Januar 2012

Ein Flur zum Wohlfühlen

Schneeweiß, sonnengelb und grasgrün leuchtet seit dem 9. Februar der Flur in der 2. Etage der Gustav-Falke-Grundschule.  „Meta Morfoss“, das kleine Mädchen aus einer Geschichte von Peter Hacks, kann sich nicht nur in einen Engel, sondern auch in Lokomotiven oder Krokodile verwandeln. Das haben Schülerinnen und Schüler der 3.  und 4. Klasse mit komplizierten Scherenschnitten nachgestaltet. Seit Januar 2011 haben sie sich in einer Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Dipl. Des. Anett Lau mit verschiedenen Materialien und Techniken beschäftigt, Zeichnungen angefertigt und ausgeschnitten.

Unterstützt wurden sie bei dem Projekt von Auszubildenden. Die Maler-/LackiererInnen von Zukunftsbau GmbH weißten die Wände, MetallbauerInnen der Wohnwerkstatt e.V. bauten Metallschränke zu Garderoben um,  Maler-/LackiererInnen vom SOS Kinderdorf schmirgelten und strichen die Türen und die Licht-/ReklameherstellerInnen der Helmut Ziegner Berufsbildung gGmbH klebten Bodenformen. Auch die Kinder halfen mit, zum Beispiel beim Abschleifen der Metallschränke.

Die Flurgestaltung ist ein Kooperationsprojekt der Gustav-Falke-Grundschule mit der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH,  finanziert durch das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße mit Mitteln der sozialen Stadt, durch die Schule und das BIWAQ-Projekt "Schule aktiv" der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH.

Am 9. Februar wurde der Flur feierlich übergeben. Die Kinder und die Azubis bekamen Urkunden und kleine Medaillen für ihre Teilnahme an dem Projekt. Thomas Greeske von der Fachaufsicht Kunst der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft lobte die Schüler: "Toll, daß Ihr gemeinsam etwas geschaffen habt. Solche künstlerischen Projekte fördern ja nicht nur die Kreativität, sondern auch das Lesen und Sprechen." Bürgermeister Dr. Christian Hanke war ebenfalls begeistert und sich sicher, dass auch die Eltern stolz sein können auf ihre Kinder, was sie geleistet haben. Knut Henkel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt betonte besonders die Nachhaltigkeit des Projektes für die kommenden Schülergenerationen.
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Eine Schneeflocke in der Schulaula

Die kleine Schneeflocke hat einen neuen Freund - das Vögelchen. Aber das liebt die Wärme und die Schneeflocke mag es eher kalt. Können die beiden trotzdem zusammen kommen? „The Lonely Snowflake" – die einsame Schneeflocke – heißt ein Theaterstück, das von Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse der Gustav-Falke-Grundschule uraufgeführt eurde. Das besondere daran – sie spielten in englischer Sprache, begleitet von Erklärungen in Deutsch. Aufmerksam verfolgten die kleinen Zuschauer aus dem Hort und einige Eltern die Aufführung und spendeten anschließen viel Beifall für das gelungene Projekt.

Im Rahmen des Englischunterrichts lernten die Kinder mit der Theaterpädagogin Pip Hill von The Working Party das Vokabular und Techniken für die Theateraufführung. Das Stück wurde speziell für diese Klassen geschrieben, seit Oktober vergangenen Jahres liefen die Proben. Zur Weihnachtsfeier der Schule haben die Kinder bereits ein englisches Lied vorgetragen.

Das Projekt wurde finanziert im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ über den QF1. Es ist die vierte Zusammenarbeit der Gustav-Falke-Grundschule und The Working Party. Schon 2010 hat das Quartiersmanagement die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Partner im Projekt „Treasure Island“ unterstützt.

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Elterncafé im Familienzentrum

Thema des ersten Elterncafés im Familienzentrum Wattstraße war am 16. Januar „Wissenswertes rund ums Wohnen“. Als kompetente Ansprechpartner vom Wohnungsunternehmen degewo standen der Leiter des Kundenzentrums Nord Jörn Richters und die Stadtteilmanagerin Daniela Froehlich den Bewohnerinnen und Bewohnern Rede und Antwort.
Und die Gelegenheit wurde rege genutzt: Darf ich meine Küchenmöbel überstreichen? Was ist, wenn ich einen Wohnungsschlüssel verloren habe? Muss ich beim Auszug renovieren? Wer räumt den Sperrmüll weg? Sind Satellitenschüsseln noch erlaubt? Auf dem Spielplatz fehlt eine Rutsche, wann wird sie ersetzt?
Jörn Richters hörte sich alle Fragen an und beantwortete sie, sofern er es konnte. Einige Probleme notierte er sich auch, um mit Frau Froehlich noch mal nachzufragen oder nachzuhaken, wenn beispielsweise die versprochenen neuen Fenster noch nicht eingebaut waren oder sich ein Umzug noch verzögerte.
 

