Die Ackerstraße verschönern

Ackerstraße verschönernAm 6. Mai und am 18. Mai wird es zwei Aktionen im Rahmen des Projekts „Nächster Halt: Ackerstraße“ geben. Während beim ersten Termin am 6. Mai eine Aufräumaktion stattfindet, ist für den zweiten Termin am 18. Mai eine erste Sprechstunde für Engagement und Gärtnern in der Ackerstraße geplant. Bereits am Dienstag, den 18. April hatte das Projekt zu einem Rundgang durch die Ackerstraße  eingeladen. Er stand unter der Überschrift „Wär’s nicht schön, wenn’s schöner wär?“.

Kiezläufer, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes Mitte, das Projekt-Team des „Kiezmelders“ sowie Anwohner aus der Ackerstraße haben gemeinsam mit dem Projektträger von „Nächster Halt: Ackerstraße“ Sperrmüll, Fahrradleichen und Co. markiert, um deren Abtransport vorzubereiten.

Zur Sprache kamen bei dem Rundgang auch die umzäunten Areale im verkehrsberuhigten Bereich der Ackerstraße. Ein Anwohner berichtete, dass die dortigen Tischtennisplatten und Sitzgelegenheiten seit den 1970er Jahren unverändert sind und dringend einer Aufwertung bedürfen. Denkbar wäre für die Teilnehmer auch, die Bereiche ganz anders zu nutzen, beispielsweise für Fahrradständer – davon gebe es in der Ackerstraße zu wenige. Auch auf der Freifläche vor dem Dokumentationszentrum Berliner Mauer würden dringend Fahrradabstellmöglichkeiten für die vielen Besucher benötigt.

Ackerstraße verschönern Foto Malte SpindlerVon den Teilnehmern des Rundgangs wird außerdem ein durchgehender asphaltierter Radweg in der Ackerstraße vermisst. Derzeit fahren viele Radfahrer auf dem Fußweg, um nicht über das Kopfsteinpflaster holpern zu müssen. Als eher unangenehmer Ort mit wenig Aufenthaltsqualität wurde der Edeka-Vorplatz beschrieben. Auch Lautstärke sei dort ein Problem.
Insgesamt wird die Ackerstraße mit ihren breiten Gehwegen und der üppigen Begrünung in den Hochbeeten jedoch als sehr angenehme und ruhige Straße wahrgenommen, in der es sich gut lebt. Auch die Vermüllung und die Probleme mit illegal abgeladenem Sperrmüll seien bei weitem nicht so schlimm wie in anderen Berliner Quartieren.

Genau hier setzt das von der gruppe F getragenen Projektes „Nächster Halt: Ackerstraße“ an. Ziel des Projektes „Nächster Halt: Ackerstraße“ ist es, die Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße sichtbar zu verbessern und das nachbarschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum zu stärken. Innerhalb der nächsten beiden Jahre werden Workshops, Feste und Maßnahmen zur Verschönerung der Ackerstraße und Sensibilisierung für das Thema Müll stattfinden. Ein weiteres Ziel ist es, die Bewohner und Bewohnerinnen des Quartiers näher zusammenzubringen. Das Projekt wird finanziert mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Nächste Termine:

  • Am 6. Mai wird von 14 bis 16 Uhr die Ackerstraße gemeinsam aufräumt. Treffpunkt ist vor dem Edeka in der Ackerstraße 117. Im Rahmen des Aktionstages von wirBERLIN soll die Ackerstraße für das Frühjahr herausgeputzt werden. Bei der Kiezpflege können sich zudem Nachbarn kennenlernen und ihre Ideen für eine schönere Ackerstraße einbringen.
  • Am 18. Mai findet von 16 bis 18 Uhr im Gemeindezentrum St. Sebastian in der Feldstraße 19 eine erste Sprechstunde für Engagement und Gärtnern in der Ackerstraße statt. Alle Interessierten, die sich bei einer Verschönerung der Ackerstraße einsetzen wollen, sind herzlich willkommen.

LINKS
Die Webseite des Projektträgers Gruppe F.

Ackerstraße verschönern Foto Malte Spindler

Text: gruppe F, bearbeitet: Andrei Schnell

Fotos: Malte Spindler/Kiezmelder

23.04.2017