Dezember 2015

Wann ist wieder Flohmarkt? - Mitgestalter gesucht!

In den letzten Jahren fanden regelmässig Flohmärkte im Brunnenviertel statt. Auch für 2016 sind im April und September wieder Flohmärkte geplant. Neu ist in diesem Jahr jedoch, dass die Teilnahme nicht mehr ganz kostenfrei ist und bereits für die Organisation und Bewerbung Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht werden: Mitmachen kann jeder!

Hintergrund ist: die Förderung für die Flohmärkte läuft 2016 aus. Da die Flohmärkte insgesamt beliebt und gut besucht waren, soll daher in diesem Jahr erprobt werden, wie die Flohmärkte zukünftig auch ohne größere Förderung stattfinden können. 

Für's Mitmachen gilt:

1. Mitmachen kann jeder! Auch kleine Beiträge sind hilfreich, z.B. das Verteilen der Flyer, einen Kuchen backen oder die Standgebühr einsammeln.

2. Je mehr mitmachen, desto einfacher wird es und desto günstiger die Plätze. Und natürlich macht es dann auch mehr Spass!

3. Wer Interesse hat, bei der Organisation von ein bis zwei Märkten teilzunehmen, kann sich ab sofort bei Herrn Chahrour melden unter:  flohmarkt-brunnenviertel@gmx.de. Noch im Januar wird dann mit allen Interessenten ein erstes Kennenlern- und Planungstreffen vereinbart.

Rückblick auf Workshop der Kiezmütter

Rückblick auf Workshop Kiemütter in Mitte Am Mittwoch, 16. Dezember, fanden sich die Kiezmütter aus Moabit, Wedding und natürlich Gesundbrunnen im Olof-Palme-Zentrum ein, um sich über ihre Arbeit auszutauschen. Die Koordinatoren der Kiezmütter in Mitte, Nicola Meyer, will mit den Ergebnissen des Treffens die Arbeit der Kiezmütter in 2016 verbessern. Themen waren: Was hat sich 2015 in der Arbeit geändert? Welche Schulungen wünschen sich die Kiezmütter? Welche Unterstützung wäre hilfreich?

70 Kiezmütter aus Mitte trafen sich im großen Veranstaltungssaal des Olof-Palme-Zentrums in der Demminer Straße. Organisiert wurde das Treffen von der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH durch Nicola Meyer. Nicola Meyer ist Koordinatoren der Kiemütter in Mitte. Ziel des Treffens sei es, die Kiezmütter zu vernetzen, Rückblick zu halten und Rückmeldung von Kiezmüttern zu erhalten, so Nicola Meyer.

Ausgetauscht haben sich die Kiezmütter in vier Arbeitsgruppen. Die Gruppe "Persönlicher Nutzen" notierte, dass die Kiezmütter selbst Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewonnen haben, gelernt haben Verantwortung zu übernehmen oder Gesetze besser kennen gelernt haben. Nicole Meyer sieht auch ausdrücklich als Nebeneffekt, dass Kiezmütter den Weg in den ersten Arbeitsmarkt finden. Die Gruppe "Veränderungen" hielt fest, dass vor allem die Arbeit mit Flüchtlingen in 2015 neu war. Die Gruppe "Unterstützung" hielt es für wichtig, dass das Projekt Kiezmütter dauerhaft finanziell gefördert wird, aber Computerschulungen und Rechtsberatungen wurden gewünscht. Die Gruppe "Schulungen" hielt Sozialrecht, Kindesentwicklung und Flüchtlingsbetreuung für wichtig.

Die Kiezmütter im Ortsteil Gesundbrunnen haben ihren Standort im Familienzentrum Wattstraße. Kiezmütter sind im Stadtteil Ansprechpartnerinnern für Familien. Sie informieren Familien über Themen zu Familie, Erziehung, Gesundheit oder Bildung. Kiezmütter bereiten sich durch eine 900-stündige Schulung auf ihre Arbeit vor. Im Gesundbrunnen gibt es Kiezmütter seit rund 10 Jahren.  

