Ausstellung über Freiheit im Wedding

Ausstellung Weddinger Freiheiten in der Weddinger St Pauls KircheDie Ausstellung "Weddinger Freiheiten" eröffnet am 10. September um 19.30 Uhr in der St. Paul-Kirche in der Badstraße. "Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Weddings vom Kaiserreich bis in die Gegenwart", wie es im zugehörigen Flyer heißt. Während der Ausstellung wird ein Video gezeigt, in dem Bewohner und Bewohnerinnen des Brunnenviertels über ihre Gedanken zum Thema Freiheit befragt wurden.

Der evangelische Kirchenkreis Berlin Nordost hat zusammen mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und schlesische Oberlausitz eine Ausstellung über die Geschichte des ehemaligen Arbeiterbezirks Wedding unter dem Titel "Weddinger Freiheiten" zusammengestellt. Für gut zwei Monate wird die Ausstellung in der St. Paul-Kirche an der Kreuzung Pank- Ecke Badstraße gezeigt. In der Eröffnungswoche gibt es ein kulturelles Begleitprogramm, in dem es neben geschichtlichen Rückblicken um Mut, um Freiheit und um Aufgaben heute geht.

Teil der Ausstellung sind auch Interviews, die mit Menschen aus dem Brunnenviertel geführt wurden. Aus den gefilmten Gesprächen wurde ein Video erstellt. Gefragt wurde nach den persönlichen Ansichten und den eigenen Erfahrungen zum Thema "Freiheit in unserer Zeit". Bei dieser Frage bewegte die Menschen vor allem das Thema Flucht und Zuzug, die eigene wirtschaftliche Situation und das Verhältnis von Freiheit und Unfreiheit angesichts von Wohnungsnot oder schlechter Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Film mit den persönlichen Einblicken wird während der Ausstellung bis zum 31. Oktober zu sehen sein. (Öffnungszeiten sonntags von 11 bis 13 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr)

Die historischen Fotos und Dokumente über Sehnsucht nach Freiheit im Wedding werden Anfang 2018 auch im Brunnenviertel in der Himmelfahrtkirche in der Gustav-Meyer-Allee zu sehen sein. Dann wird auch der Film wieder dabei sein.

Das Videoprojekt wird vom Quartiersmanagement über den Aktionsfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert. Die Ausstellung wird von der Berliner Sparkasse und von Hertha BSC finanziell untersützt.

Weiterführende Informationen:

Die evangelische Kirche veröffentlicht detailierte Infos auf www.kirche-berlin-nordost.de.

Gedenktafel Verfolgte des NS-Regimes im Wedding

22.08.2017

Text und Foto oben: Andrei Schnell, Foto unten: OTFW,  Wikimedia