Juni 2013

Liesenbrücke soll Bestandteil des „Grünen Bandes Berlin“ werden

Das Berliner Netzwerk für Grünzüge hat am 26. Juni eine Petition mit Unterschriften an Staatssekretär Christian Gaebler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung übergeben, um den Park am Nordbahnhof über die Liesenbrücken mit dem Volkspark Humboldthain zu verbinden. Die denkmalgeschützten Liesenbrücken sollen als wichtiges städtisches Bahnkulturerbe restauriert und so vor dem weiteren Verfall bewahrt werden.

Würden die Brücken für Fußgänger und Radfahrer zugänglich und verkehrssicher gemacht, könnte der Weg im Grünen durch Berlin über diese und die sich daran anschließenden stillgelegten Gleise weiter bis in den Volkspark Humboldthain führen. Somit würden nicht nur die beiden Parkanlagen miteinander verbunden, es wäre vielmehr möglich, im Grünen von Mitte aus über die beiden Parks und die seitens des Bezirks Mitte geplante Grünverbindung zu dem im Nordosten angrenzenden Mauerpark auf den als "Grünes Band Berlin" geplanten Mauergrünzug und von dort bis in den Naturpark Barnim zu gelangen. Das wäre eine einzigartige Perspektive für Berlin.

Staatssekretär Gaebler nahm die Petition entgegen und versprach, sich für das Projekt einzusetzen. Wichtig seien dafür Kooperationen mit der Wirtschaft und anderen Partnern. Quartiersmanagerin Kerstin Stelmacher vom Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße betonte, dass die Brücke künftig nicht nur eine Verbindung zwischen zwei Parks sei, sondern auch eine Verbindung von Menschen. Deshalb würden die Quartiersmanagements das Vorhaben unterstützen und deshalb wünschte sie allen Beteiligten Kraft und einen langen Atem.

Christian Diebold, Geschäftsführer der Solardynamik GmbH, die in Kooperation mit der Solum GeG an der Projektskizze mitgearbeitet haben, kann sich vorstellen, den Übergang zum benachbarten Technologiepark als Lichtobjekt mit LED‘s zu beleuchten, gespeist von Photovoltaikanlagen. Das wäre für Passanten erstens ein wichtiger Sicherheitsaspekt, aber auch gleichzeitig ein markantes Symbol für den Technologiepark Humboldthain.
Außerdem sollen entlang der Wegeführung Infotafeln die Industriegeschichte dieses Ortes von der industriellen Revolution bis in das Solarzeitalter erzählen, auch wechselnde Ausstellungen seien vorstellbar. Zwei Solarkioske mit einem Infobereich und Toiletten ergänzen den Bereich.

ReF
 

 

Exposé
 

Neue QF1-Projekte bestätigt: Von Audiotechnik bis Wasserbaustelle

Die Vergabe-Jury des Quartiersmanagements beschloss auf ihrer Zusammenkunft am 19. Juni die Förderung von vier Projekten.

 

Der Teeny MusikTreff der ev. Kirchengemeinde am Humboldthain kann nun mit der Anschaffung von Audiosoftware und technischem Equipment das Musikangebot in einem Hip Hop-/Elektro-Studio erweitern. Anfang August gibt es dazu nur für Mädchen ein Einführungs-Workshop, danach können alle die Technik nutzen.

 

Die Kinder der Kita „Kinderparadies“ von TÜDESB e.V. bekommen eine Wasserbaustelle. Die 2-9 Jährigen werden damit in ihrer Bewegung gefördert und lernen den kreativen Umgang mit dem Element Wasser. Im Winter soll die Anlage als Murmelbahn genutzt werden. Die Anlage steht darüber hinaus auch den im Haus wohnenden Kindern und den Kitas des Kitaverbundes zur Nutzung zur Verfügung.

 

Die Gustav-Falke-Schule erhält Materialien für die Werkstatt für junge Naturforscher. Die Lernwerkstatt möchte sich auch für Kinder aus den umliegenden Kitas und der Schulanfangsphase öffnen. Ergebnisse der Lernwerkstatt werden beim Kiezfest präsentiert.

