Februar 2012

Ein Treff für Väter und Kinder

Lautes Bohren und Hämmern dringt aus dem Familienzentrum. Nanu, wer arbeitet denn da am Sonnabend? Arbeit ist es nicht direkt, was fünf Männer und ein Dutzend Kinder am Wochenende in die Wattstraße 16 zieht – es ist die Vätergruppe, die sich seit Juli 2011 jeden Sonnabend dort trifft.

„Die Idee hatte die Projektleiterin des Familienzentrums Frau Karacay“, erzählt Ahmad Mukkahel, „sie sprach mich an, ob ich nicht jemanden kenne, der eine Vätergruppe mit aufbauen und leiten könnte. Und da sich keiner meldete, habe ich dann zugesagt, obwohl ich das auch noch nie gemacht hatte.“ Ahmad Mukkahel sprach Nachbarn und Bekannte an und nun sind es schon vier Männer, die zur Gruppe gehören. „Gerne können noch mehr kommen mit ihren Kindern.“ Die Kleineren werden nebenan von Mitarbeiterinnen des Familienzentrums betreut, die Größeren bauen und basteln mit ihren Vätern oder Onkeln mit Hammer und Säge. Die Sitzbank im Eingangsbereich war das erste Objekt, was sie gemeinsam gebaut haben, gerade ist ein Regal fertig geworden. Der 13-jährige Jousef hilft seinem Onkel bei den letzten Handgriffen. „Ich bin fast jedes Mal mit dabei“, erklärt er, „mir gefällt, dass wir hier etwas bauen können.“ Da gibt es schon Ideen, zum Beispiel Holzspielzeug zu entwerfen und herzustellen.

Aber die Männer werkeln nicht nur. Im Sommer wollen sie gemeinsam Ausflüge machen, in den Humboldthain zum Picknicken oder auch mal weiter weg ins Museum oder an die Ostsee. Auch über einen Kochkurs haben sie schon nachgedacht, mal sehen…
Wer also mal vorbei schauen möchte, kann jeden Sonnabend von 15 bis 17 Uhr ins Familienzentrum kommen.

ReF

Ehrenamtliche Kiezredaktion

Das Brunnenviertel ist ein ruhiges Wohnviertel mitten in Berlin. Hier, an der Grenze zu Alt-Mitte und Prenzlauer Berg, an der ehemaligen Mauer, am berühmten Mauerpark gibt es ebenso wie in den Nachbarkiezen spannende Ecken und viele aktive Menschen, die sich für ein buntes, interessantes Leben einsetzen. Die beiden Quartiersmanagements (QM) im Brunnenviertel unterstützen diese Entwicklung mit Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ und wollen nun einen Kommunikationskanal für das Brunnenviertel und seine Nachbarkieze öffnen, um die Aktivitäten in diesem Kiezdreieck besser sichtbar zu machen. Am 8. März, 17 Uhr, laden die Kiezreporterinnen der QMs deshalb interessierte Menschen in den Supermarkt, Brunnenstraße 64 ein.
 
Die Einladung richtet sich an alle Menschen, die über ihre Straße, ihr Viertel, ihr Projekt, ihren Alltag rund um die Bernauer Straße/Brunnenstraße berichten möchten. Kiezbeobachter, Social Networker, Geschichtenerzähler, Schreiber, Blogger, Hobbyfotografen oder Videofilmer jeden Alters können mit anderen Akteuren und Schreibern ins Gespräch kommen. Die Quartiersmanagements wollen die Bildung einer kiezübergreifenden Redaktion anstoßen, welche bei Bedarf durch die Kiezreporterinnen fachlich begleitet werden soll. Dabei werden Veröffentlichungsmöglichkeiten, Kontakte, Austausch, Beratung, Vernetzung sowie Technik für den Aufbau einer Plattform für das Brunnenviertel und seine Nachbarkieze angeboten.
 
Interessenten können sich auch bei den Kiezreporterinnen der Quartiersmanagement Brunnenstraße und Ackerstraße über das Projekt informieren.
 

Kontakt
Regina Friedrich (QM Ackerstraße), Telefon: (030) 40 00 73 22, kiezredaktion[at]gmx.de
Dominique Hensel (QM Brunnenstraße), Telefon: (030) 46 06 94 50, kiezreporterin[at]gmx.de

 

ReF