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Kiezmütter in Bezirk Mitte
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH

Workshop Kiezmütter 2015 Workshop Kiezmütter 2015
Workshop Kiezmütter 2015 Workshop Kiezmütter 2015

Kiezmütter Workshop 201521.12.2015

Text und Fotos: Andrei Schnell

Weihnachtsfest in der Gustav-Falke-Grundschule

Weihnachtsfeier in der Gustav-Falke-GrundschuleAm 16. und am 17. Dezember führten die Schüler aller Klassen an der Gustav-Falke-Grundschule eine Weihnachtsshow mit dem Titel Weihnachtszauber auf. Es traten Klassenchöre auf, einzelne Grundschüler konnten bereits Stücke auf Instrumenten vorspielen, Gedichte wurden aufgesagt und vieles mehr.  Die Zuschauer waren begeistert und genossen eine schöne vorweihnachtliche Stunde.

Die Aula der Gustav-Falke-Grundschule war an den zwei Abenden im Advent gefüllt. Eltern, Großeltern und Geschwister wollten die Schüler auf der großen Bühne sehen. Einige Eltern hielten Handys in die Höhe, um ihre Kinder trotz des dunklen Saales zu fotografieren oder zu filmen.

Nach der Vorstellung gab es noch viele Gespräche auf den Fluren bei Punsch und Tee. Von den Schülern und Schülerinnen gebastelte Weihnachtsartikel wurden erworben. Die Einnahmen des Verkaufs helfen über den Förderverein im Schulalltag an vielen Stellen.

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Gustav-Falke-Grundschule

Weihnachtsfeier in der Gustav-Falke-Grundschule Weihnachtsfeier in der Gustav-Falke-Grundschule

Weihnachtsfeier in der Gustav-Falke-Grundschule20.12.2015

Text und Fotos: Andrei Schnell

Projekt Step to Future blickt zurück

Step to FutureNach zwei Jahren endet das mit Mitteln der Sozialen Stadt geförderte Projekt "Step to Future". Das Projekt hatte drei Bestandteile. Die Erstellung einer Datenbank mit Ausbildungsmöglichkeiten im Brunnenviertel, die Begleitung des Übergangs Schule zur Ausbildung und ein Trainingsmodul für Schüler und Schülerinnen.

Deborah Scherrmann vom Förderverein für arbeitslose Jugendliche hat ihren festen Arbeitsplatz in der Ernst-Reuter-Oberschule. In ihrer Arbeit geht es ihr darum, möglichst viele Schüler und Schülerinnen nach der Schule in die Ausbildung zu bekommen. "Wir werben unermüdlich für die Ausbildung", so die Sozialpädagogin.

Im Projekt "Step to Future", das sie im Team mit drei weiteren Kollegen betreute, ging es um drei Aufgaben.

Aufgabe eins war die Erstellung einer Datenbank. Die Datenbank soll alle Ausbildungsmöglichkeiten im Brunnenviertel auflisten. Der erstellte Datensatz wird gerade von Jugendlichen der Klasse 12 in eine elektronische Datenbank verwandelt. "Wir haben eine Art Ausschreibung gemacht", erklärt Deborah Scherrmann. Fünf Gruppen eines IT-Kurses wetteifern um die beste Lösung, die gesammelten Daten so aufzubereiten, dass sie am besten nutzbar sind.

Aufgabe zwei war, die Jugendlichen auf Vorstellungsgespräch und Co. vorzubereiten. Mit theaterpraktischen Übungen wie zum Beispiel 10 Minuten schweigend zu sitzen wurden die Jugendlichen in einem Workshop trainiert. Daneben gab es natürlich auch das klassische Rollenspiel eines Vorstellungsgesprächs. Immer dabei war die Kamera, die alles aufzeichnete, so dass die Jugendlichen hinterher darüber sprechen konnten, wie es gelaufen war.