 

Der Träger bwgt e.V. kann jetzt mit einer Bewegungsbaustelle für Kinder im Alter von 2-12 Jahren mit Spiel- und Bewegungsaktivitäten deren motorischen Grundfertigkeiten fördern. Das Spielgerät besteht aus einfachen Bauteilen, mit denen entwickelt, ausprobiert, konstruiert und umgebaut werden kann. Neben der Kita Ackerstraße kann die Bewegungsbaustelle auch von den Kitas des Kitaverbundes sowie den Jugendeinrichtungen (z.B. Jugendberatungshaus Compass.mitte) genutzt werden.

Sommer, Sonne - Sommerferien!

Der Ferienstart war ja schon mal heiß - im wahrsten Sinne des Wortes.Schönes Wetter können die Kinder und Jugendlichen im Brunnenviertel aber auch gut gebrauchen bei dem Angebot: im Teeny Musik treff Gitarre oder Schlagzeug lernen oder im klingenden Museum Instrumente ausprobieren, im Kindermuseum auf eine Südseeinsel reisen, im Familienzentrum Minigolf spielen, fotografieren, Ausflüge machen ins Schwimmbad oder picknicken im Humboldthain, im Jugenfreuzeitklub Hussitenstraße Pizza backen, Fußball oder Tischtennis spielen und verschiedene Workshops besuchen. Im Olof-Palme-Jugendzentrum stehen Basteln oder Skulpturen aus Stein fertigen auf dem Programm, in der @hugo Jugendmedienetage Bücher lesen, in der Lernwerkstatt Zauberhafte Physik experimentieren oder in Fußball-Sommercamp fahren ...

 

Im Rahmen des Projektes "Ferien für alle" gibt es in der Jugendfreizeiteinrichtung Hussitenstraße, Hussitenstraße 62, Dienstag und Donnerstag jeweils Angebote im Kiez, der Mittwoch ist der Ausflugstag.
So findet am 27.6.13, 14 Uhr, ein Akrobatik-Workshop statt und am 2.7.13, 14 Uhr, ein Tischtennisturnier. Am Ausflugstag am 26.6.13 geht es zum Ponyreiten und am 3.7.13 ins Schwimmbad.

Auf dem Gartenplatz an der Ackerstraße herrscht am 9.7.13, ab 14 Uhr, ein buntes Zirkustreiben, am 11.7.13 wird geheimnisvoll gerätselt, und am 18.713 gibt es eine Überraschnung!

Auf dem Abenteuerspielplatz an der Gustav-Meyer-Allee 3 findet am 23.7. und 25.7.13 ab 14 Uhr ein Fußballturnier statt. An den Ausflugstagen am 24.7.13 wird am Plötzensee Tretboot gefahren und am 31.7.13 gehts ins Computerspiele-Museum.

 

Am besten, jeder sucht sich aus, was ihm oder ihr am meisten Spaß macht. Viel Spaß!

 

Die Flyer sind in den Stadtteilbüros an der Jasmunder Straße 16 oder Swinemünder Straße 64 erhältlich und in vielen anderen Einrichtungen im Kiez.

 

Ferienkalender

 

Sommerferienschule an der VHS Mitte:

 

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Michelle Obama im Brunnenviertel

Die Straßenbahn fährt nicht, Autos und Radfahrer müssen umkehren, Fußgänger Umwege nehmen, überall Polizisten und Man in Black – es kann nicht mehr lange dauern, bis die First Lady der USA, Michelle Obama, ihre Töchter Malia und Sasha an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße auftauchen. Einige Schaulustige haben sich an den Absperrungen auf dem Rasen versammelt und harren geduldig in der prallen Sonne aus. Auch einige Kamerateams und Fotografen haben sich eingefunden. Endlich erscheint sie zwischen den stilisierten Mauersegmenten und lässt sich an den Infostelen vom Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, die Anlage erklären. Dann geht sie allein zu einem Ehrenbuch und trägt sich ein. Nach ein paar Minuten ist alles vorbei, der Tross entfernt sich in Richtung Stadtmitte. Schnell werden noch einmal die Handys zum Fotografieren gezückt, dann ist der Besuch der Michelle Obama im Brunnenviertel auch schon beendet. ReF

 

 

"Wedding Walk" mit Bezirksstadtrat Carsten Spallek

Das Wetter hätte nicht besser sein können am 17. Juni, zum Start des „Wedding Walk“ im Brunnenviertel. Die sehr informative und lesenswerte Broschüre zu Geschichte und Gegenwart des Brunnenviertels entstand als Projekt des Quartiersmanagements im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ und will die Leser  dazu „verführen“, auf verschiedenen Wegen den Kiez selber zu erkunden.