Was die Fragen betrifft: Küchenmöbel dürfen überstrichen oder erneuert werden, wenn der Mieter einen Antrag gestellt hat. Das gilt auch für einen neuen Schlüssel, der allerdings bezahlt werden muss. Beim Auszug müssen die Mieter renovieren, die keiner entsprechenden Mieterhöhung zugestimmt haben. Wenn bekannt ist, wer Sperrmüll vor dem Haus abgeladen hat, wird dieser zur Verantwortung gezogen. Angezeigt werden sollte das aber auf jeden Fall, damit der Müll beseitigt werden kann. Satellitenschüsseln sind nur erlaubt, wenn dafür keine Löcher in Wände gebohrt werden und sie von unten nicht zu sehen sind. Und wer eine Wohnung sucht, sollte die alte nicht kündigen, bevor er eine neue gefunden hat.
„Bitte schreiben Sie uns, wir haben Interesse an Ihren Beschwerden“, sagte Jörn Richters und fügte hinzu. „Nur so können wir Schäden beseitigen, insbesondere Wasserschäden, oder bei Handwerkern nachfragen, die noch Aufträge zu erledigen haben.“ Das geht direkt im Kundenzentrum oder per Telefon, per Post oder Email oder im Internet über den „Beschwerdebutton“.
Beim Thema Spielplatz haben beide degewo-Mitarbeiter besonders zugehört. Während auf dem einen Gelände Spielgeräte fehlen, ist auf dem anderen noch genügend Platz für altersgerechte Angebote. Sie versprachen, den Hinweisen nachzugehen und zu prüfen, was machbar ist. Auch das Thema Mietergärten kam zur Sprache, denn da gibt es einige Bewohnerinnen und Bewohner, die gerne ein Stückchen Land selbst beackern wollen.
 

Das nächste Elterncafé findet am 20. Februar statt von 14 bis 16 Uhr. Dann geht es um Jugend und süchtig machendes Glücksspiel.

 

ReF
 

Heute ein Schmetterling

Als Auftakt ins neue Jahr 2012 waren am 12. Januar Schüler, Lehrer und Eltern in den Kunst-Raum der Gustav-Falke-Schule zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen.
Präsentiert wurden Arbeiten der Klasse 1/2b und Klasse 3b, die während eines eineinhalb jährigen Kunstworkshops unter Leitung der Bildenden Künstlerin Zuzanna Skiba und der Künstlergruppe mazuma zum Thema „Heute ein Schmetterling“ entwickelt wurden,  tatkräftig unterstützt von der Klassenlehrerin Frau Aschenbrandt und der Erzieherin Frau Arnold.
Unterrichtsübergreifend beschäftigten sich die Kinder mit Symmetrie, Farbenlehre und Komposition. So entstand zu Beginn des Projekts die „Farben-Raupe“, anhand der die Farbenlehre erklärt wurde.


Stolz berichteten die Schüler über ihr Projekt: „Zuerst haben wir unsere Köpfe und unsere Körper ausgemessen“, sagte Merve. „Dann haben wir uns hingelegt und um uns herumgemalt“, ergänzt Fabian, denn die Schmetterlinge sollten ja lebensgroß werden. Jedes Kind hat dann seinen Schmetterling individuell ausgemalt und mit Mustern verziert. Parallel dazu entstanden viele kleine Motive. Die Kinder malten einen „halben“ Schmetterling auf einem gefalteten Blatt Papier und – oh Wunder – nach dem Aufklappen hatte er plötzlich zwei völlig gleiche Flügel. Auch die kleinen Falter wurden bunt bemalt. Sie „umflatterten“ später zum Sommerfest die Schule am Zaun entlang. Ebenfalls mit Schmetterlingsmotiven verschönert wurde die Kletterwand auf dem Schulhof und ein Flur im Hauptgebäude.
ReF
 
 

Mütter machen mobil im Brunnenkiez

Was wurde erreicht im Rahmen des Projektes „Brunnenkiezmütter – Mütter machen mobil im Brunnenkiez“? Dieser Frage gingen gemeinsam alle Beteiligten, Träger und das Quartiersmanagement am 10.1.12 im Familienzentrum Wattstraße nach. Die Veranstaltung diente dazu, Bilanz über die bisher geleistete Arbeit der Brunnenkiezmütter zu ziehen und über den aktuellen Stand des Projektes zu berichten.
So fand im vergangenen Jahr zum Beispiel eine viertägige Fortbildung zum Thema „Nationalsozialismus“ statt. Sie beinhaltete unter anderem den Besuch des Anne-Frank-Museums und eine Exkursion in das Jüdische Museum. Die Brunnenkiezmütter wurden so für das Thema sensibilisiert und können in Zukunft in den Familien darauf aufmerksam machen.