Aufgabe drei war die Begleitung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung. "Es ist gut für die Jugendlichen, wenn sie nach Verlassen der Schule noch auf Vertrauenspersonen zurückgreifen können", sagte Deborah Scherrmann. Oft seien es kleine Dinge, die für die Jugendlichen zum Problem werden. "Wenn sie zu mir kommen und wir reden, dann ist meist schnell eine Lösung da. Nur sie müssen eben ansprechen, wenn der Schuh drückt und nicht einfach die Ausbildung schwänzen." Die Sozialpädagogin freut sich, dass sie Schülerinnen dabei helfen konnte, die Ausbildung nicht abzubrechen, sondern mit dem Ausbilder das Gespräch zu suchen.

Deborah Scherrmanns Wunsch ist es, dass die Begleitung des Übergangs Schule zur Ausbildung weitere Förderung findet. "Hinterher waren die Schülerinnen dankbar, dass sie durch uns nicht abgebrochen haben. Diese Arbeit muss und sollte dringend weitergeführt werden."

Das Projekt "Step to future" wurde unter dem Titel "Ausbildungscoach für KMU und Azubis" aus dem Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt durch das Quartiersmanagement gefördert.

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Förderverein für arbeitslose Jugendliche

LELE an der Ernst-Reuter-Oberschule 16.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

Abschied von den Schooltalks

SchooltalksEs gibt Menschen, von denen man so sagt, dass sie es geschafft haben. Man könnte auch weniger umgangssprachlich sagen: Es gibt Menschen, die haben Erfolg. Das Projekt Schooltalks (mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert) hat mehrere Jahre lang erfolgreiche Menschen vorgestellt. Es wurden viele Interviews auf der blauen Couch geführt, die weiterhin im Internet zu sehen sind. Das Projekt endet nun.

Viele Gespräche auf der blauen Couch konnten Schüler in den letzten Jahren live miterleben. Zumeist befragte Shai Hoffmann Menschen, die für Schüler und Schülerinnen Vorbild sein könnten. Die Lebenswege, von denen die Vorbilder berichteten waren selten geradlinig. Aber oft ging es darum, an sich selbst zu glauben. Die Botschaft, die die Jugendlichen mitnahmen, lautete meistens: Jeder kann es schaffen. Eine lebensnahe Form der Berufs- und Lebensorientierung.

Organisiert wurden die Gespräche von der Initiative Deutsch Plus. Alle Interviews wurden aufgezeichnet und sind in einem eigenem YouTubeKanal verfügbar. Ideen- und Gastgeber der kleinen Talkshows waren Van Bo Le Mentzel und Shai Hoffmann. 

Am Dienstag, 15. Dezember, kam der Sänger Alper Day in die Ernst-Reuter-Oberschule. Sein Hit mit der Boygroup A24 "Engel in der Nacht" (2003) ist manchem noch im Ohr. Alper Day wirkte locker und begeisterte die Schüler (Schülerinnen waren tatsächlich nicht anwesend) mit einer spontanen Coverversion des Refrains von "Can't feel my face" (The Weekend). Aber er erzählte, dass hinter der coolen Fassade viel Arbeit steckt. Für seine Tänzerausbildung hat er täglich stundenlang geübt. "Es braucht Talent, aber auch unglaublich viel Schweiß", verriet der den Jugendlichen.

Das Projekt Schooltalks wurde aus dem Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt vom Quartiersmanagement gefördert.

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Mitschnitt des Interviews mit Alper Day auf Youtube
Mitschnitte aller Schooltalks-Interviews auf YouTube
Ältere Mitschnitte von Interviews auf YouTube
Initiative Deutsch plus
Alper Day

Schooltalks mit Alper Day Brunnenviertel Schooltalks Brunnenviertel Ernst Reuter Obeschule

Schooltalks Alper Day Deutsch plus Brunnenviertel16.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

Step to Future

Step to Future Lele FVAJ FVAJ e.V. ist die Abkürzung für Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V. Der Verein ist Träger des Projektes LELE. Und LELE hat an der Ernst-Reuter-Oberschule im letzten halben Jahr mit Jugendlichen zwei Filme zum Thema Berufswahl gedreht. Beide Filme werden in der Ernst-Reuter-Schule am Dienstag, 15. Dezember für jedermann gezeigt.