Ein Weg führte am 17. Juni den Bezirksstadtrat Carsten Spallek, Bewohner und Akteure aus dem Brunnenkiez von der Bernauer Straße zum Humboldthain. Start des „Walk“ war im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, wo die Gruppe vom Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, begrüßt wurde. Er freue sich, dass der Rundgang in der Gedenkstätte starte und hoffe, noch öfters gemeinsame Veranstaltungen mit dem Quartier durchführen zu können. Die Gedenkstätte liege genau an einer „Stadtwunde“, wo Berlin einst geteilt war und immer noch zusammen wächst. Deshalb komme dem Ort auch eine Vermittlerrolle zwischen den Stadtteilen links und rechts der Bernauer Straße zu, die sie gerne erfüllen und wofür sie auch noch weitere Partner suchen. Solche Projekte wie die Broschüre seien da genau richtig.

Für Stadtrat Carsten Spallek war es so was wie „Nachhause kommen“. Er kenne den Kiez, sei ja fast um die Ecke zur Schule gegangen und habe trotzdem aus dem Heft noch Neues erfahren können. Für ihn sei es wichtig, Bewohnern und Besuchern deutlich zu machen, dass es hier „viel Spannendes zu entdecken gäbe“, obwohl der Wedding noch immer „unter Wert gehandelt“ werde. Das Besondere des Quartiers bewusst zu machen betonte auch Quartiersmanagerin Sabine Hellweg. Wer wüsste denn schon, dass hier im Wedding der erste Staubsauger, der erste Elektroherd und der erste Fön produziert wurden?

 

Die Gruppe erfuhr auf der Tour auch noch mehr Interessantes von Rüdiger Damman, einem der Autoren der Broschüre: dass das Hochhaus in der Ernst-Reuter-Siedlung ein paar Stockwerke zusätzlich erhielt, weil man die Hochhäuser im Ostteil der Stadt übertrumpfen wollte oder dass durch das AEG-Tor an der Brunnenstraße nur die höheren Angestellten eintreten durften?
Zum Abschluss des Rundganges gab es noch eine kleine Führung durch die Kirche der evangelischen Kirchengemeinde am Humboldthain, wo dann bei Kaffee und Kuchen über das Gesehene und Gehörte geplaudert wurde.

ReF

 

Video zum Wedding Walk

 

Neues aus dem Familienzentrum

Pünktlich zum Sommerferien-Start wird am 24. Juni gemeinsam mit den Kindern und Eltern der Humboldthain-Grundschule im Humboldthain ein großes Picknick veranstaltet. Jeder bringt eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken mit und es gibt viele Spiele für Jung und Alt.
Treffpunkt:  12.30 im Familienzentrum, Wattstraße 16, oder 13 Uhr Brunnenstraße/ Ecke Gustav-Meyer-Allee.

 

Vom 8. - 26. Juli sind Kindergarten - und Grundschulkinder und ihre Eltern beim bunten Ferienprogramm herzlich willkommen. Jeden Montag und Freitag spielen, basteln, malen, kochen, backen - kurz: alles machen, was Spaß bringt im und um das Familienzentrum. Immer mittwochs wird ein Ausflug unternommen: Zum Mini-Golf, ins Freibad oder ins Foto-Labor. Was sonst noch so los ist im Brunnenviertel steht im neuen Ferienkalender!

 

Ende September erwartet uns die Bundestagswahl 2013. Im Rahmen von zwei Veranstaltungsreihen wird sich intensiv mit den Wahlen, den Parteien und den Vorstellungen dazu beschäftigen. In zwei Workshops können Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren eine politische Debatte mit Argumentations- und Kommunikationstechniken vorbereiten. Eine super Vorbereitung auf die U18-Wahl, bei der das Familienzentrum in diesem Jahr erstmals zum Wahllokal umfunktioniert wird.
Parallel dazu gibt es eine Abendveranstaltungsreihe für wahlberechtigte Bewohner des Brunnenviertels, in der sie Lokalpolitiker treffen und sich mit ihnen austauschen
können. Zum Abschluss wird es dann eine öffentliche Debatte zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen geben, in der sie ihre Standpunkte vertreten und über ihre gesammelten Erfahrungen berichten.

