März 2012

Ausstellungseröffnung "Was hat ein Apfel mit dem Klima zu tun?"

Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b der Gustav-Falke-Schule nach und stellten die Ergebnisse ihrer Nachforschungen in einer informativen und liebevoll gestalteten Präsentation am 29. März vor. Gezeigt werden Fotos, Plakate und Kunstwerke. Bis Ende April sind sie noch im Flur der Schule zu sehen, dann geht ein Großteil der Exponate zum Wettbewerb "Berliner Klima-Schulen", an dem sich die Klasse beteiligt.

"Im Mathematik-Unterricht wollten wir wissen, was die Lieblingsfrucht der  Schüler an unserer Schule ist. Da haben wir herausgefunden, dass es der Apfel ist", berichten Berfin und Ece. Die beiden Mädchen haben mit den anderen Schülerinnen und Schülern in Geschäften und auf Wochenmärkten nachgeforscht, wo die Äpfel herkommen und waren bei einem Apfelbauern in Brandenburg, wo sie sich den Anbau erklären ließen. "Er hat uns etwas Interessantes erzählt und zwar dass Polen das größte Apfelanbaugebiet in Europa ist. Wir haben nichts darüber herausgefunden, weil sie ihre Äpfel selber essen und sie nicht exportieren."

Sie beschäftigten sich auch damit, wieviel Kohlendioxid verbraucht wird, wenn die Äpfel durch die ganze Welt transportiert werden. "Wir haben ausgerechnet, wie groß der Co2-Ausstoß der Transportwege von allen Ländern nach Berlin ist, z. B. 654 g von Argentinien."

Zum Schluß haben sie sogar ein Lied komponiert, das sie zur Eröffnung der Ausstellung vortrugen und das großen Beifall fand, übrigens ebenso wie die leckeren Apfelkuchen am Büffet.
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Teezeremonie im Tempel

Einfach mal abschalten, die Seele baumeln lassen, zur Ruhe kommen – das geht seit dem 1. März in der Ackerstraße 85-86. Dort befindet sich der Fo-Guang-Shan-Tempel des internationalen buddhistischen Kulturvereins e.V. Berlin.
Der Tempel bietet verschiedene Veranstaltungen wie Zeremonien und Seminare auch für Laien an. Ganz neu ist eine Teestube, in der auch Kaffee serviert wird sowie Kuchen und kleine chinesische Speisen, alles vegetarisch bzw. vegan. Das Besondere ist eine Teezeremonie, die ca. eine halbe Stunde dauert.

 

Sie beginnt mit einigen Minuten der Ruhe, des In-sich-Gehens. Dann folgt eine kurze Erklärung, wie die Teeschälchen zu halten sind, denn alle Gesten und Verrichtungen haben einen bestimmten Sinn und festgelegten Ablauf. Serviert werden zwei Sorten Tee aus Bio-Anbau. Die Meisterin Miao-yen Shih reicht die Schale mit dem getrockneten Tee herum. Dann wird heißes Wasser in einen kleine  Krug gefüllt und in die Schälchen, zum Anwärmen. Stück für Stück gibt sie den Tee in den Krug und gießt heißes Wasser dazu, das übrigens nicht kochen sollte. Dann wird in mehreren Gängen der Tee zwischen Kännchen und Schälchen hin und her gegossen, aufgefüllt mit Wasser. Endlich ist er fertig. Die Schälchen werden mit Daumen und abgespreizten Zeigefinger zum Mund geführt, kurz den Duft einatmen und dann wird in kleinen Schlückchen getrunken. Ist die Kanne leer, wird der jetzt stark aufgequollene Tee herumgereicht, die Blätter und Blüten sind gut zu erkennen. Er könnte mehrmals aufgebrüht werden, bis die Blätter zerfallen. Zum Schluss gibt es einen Schluck heißes Wasser, um den Geschmack zu neutralisieren, denn nun kommt eine andere Teesorte zum Einsatz. Während der ganzen Zeit wird nicht gesprochen. Die Meisterin erklärt danach aber gerne die einzelnen Schritte.