Step-to-future project hat Marko Fürstenow von Lele das Projekt genannt. Die Unterzeile heißt: ... Vom Schüler zum Azubi ... 

Von 13.30 bis 16.30 Uhr gibt es in der Ernst-Reuter-Oberschule eine offene Ausstellung. Ab 14 Uhr werden die Filme gezeigt und die Datenbank mit Ausbildungsbetrieben wird vorgestellt.

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Film 1 auf Vimeo
Film 2 auf Vimeo
FVAJ e.V.
LELE an der Ernst-Reuter-Oberschule

step to future lele

 

Zwischenrufe erwünscht beim Bilderbuchkino

Bilderbuchkino WattstraßeWenn man in Deutschland ins Kino geht, dann herrscht oft eine Stimmung wie auf einem Begräbnis: Keiner sagt etwas. Beim Bilderbuchkino dagegen soll sich niemand im Sessel verkriechen. Der Abend ist erst gelungen, wenn alle etwas gesagt haben. Bei der Vorstellung am Freitag, 11. Dezember im Familienzentrum Wattstraße haben alle etwas gesagt, sogar die Erwachsenen.

Da ist dieser Moment der Erwartung, wenn das Licht ausgeht. Das Kino beginnt. Auf der Leinwand erscheint das Titelbild eines bekannten Bilderbuches. Die Vorleserin im Saal des Familienzentrums Wattstraße liest die ersten Sätze vor. Die Kinder - an diesem Freitag vor allem Kinder der fünften Klasse - hören gebannt zu, sind sofort gefangen von der Geschichte. Doch schlagartig ist alles ganz anders als im gewohnten Kino. Mit einem Male sind sie gefragt. "Was seht ihr auf dem Bild?" und "Wisst ihr auch das englische Wort für Kerze?" oder "Wie guckt denn der kleine Kater da?" Selbst die 3-jährigen Geschwister können diese Fragen beantworten.

Das Bilderbuchkino ist für Kinder ab 3 Jahren. In Kindergärten und in der Grundschule kann diese Form der Unterhaltung gut eingesetzt werden. Wobei Unterhaltung doppeldeutig ist. Ja, es ist sehr unterhaltsam für die Kinder, beim Bilderbuchkino dabei zu sein. Aber eine Unterhaltung ist ja auch ein Gespräch und besteht aus mehreren Personen, die sprechen. Das Familienzentrum Wattstraße wurde von der Bürgerstiftung Berlin speziell für das Bilderbuchkino geschult. Seit 2011 ist das Familienzentrum ein Standort für Bilderbuchkino. Vier mal im Jahr findet Bilderbuchkino statt. Die Veranstaltungen sind immer zweisprachig. Denn viele Kinder können heutzutage mehrere Sprachen und sind stolz, wenn sie Gegenstände oder Handlungen in mehreren Sprachen benennen können. Die Mitarbeiter des Familienzentrums wurden zwar geschult, aber das heißt nicht, dass Bilderbuchkino besonders schwer ist. Im Gegenteil, möglichst viele Menschen sollen Bilderbuchkino machen. Das Familienzentrum sucht Freiwillige, die es einmal ausprobieren möchten, mit Kindern mittels Buch und Beamer ins Gespräch zu kommen.

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Familienzentrum Wattstraße
Bürgerstiftung Berlin
Bilderbuchkino

Bilderbuchkino Wattstraße11.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

Warten auf die Straßenbahnlinie 10

Verspätungen Tram 10 BrunnenviertelMenschen aus dem Brunnenviertel baten uns, nachzufragen, warum die M10 öfter Verspätungen hat als im Frühjahr 2015. Und ob diese Verspätungen an der Verlängerung der Strecke zum Hauptbahnhof liegt. Die für einige vielleicht überraschende Antwort der BVG lautet: Die Tramlinie 10 ist nun minimal unpünktlicher geworden. Und seit der Verlängerung zum Hauptbahnhof sei es sogar besser geworden.