 

Kinder - Hochstühle gesucht
Für das Eltern-Café, die Frauenfrühstücke und andere Veranstaltungen werden dringend Kindersitze oder Hochstühle gesucht, damit sich auch unsere Kleinsten am Tisch so wohl wie möglich fühlen können. Auch eine längerfristige Leihgabe könnte schon weiterhelfen oder eine Spende. Bitte melden im Familienzentrum, Wattstraße 16.

"Zeichen der Freundschaft" auf dem Schulhof

Viele Schüler der Gustav-Falke-Schule werden in den nächsten Wochen und Monaten Google Earth anklicken, um zu sehen, ob ihr Projekt auch wirklich aus dem All zu sehen ist. Einfacher geht es von der Erde aus, denn das Kunstprojekt „Zeichen der Freundschaft“, gefördert aus dem Programm „Soziale Stadt“ und begleitet von der Künstlergruppe „mazuma“, wurde am 14. Juni mit einer kleinen Zeremonie übergeben und kann direkt am Schuleingang besichtigt werden. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6, die nun die Schule verlassen, haben sich damit ein bleibendes „Denkmal“ gesetzt. Angefangen von den Ideenskizzen, über die Formen und die fertigen Betonplatten, waren die Kinder aktiv am Prozess beteiligt. Deshalb präsentierten sie sich auch stolz zur Einweihung anlässlich des Schulfestes.

Beim Schulfest gab es verschiedene Stationen wie Schminken, Geschicklichkeits- und Sportspielen, Malen und Basteln, an denen sich die Schüler betätigen konnten und das taten sie auch mit Begeisterung. Außerdem hatten einige Klassen ein kleines Programm mit Liedern und Tänzen gestaltet, das vom Publikum begeistert beklatscht wurde.

ReF

   

 

Familienzentrum feierte dreijähriges Bestehen

Über Besuchermangel kann sich das Familienzentrum ja nicht beklagen, aber am 12. Juni zum „Tag der offenen Tür“  anlässlich des 3. Geburtstages war es besonders quirlig und bunt vor dem Haus und der angrenzenden Kita. Viele Familien waren mit ihren Kindern gekommen. Sie konnten sich an der Fotostrecke „Drei Jahre Familienzentrum Wattstraße“ noch mal die großen und kleinen Ereignisse ins Gedächtnis rufen. Es gab auch eine „Wunschtafel“, wo jeder seine Vorschläge und Ideen aufschreiben konnte, wie zum Beispiel ein Angebot für Frauensport oder eine Bastelgruppe für Eltern und Kinder. Aber es kamen auch Glückwünsche: „Ihr seid super, mehr geht nicht!“.

 

Für die Jüngsten gab es Spiel-Parcours, Malen, Basteln und ein Glücksrad. Eine große Schlange bildete sich beim Kinder-Schminken, deshalb schwirrten bald eine Menge Schmetterlinge, Marienkäfer, Prinzessinnen und kleine Löwen durch den Garten. Natürlich gab es auch Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, Eis und Leckeres vom Grill. Zum Abschluss gaben die Kinder der musikalischen Früherziehung noch ein kleines Geburtstagsständchen, das mit großem Beifall belohnt wurde.

Das Familienzentrum bietet Begegnung, Beratung, Bildung und Betreuung unter einem Dach. In Eltern-Kind-Gruppen, Gesprächskreisen, Themenabenden und Elternworkshops gibt es Informationen rund um die Förderung von Kindern und Familien. Außerdem können sich Eltern untereinander austauschen. In thematisch breit gefächerten Kursen wird Wissenswertes zur Gesundheit vermittelt, Sprachkenntnisse können verbessert oder der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Es gibt verschiedene Beratungsmöglichkeiten, die „Kiezmütter" sind über das Familienzentrum erreichbar und stehen als Ansprechpartnerinnen bei Bedarf zur Verfügung.