Im Dezember arbeiteten die Mütter mit dem Projekt „Interkultureller Dialog“ zusammen und kochten für eine kleine Feier anlässlich des Asure-Festes, die gut besucht war. Außerdem organisieren sie einmal im Monat eine Veranstaltung zur Sprachförderung im Rahmen des Projektes „Bilderbuchkino“, die ebenfalls sehr erfolgreich angenommen wird.
ReF


Festgestellt werden konnte: durch die erfolgreiche Arbeit der Brunnenkiezmütter nehmen immer mehr Familien die Angebote im Familienzentrum wahr. Und sie hat sich auch international herumgesprochen. Delegationen aus der Schweiz und Österreich haben sich mit den Brunnenkiezmüttern getroffen und Erfahrungen ausgetauscht.
Anschließend wurden alle mit einem einladenden Buffet empfangen und feierten gemeinsam den Start ins neue Jahr.
Laura Specovius
 
 

Neue Projekte für 2012 beschlossen

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs für das Programm „Soziale Stadt“ sind zahlreiche Vorschläge für Projekte eingegangen. Schwerpunkte dabei waren Angebote, um die Situation im Gebiet zu verbessern und positive Entwicklungen anzustoßen. Der Quartiersrat hat in seiner Sitzung am 22.11.2012 alle eingereichten Ideen diskutiert und beschlossen, dass folgende drei Ideen über den Quartiersfonds 2 in 2012 umgesetzt werden sollen:

„Am Ball bleiben – Schnupperwochen für Mädchen und Frauen“
Sport treiben ist für Mädchen und junge Frauen im Brunnenviertel schwierig. Vorhandene Sportangebote sind zu wenig sichtbar und der Zugang kompliziert. Besonders hoch ist die Hemmschwelle bei Ballsportarten.
Das Projekt „Am Ball bleiben – Schnupperwochen für Mädchen und Frauen“ bietet für Mädchen ab 12 Jahren und junge Frauen mit und ohne Migrationshintergrund einen niedrig schwelligen Zugang zu Ballsportangeboten im Brunnenviertel, ohne das diese dafür einen Verein beitreten müssen. Die Teilnehmerinnen können sich in verschiedensten Ballsportarten ausprobieren. Am Ende der Schnupperwochen wird es ein großes Abschlußfest geben, wo auch über Sportangebote nach Ablauf des Projekts informiert wird.

Aktionstage "Schönerer Kiez"
Im Frühjahr oder Herbst 2012 werden Aktionstage organisiert, an denen die Bewohner/innen für den Umgang mit dem öffentlichen Raum sensibilisiert werden sollen. Viele Anwohner stört die Vermüllung auf öffentlichen Plätzen und auf den Höfen. Der öffentliche Raum soll von allen Menschen im Kiez als ihr eigener Ort wahrgenommen werden, der gepflegt wird und für den sie auch Verantwortung tragen.
Folgende Aktivitäten wären möglich:
- Aktionstage mit gemeinsamen Aufräumen oder Säubern zum Beispiel von Spielplätzen, mit Bewohner/innen, Schulklassen oder Kitagruppen mit anschließendem Fest
- Baumscheibenbegrünung usw.

„Theater 28 - Kultur und Theater für Kinder und Jugendliche“
Hauptsächlich soll die theaterpädagogische/schauspielerische Arbeit Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene erreichen.
„Theater 28“ e.V. strebt die Eröffnung eines interkulturellen Theaterzentrums in Berlin an, das als Theaterhaus und Ort der Weiterbildung im QM-Brunnenviertel etabliert werden soll. Für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene aller Nationen werden niedrig schwellige theater- und medienpädagogische Angebote zur Verfügung gestellt.
Die Schauspielerei erleichtert den Umgang mit Mitmenschen aus verschiedenen Kulturen, fördert Sozialkompetenz und damit die Entwicklung der Persönlichkeit. Von großer Bedeutung ist es, Kindern und Jugendlichen, gerade in schwierigen sozialen Situationen, über die Erfahrung ihrer körperlichen, gefühlsmäßigen und sprachlichen Möglichkeiten Erfolgserlebnisse zu verschaffen und damit ihr Selbstwertgefühl zu erhöhen.
Ausgeweitet werden soll die Zusammenarbeit mit den Schulen. Mit Aufführungen, Kursangeboten, Seminaren, Festivals, Ausstellungen, Tagungen, Gastspielen und anderen Aktivitäten soll das „Theater 28“ den öffentlichen Raum mitgestalten und sich als Kultur- und Nachbarschaftsort im Kiez verstehen.

Für die Projekte "Am Ball bleiben" und "Aktionstage schönerer Kiez" werden in den nächsten Wochen über ein Interessenbekundungsverfahrens geeignete Träger gesucht, um die Projekte umzusetzen.
ReF