Die Pressestelle der BVG verweist auf die Statistik: "Die Pünktlichkeitsquote der Linie M10 hat sich von ca. 93 Prozent auf ca. 91 Prozent leicht verschlechtert." Gezählt wird in der Statistik die Anzahl der Verspätungen. Das heißt fünf Minuten Verspätung sind genauso eine Verspätung wie 10 Minuten Verspätung. Für viele Menschen zählt aber eher, wie lange sie auf die nächste Bahn warten müssen. Da wiegt eine längere Verspätung mehr als drei kleinere. Ob die Minuten der Verspätungen auf der Tramlinie 10 stark zugenommen haben, teilt die BVG nicht mit.

Der Grund der Verspätungen der Tram 10 auf der Bernauer Straße zwischen U-Bahnhof Eberswalder Straße und Hauptbahnhof hat nichts mehr der Verlängerung der Tram 10 bis zum Hauptbahnhof zu tun. Viele Menschen im Kiez glauben, dass die Verspätungen seit der Verlängerung zugenommen haben. Die Pressestelle der BVG sagt: "Im Gegenteil: Seit der Eröffnung der Neubaustrecke im August 2015 ist die Entwicklung der Pünktlichkeit auf der Linie tendenziell eher positiv."

Der wirkliche Grund dafür, dass von den 12 Bahnen in einer Richtung pro Stunde ein bis zwei verspätet fahren, liegt in den Baumaßnahmen in der Warschauer Straße. Das würde erklären, warum die Verspätungen von mehr Menschen gespürt werden. Immer wenn morgens und abends der Feierabendverkehr beginnt, steckt die M 10 im Abschnitt Friedrichshain fest. Darüber gibt es allerdings auch keine Statistik: Wieviele Menschen von Verspätungen betroffen sind. Denn eine Verspätung um 22 Uhr ist eher zu verkraften als eine während des Arbeitsweges.

Das heißt, solange in der Warschauer Straße gebaut wird, muss man 10 Minuten mehr für die Wege einplanen oder auf andere Routen ausweichen.  

Verspätung Tram 10 Brunnenviertel10.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

Holzzelt für Flüchtlinge

Schutzhütte Van Bo le-MentzelArchitekt und Designer Van Bo Le-Mentzel hat am Freitag, 9. Dezember, mit Schülern der Ernst-Reuter-Oberschule eine mobile Schutzhütte gebaut. Wie bei allen Erfindungen von Le-Mentzel geht es ihm darum zu zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, die Welt mit eigenen Händen zu verbessern. Das an einem Vormittag errichtete Holzzelt auf Rädern soll nächste Woche zum LAGESO gebracht werden.

A-House nennt Van Bo Le-Mentzel die mit den Schülern und Schülerinnen gebaute Version. A, weil die Form der Hütte an ein A erinnert. Und A, weil es der erste Versuch ist. Grundidee des Hauses ist, dass möglichst viel gesteckt und wenig geschraubt wird. Denn das Haus soll mobil sein; am besten wäre es, wenn es in Einzelteilen mit der U-Bahn transportiert werden könnte. Außerdem können durch Steckbauweise die Einzelteile später für andere Projekte verwendet werden. Zweites Ziel ist, dass die Schutzhütte im Baumarkt nicht viel mehr als 100 Euro kostet. Benötigt werden für das Minihaus acht Bretter mit den Abmaßen 40 mal 200 cm. Und acht Meter Kantholz. Dazu kommen Räder.

Anlass für den Entwurf des Zeltes sind Bilder aus dem Fernsehen vom Sommer und Herbst, die zeigten, wie Menschen auf dem Gelände des LAGESO übernachteten. Das Zelthaus aus Holz bietet Schutz vor Wind und Regen und vor dem kalten Erdboden. Da es auf Rädern steht, kann es jederzeit auf dem Gelände verschoben werden.