Das Familienzentrum ist auch Anlaufstelle für Mütter und Eltern im Brunnenviertel und spricht insbesondere Frauen (und Männer) an, die nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Das Projekt bietet ihnen Unterstützung bei der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse, Beratung und Kontakte sowie Austausch über Fragen der Kindererziehung, Kita und Schule und weitere Themen. Offene Café-Treffen und Beratungszeiten der Sozialpädagogin können ohne Voranmeldung besucht werden.

Träger des Familienzentrums ist die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH. Unterstützt wird es unter anderem auch durch das Quartiersmanagement Ackerstraße, das den Bau finanzierte und vielfältige Projekte im Haus fördert.

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Das neue Kiezmagazin ist da!

 

Musik im Brunnenviertel! Das ist das Thema der zweiten Ausgabe des Kiezmagazins "brunnen ¼", das jetzt in den Stadtteilbüros und in verschiedenen Einrichtungen im Kiez ausliegt. Es geht um selbst gespielte Musik und Musik aus der Konserve, um historische Plätze von Musik und Tanz und in einem Kiez-Musik-ABC werden Projekte, Angebote, Menschen und Orte vorgestellt. Weitere Themen sind anstrengende Meditation, sportliche Senioren, Bienen in Berlin und Bratkartoffeln statt Pommes...

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Treffen der Generationen im Ost-West-Café

Am 28.Mai 2013 wurde es ab 15 Uhr ein wenig eng im Ost-West-Café in der Bernauer Straße, denn Dr. Suat Özkan und sein Team hatten mit Unterstützung der Stiftung Gute-Tat.de zu einem geschichtlichen Austausch zwischen Schülern und Senioren eingeladen. Die 9. Klasse des Robert-Blum-Gymnasiums in Schöneberg und vier Seniorinnen aus dem Otto-Dibelius-Stift in Mariendorf kamen am Dienstagnachmittag zusammen, um sich an einem historischen Ort über die Geschichte Deutschlands und besonders die Geschichte Berlins auszutauschen.

Das Ost-West-Cafe liegt an der Kreuzung Brunnenstraße / Bernauer Straße und damit an einem historischen Ort direkt an der ehemaligen Mauer. Dr. Suat Özkan hat diesen Standort für sein Café ganz bewusst gewählt, denn er will der Jugend vermitteln, was die Teilung Berlins bedeutete. Daraus entstand die Idee, Schüler und Schülerinnen mit Senioren zusammenzubringen und so den Austausch mit Zeitzeugen zu ermöglichen. Die Stiftung Gute-Tat.de hat die Aktion im Rahmen des Projekts „Schüler sozial aktiv“ unterstützt und alle Akteure an einen Tisch geholt.

Die 25 Schüler und Schülerinnen wurden begleitet von der Klassenlehrerin und der Schulpfarrerin. Durch die Aufteilung der Schüler in zwei kleinere Gruppen konnten alle sowohl an dem einstündigen Austausch mit den Senioren als auch an der Besichtigung der Gedenkstätte an der Bernauer Straße teilnehmen. Die vier Seniorinnen hatten im Vorfeld eher gemischte Gefühle, schließlich wussten sie nicht genau, was sie erwartet. Im Nachhinein waren sie aber überwältigt von den guten Gesprächen und dem großen Interesse der jungen Menschen, die sich gut vorbereitet hatten und den Zeitzeugen viele interessante Fragen stellten. Bedauerlich fanden die Senioren nur eines: „Die Abendschau hätte vorbeikommen sollen, um zu zeigen, dass man sehr wohl mit der Jugend von heute reden kann!“ Zum Abschied wurde als Dankeschön von Seiten der Senioren sogar noch eine Tüte mit Süßigkeiten verteilt!

Auch für Dr. Suat Özkan und sein Team war es ein aufregendes Programm. Es wurde Tee gekocht, Kuchen gesponsert und auch jeder andere Wunsch erfüllt. Das Team vom Ost-West-Cafe und die Schüler werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben und eine Verabredung zu einem gemeinsamen Fußballspiel wurde sogar schon festgelegt.

Wir danken allen Beteiligten ganz herzlich für Ihr Engagement! Es war eine wirklich tolle Aktion an die alle noch lange denken werden!

Isa Nauck, Stiftung Gute tat.de