Wer möchte, kann hinterher noch aus dem vegetarischen Kuchen- oder Speisenangebot auswählen. Eine Teezeremonie für fünf Personen kostet 25 Euro, Kuchen und Essen zwischen 1 bis 5 Euro. Das wird aber nicht als Preis verstanden, sondern als Spende. Geöffnet hat die Teestube Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr. Für die Zeremonie sollte man sich mindestens drei Tage vorher anmelden, Tel.: 413 76 21 oder fgsberlin[at]gmail.com.
 

Die Tempelmitglieder wünschen sich, dass sich dort die Nachbarn treffen können, Tee trinken und ins Gespräch kommen. Am 29. April, 11 Uhr, gibt es zur Vesak-Feier auch einen Tag der offenen Tür, wo auch der Tempel besichtigt werden kann. Für die Herbstferien ist auch wieder Kindercamp geplant.

 

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Neue Kieztour von StattReisen Berlin

Unter dem Titel „Geteilte Zukunft – die zwei Seiten der Bernauer Straße“ gibt es ab 31. März eine neue Kieztour von StattReisen Berlin durch das Brunnenviertel. Sie wird unterstützt vom Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstrasse. Die Tour gibt einen Überblick und thematisiert bauliche, soziale und mentale Gegensätze beiderseits von Bernauer und Brunnen-Straße sowie eine erstaunliche Vielfalt an städtebaulichen und lebensweltlichen Phänomenen. Sie geht u.a. den Fragen nach: Welche Lebenswelten und welche Stadträume sind hier zu entdecken? Was verbindet und was trennt?
 
Die Tour startet an der Ackerstraße, eine wichtige Magistrale durch das Quartier. An ihr könnte man die ganze Geschichte dieses Gebiets festmachen: Zum Beispiel der legendäre Meyers Hof, Inbegriff des Mietskasernen-Elends. Im Kalten Krieg rückte das Gebiet in den Fokus der Weltöffentlichkeit, wurde Symbol der Teilung, die Ernst-Reuter-Siedlung entstand. Die West-Berliner Symbolgestalt Ernst Reuter stand gleich noch mal als Namenspate bei der Ernst-Reuter-Schule ein paar Straßen weiter. Auch sie ist eine Station auf der Tour.

 
 

Seit den 1960er Jahren wurde auf Weddinger Seite großflächig abgerissen. Im größten Sanierungsgebiet Europas sollte eine neue bessere Stadt entstehen. Fast hätte es auch das architektonisch bemerkenswerte Ensemble des alten Vaterländischen Bauvereins getroffen, einige der inzwischen sanierten Gebäude sind noch zu sehen. Großes Erstaunen, keiner der Kieztourteilnehmer hätte solch eine Architektur im Brunnenviertel vermutet.
Derweil rotteten in Mitte auf der anderen Seite die Altbauten vor sich hin. Seit der politischen Wende wurde auch hier saniert, allerdings behutsam unter weitgehendem Erhalt der Altbauten. Dem Zeitgeist entsprechend entstanden auf dem alten Grenzstreifen so genannte Townhouses, Ausdruck des neuen, hippen Berlins.

 

Auf der Ex-Weddinger Seite stehen heute andere Themen im Fokus: Im Brunnenviertel, ehemals West und ehemals Wedding, sind gleich zwei Quartiersmanagements tätig und hinterlassen in ihrer vielfältigen Arbeit Spuren, bekannt wurden insbesondere die Brunnenkiez-Mütter. Überquert man die Brunnenstraße, erschließt sich auf der anderen Seite ein vielfältiges Bild der regen Bautätigkeit der 1970er und 1980 Jahre, durchzogen von viel Grün und großzügigen Parkanlagen. Die Tour endet wieder in der alten Mitte am Arkonaplatz.