Lehrer Mario Bernert hat an der Ernst-Reuter-Oberschule die Koordination der Baus übernommen. Mit seinen Schülern und Schülerinnen einer Vorbereitungsklasse baute er am A-Haus mit. In Vorbereitungsklassen lernen Jugendliche ein Jahr lang vor allem Deutsch bevor sie dann in die Regelklassen wechseln. Von der Idee zum Bau einer mobilen Schutzhütte für Flüchtlinge war er sofort begeistert.

Der Bau der Schutzhütte fand im Rahmen der Schooltalks statt, die noch bis nächsten Freitag, 18. Dezember, an der Ernst-Reuter-Schule stattfinden. Schooltalks ist ein vom Quartiersmanagement mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördertes Projekt, bei dem Jugendliche das Leben nach der Schule kennen lernen.

Van Bo Le-Mentzel ist bekannt durch die von ihm entworfenen Hartz-IV-Möbel, dem Ein-Quadratmeter-Haus und der Kampagne Konstruieren statt Konsumieren.

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Hartz-IV-Möbel
Konstruieren statt Konsumieren
Van Bo Le-Mentzel

Schutzhütte Van Bo le-Mentzel Schutzhütte Van Bo le-Mentzel

Schutzhütte Van Bo le-Mentzel

9.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

Zur letzten Quartiersratssitzung kam Bruno

Quartiersratssitzung Brunnenviertel-AckerstraßeAm 26. November traf sich der Quartiersrat zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Vergabejury kam am 2. Dezember zum letzten Mal in 2015 zusammen. Bruno, das Maskottchen des Brunnenviertels, nahm die Gelegenheit wahr, um den Mitgliedern von Quartiersrat und Vergabejury zu danken.

Für die vier bis fünf Sitzungen pro Jahr gibt es für die Bürger kein Geld. Die Arbeit im Quartiersrat und in der Vergabejury ist Ehrenamt. Das heißt nicht, dass die Arbeit ohne Anerkennung bleibt. Den Quartiersmanagern im Vorort-Büro ist bewusst, dass ohne die Mitarbeit der Räte und der Mitglieder der Jury ein wichtiges Ziel nicht erreicht werden würde. Dieses wichtige Ziel ist die Stärkung der Nachbarschaft. Gemeint ist mit dieser Redewendung, dass die Menschen, die im Kiez leben Netzwerke bilden, sich informieren, sich für ihren Kiez interessieren und auch hier und da mitmachen. Am Ende der letzten Sitzung sagten die Manager den Bürgern - nicht durch die Blume, sondern durch Bruno - Danke.

Das Jahr 2016 steht schon vor der Tür. Nach Weihnachten und Jahreswechsel geht es weiter mit der Kiezarbeit. Die Vorbereitungen für das Projektjahr 2016 sind im Gange und waren auch Thema der letzten Quartiersratssitzung 2015.

Quartiersmanagerin Katja Seyfarth verlässt 2016 das Gebiet Ackerstraße und wechselt nach Reinickendorf und Marzahn, wo die studierte Stadtplanerin Aufgaben fand, die ihrer Ausbildung noch mehr entsprechen. Bislang konnte sie den Wechsel noch nicht persönlich allen mitteilen, da noch die letzten Zusagen ausstanden.

Die Vergabejury freut sich in 2016 auf mehr Anträge für kleine Projekte. Im Gebiet Brunnenviertel-Ackerstraße gibt es weniger Vereine und Institutionen als in anderen Gebieten. Deshalb gibt es auch weniger Anträge für kleine Projekte. Hier wird es 2016 wichtig werden, die Menschen noch stärker durch direkte Ansprache für Projektideen zu begeistern.

Letzte Quartiersratssitzung 2015 Brunnenviertel Ackerstraße Quartiersratssitzung

Quartiersratssitzung Brunnenviertel Ackerstraße 2015

04.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

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