Steinwälle, die einerseits Bänke zum Sitzen mit oder ohne Tee sein können und gleichzeitig Kletterangebote sind, werden kommen. Ebenso wie Sandkästen und Mulchböden Abwechslung bringen und den Raum strukturieren werden. Gerüste oder Trampoline wird es wegen dann nötiger Fallschutzflächen nicht geben.

"Je weniger fest gebaut ist, je mehr mobil bei Bedarf aufgestellt und ausgetauscht werden kann, desto flexibler ist die Fläche", fasste Mathias Spohn den Grundgedanken seines Entwurfes zusammen. Für die eine oder andere Mutter bedeutet dies die Enttäuschung, dass keine Schaukel aufgestellt wird. "Das ist ein Gerät, das ich empfehle, wenn viel Platz vorhanden ist", sagte der Landschaftsplaner gegen diesen Vorschlag.

BeteiligungAuf sofortige Zustimmung in der Runde traf die Idee des auf Kindereinrichtungen spezialisierten Planers, am Eingang eine mosaikartige Pflasterung als "Öffnung" und "Empfang" zu verlegen. Auch die Sonnensegel an beiden Seiten des Begegnungscafés fanden Anerkennung. Unstrittig unter den Anwesenden war auch, Minibeete an mehreren Stellen anzulegen.

Konkrete Ideen zur Beleuchtung und zu einzelnen Spielgeräten wurden notiert und werden nun entsprechend des vorhandenen Budgets in den Plan eingearbeitet. Für den Umbau hat Monika Schaal einen ehrgeizigen Zeitplan: "Im Herbst 2019 soll die Ausschreibung erfolgen, Baustart könnte im Frühjahr sein und in einem Jahr ist vielleicht schon das Meiste fertig." Beim Bau des Familienzentrums und des Begegungscafés hat Pfefferwerk bereits bewiesen, dass der Träger schnelles Bauen möglich machen kann.

Anlass für den Entschluss, den Eingang der Wattstraße 16 umzugestalten, war, dass Eltern der Kita und Nutzer des Familienzentrums die Fläche hinter dem gelben Zaun "unschön" fanden. "Es ist nicht klar, dass hier etwas für Kinder stattfindet", formulierte es eine Elternvertreterin.

Eingeladen zur Beteiligung hatte Monika Schaal, die bei der gemeinnützigen Pfefferwerk GmbH die Abteilungen Stadtteilarbeit und Schulische Bildung leitet. Mathias Spohn ist "Fachplaner für Kindereinrichtungen", wie der Pankower auf seiner Webseite mijca - Klasse spielen schreibt. In der Beteiligungsrunde diskutierten neben einigen Anwohnern die Sprecherin des Quartiersrats, zwei Elternsprecher der Kita, die Leiterin des Familienzentrums, ein Mitglied der Seniorengruppe und die Kitaleiterin.

Die Umgestaltung der Freiflächen Wattstraße 16 wird durch das Quartiersmanagement Ackerstraße mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

Pläne für die Umgestaltung

27.09.2019

Text und Foto: Andrei Schnell