Termine:
Samstags, 31.03.12, 28.04.12, 19.05.12, 07.07.12, 11.08.12, 29.09.12
Jeweils 14 Uhr
Treffpunkt: S-Bahnhof Nordbahnhof (S1, S2, S25), Ausgang Bernauer Straße, Zwischengeschoss
 
Weitere Infos:

 

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Mensaterrasse wird umgebaut

Seit April wird gewerkelt auf der Terrasse an der Mensa der Ernst-Reuter-Schule. Im Rahmen des Projektes „Praxislernen Raumkonzeption & Gestaltung“ der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH wird die bisher ungenutzte und brachliegende Fläche so umgestaltet, dass sie sich zum Stadtteil öffnet und Touristen und Anwohner/innen das gastronomische Angebot der Ausbildungsküche nutzen können. Die Schülerinnen und Schüler wurden von Beginn an in Ideenentwicklung sowie Umsetzung eingebunden. Ergebnis soll eine gemeinsam entworfen und gestaltete, einladende Schulmensa-Terrasse sein.

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Neue Projekte gestartet

Das sind die ersten Projekte, die 2012 starten:
Aktionstage Schöner Kiez
Theater28 – interkulturelles Theaterzentrum
Am Ball bleiben – Schnupperwochen für Mädchen

Aktionstage Schöner Kiez
Das Brunnenviertel ist ein Kiez zum Wohlfühlen, für Alt und Jung. Aber es gibt noch einige Ecken, die nicht so ansehnlich sind – das soll sich ändern.
Im Rahmen des Projektes soll ein Runder Tisch installiert werden, an dem alle zusammenfinden, die im Kiez etwas verändern wollen, Ideen haben und Leute kennen, die mitmachen. Der erste Termin ist der 21. März, 15 Uhr, ein Ort steht aber noch nicht fest. Vorgesehen sind auch Aufräumaktionen und Müllbeseitigungen sowie Projekte zur Umweltbildung für Kinder und Jugendliche. Und natürlich soll auch das Feiern nicht zu kurz kommen – es soll wieder ein Kiezfest geben. Weitere Ideen sind übrigens willkommen.
 

Theater28 – interkulturelles Theaterzentrum
Im Rahmen dieses Projektes soll ein Theaterzentrum für Kinder und Jugendliche aufgebaut und etabliert werden. Sie sollen über die Erfahrung ihrer körperlichen, gefühlsmäßigen und sprachlichen Möglichkeiten Erfolgserlebnisse erhalten und damit ihr Selbstwertgefühl zu erhöhen. Mit den produzierten Theaterstücken sollen sie auch an die Öffentlichkeit gehen, in den Kiez, in Schulen und Projekte. Außerdem soll Film hergestellt werden zum Thema "Gewalt nicht mit uns" unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, der auch öffentlich vorgeführt wird.
 

Am Ball bleiben – Schnupperwochen für Mädchen
Jungs können überall Fußball spielen, für Mädchen aber, insbesondere aus Familien mit Migrationshintergrund, ist Sport treiben oft schwierig. In dem Projekt werden Schnupperwochen organisiert, um Mädchen und jungen Frauen einen niedrig schwelligen Zugang zu Ballsportangeboten zu ermöglichen und sie zu ermutigen, sich sportlich zu betätigen, vielleicht in einem Verein.
 

Alle drei Projekte werden über den QF II-Fonds aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert.

 

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Interview mit dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller

„Wir hier in Berlin brauchen das Programm Soziale Stadt“
Wir finanzieren daraus das Berliner Quartiersmanagement und dieser Ansatz hat sich in den letzten 13 Jahren als erfolgreiche Strategie zur Stabilisierung sozial benachteiligter Stadtteile bewährt.
 
Das Interview finden Sie hier:

 

"Über diese Programme wird unser Zusammenleben organisiert"
Interview von Schöneberger QR-Mitgliedern mit Stadtentwicklungssenator Michael Müller zum Programm "Soziale Stadt".
 
Das Interview finden Sie hier: