Januar 2016

Chinesisches Neujahrsfest am 7. Februar

chinesisches Neujahrsfest 7. Februar 2016 Fo-Guang-Shan Tempel BrunnenviertelDer 8. Februar 2016 ist der erste Tag im Jahr des Affen. Zumindest nach dem chinesischen Kalender. Der Fo-Guang-Shan Tempel im Brunnenviertel feiert  dieses Ereignis am Abend des 7. Februar ab 22.30 Uhr. Wichtigster Teil dieses Abends ist ein Lichterfest. Interessierte Gäste sind zu dieser Feier gern gesehen.

Der Fo-Guang-Shan Tempel feiert das chinesische Neujahrsfest am Abend des 7. Februars 2016 ab 22.30 Uhr. Höhepunkt des Abends wird das Lichterfest sein. Assistentin Voung Voung sagt: "Es bringt Glück, als erste Handlung im neuen Jahr ein Räucherstäbchen anzuzünden und eine Glocke zu schlagen."

chinesisches Neujahrsfest 7. Februar 2016 Fo-Guang-Shan Tempel BrunnenviertelGäste sind an diesem Tag (und auch zu anderen Zeremonien) gern gesehen. Wichtige Regeln sind: Im großen Saal ist der Mittelgang für die beiden Meisterinnen Miao Yi Shih und Youming Shih reserviert. Den großen Saal betritt man nicht durch die größer Mitteltür, sondern durch die beiden schmaleren Seitentüren. Es wird erwartet, sich im Tempel ruhig und respektvoll zu bewegen. Eine Fotoerlaubnis ist bei einer der beiden Meisterinnen einzuholen.

Das chinesische Neujahrsfest wird in vielen Ländern Asiens gefeiert und ist dort oft der wichtigste Festtag im Jahr. Der buddhistische Tempel in der Ackerstraße 85-86 feiert den Jahreswechsel vom 7. auf den 8. Februar ebenfalls, auch wenn es sich nicht um einen buddhistischen Feiertag handelt. Der wichtigste buddhistische Feiertag ist Vesakh. Mit diesem Fest wird Buddhas Geburtstag gefeiert. 2016 fällt dieses Fest auf den 21. Mai.

Das Jahr 2016 ist nach chinesicher Auffassung das Jahr des Affen (Hou). Die Seite www.chinaundreisen.com informiert über das chinesische Tierkreiszeichen Affe.

Am Sonntag, 7. Februar, entfällt die regelmäßige Zeremonie zugunsten der Abendveranstaltung. Die nächste religiöse Zeremonie im Fo-Guang-Shan Tempel (zu der interessierte Gäste willkommen sind) findet am 14. Februar um 11 Uhr statt. Der Fo-Guang-Shan Tempel in der Ackerstraße bekennt sich zum Zen-Buddhismus. Seit 1998 nutzt die Gemeinde den Tempel im Brunnenviertel. Zuvor befand sich ihr Tempel in Tegel.

Außerhalb des Brunnenviertels gibt es in Berlin vom 11. Februar bis 13. Februar am und im Hauptbahnhof ein umfangreiches Programm zum Chinesischen Neujahrsfest mit Abschlussfeuerwerk und Glücksdrachen.

LINKS
Die Webseite des Fo-Guang-Shan Tempel und die Facebook-Seite.
Weitere Fotos vom Tempel auf Facebook ohne Anmeldung sichtbar.
Das Jahr des Affen auf www.chinaundreisen.com.
Informationen zum chinesischen Neujahrsfest auch auf www.kleiner-kalender.de.
chinesisches Neujahrsfest 7. Februar 2016 Fo-Guang-Shan Tempel Brunnenviertel

31.01.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Newsletter 01 "Richtfest im Brunnenviertel" erschienen

Newsletter 01 2016 BrunnenviertelDer Neubau im Brunnenviertel nimmt Fahrt auf, Ideen für den Aktionsfonds werden gesucht, Bericht von der Präsentation der KiezGeschichten, das Projekt Wir im Brunnenviertel, älteste Bewohnerin des Brunnenviertels feiert Geburtstag, Mitbestimmung in der Vineta-Grundschule und die neue Mitarbeiterin Pia Kaiser. Das sind die Themen des ersten Newsletters aus dem Brunnenviertel.

Der Newsletter wird verschickt von den beiden Quartiersmanagements im Brunnenviertel: Brunnenviertel-Ackerstraße und Brunnenviertel-Brunnenstraße.

Als PDF ist der Newsletter abrufbar durch Klick auf das Wort hier.

Vorhergehende Newsletter sind im Archiv gespeichert.

Um den Newsletter zu erhalten, schreiben Sie eine kurze E-Mail an: newsletter-brunnenviertel@berlin.de.

Newsletter 01 2016 Brunnenviertel30.01.2016

Andrei Schnell

Brunnenviertel digital - Tablets für die Gustav-Falke-Schule

Brunnendigital Übergabe Gustav-Falke-GrundschuleAm 26. Januar wurden der Gustav-Falke-Grundschule 25 Tablets überreicht, die von der Schulleiterin Frau Gryczke freudig entgegen genommen wurden. Die Tablets können bald in allen 6. Klassen im Unterricht eingesetzt werden. Im Vorfeld erhalten alle Lehrerinnen, die im Unterricht damit arbeiten möchten, eine Fortbildung und werden darüber hinaus noch bis Ostern beim Einsatz der Geräte im Unterricht begleitet. Die Einführung der Tablets in der Schule ist ein Baustein des Projektes "Brunnenviertel digital".

Das Projekt "Brunnenviertel digital" wird im Rahmen des Programms Soziale Stadt gefördert. Ziel ist es, die Medienkompetenz zu fördern, für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und gleichzeitig den sinnvollen Umgang im Stadtteil aufzuzeigen. Neben der Einführung der Tablets umfasst das Projekt noch weitere Bausteine.Brunnendigital Übergabe Gustav-Falke-Grundschule

Bald wird im Rahmen des Projektes ein Touchscreen im Familienzentrum Wattstraße eingerichtet, um Eltern für verschiedene Themen zu sensibilsieren und Informationsquellen aufzuzeigen. Auch sind dort weitere offene Beratungsangebote zur Mediennutzung für Eltern und Kinder geplant. Wer konkrete Anliegen hat, kann sich dort melden. Auch an den Schulen finden noch weitere Angebote für Eltern sowie Multiplikatorenschulungen statt.

Träger des Projektes ist Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, dessen Azubis unter anderem bei der Einrichtung der Tablets in der Schule eingebunden werden. Die Fortbildungen werden vom Kooperationgspartner WeTeK Berlin gGmbH durchgeführt.

Brunnendigital Übergabe Gustav-Falke-Grundschule

 

Kinder entdecken ihren Stadtteil

Kiezgeschichten BrunnenviertelKindermund tut Wahrheit kund, sagt das Sprichwort. Zu Wort kamen Kinder im Projekt KiezGeschichten. In 12 Wochen entdeckten Schüler und Schülerinnen der 3. Klasse der Vineta-Grundschule das Brunnenviertel. Die Sicht der Kinder auf den Kiez stand in dem Projekt immer im Mittelpunkt. Was die Kinder unternommen hatten, zeigten sie in einer Aufführung am Freitag, 22. Januar, im Olof-Palme-Zentrum.

Gefeiert wurde der Abschluss des ersten von vier Durchgängen des Projekts "KiezGeschichten". Die ersten 12 Kinder aus dritten Klassen der Vineta-Grundschule hatten das Freizeit-Eck in der Graunstraße, Radio Alex in der Voltastraße, die Gleim-Oase, den Mauersegler im Mauerpark und viele weitere Stationen im Kiez besucht. In ihrer Show im Vorraum des Olof-Palme-Zentrums stellten sie ihre Erlebnisse auf einer Bühne dar. Eltern und Gäste waren begeistert. Nach der etwa einstündigen Aufführung gab es Kekse und Saft für alle.

KiezGeschichten BrunnenviertelDer Funke der Begeisterung, der bei den Kindern ganz offensichtlich gezündet hatte, sprang auch auf das Publikum über. Das Ziel des spielerischen Lernens wurde in diesem Projekt erreicht. Die Schulkinder haben im ersten Schulhalbjahr nicht nur ihren Stadtteil kennen gelernt. Sie haben Selbstvertrauen getankt bei Interviews mit Menschen auf der Straße, sie haben durch eine eigene Sendung einen Radiosenders von innen erlebt, sie haben durch Treffen mit aktiven Menschen des Brunnenviertels gesehen, wie man etwas für seinen Kiez tun kann.

Begeistert von dem Projekt ist offenbar auch Erzieherin Anett Thiel an der Vineta-Grundschule. Sie hat alle Termine außerhalb der Schule begleitet. Dadurch wurde das Lernen an außerschulischen Lernorten erst möglich.

KiezGeschichten ist eine Projekt von KiezConnections. Zu dieser Initiative haben sich die Theaterpädagogen Gina Linde und Jenny Eschweiler, sowie Puppenspielerin Elena Raquet zusammengefunden. Ebenfalls im Team ist die Netzwerkerin Evelyne Leandro. In ihrem Konzept schreiben sie, dass Kinder Geschichten aus dem Einzugsbereich der Schule zusammentragen. Dabei werden "verschiendene Kunstformen eingesetzt, wie Fotografie, klassisches Geschichtenerzählnen, Interviewtechniken, szenische Darstellung und bildende Kunst".

Das Projekt "KiezGeschichten" wurde 2012 vom Quartiersrat Brunnenviertel-Brunnenstraße ausgewählt. Im Jahr 2014 hat der Quartiersrat beschlossen, das Projekt um zwei Jahre verlängern. Gefördert wrid das Projekt aus dem Projektfonds mit Geld aus dem Programm Soziale Stadt. Geplant sind vier Schulhalbjahre mit jeweils zwölf Kindern. 

LINKS
Webseite des Projekts KiezGeschichten
Weitere Fotos auf Facebook ohne Anmeldung sichtbar
Was ist ein Quartiersrat?

KiezGeschichten Brunnenviertel

25.01.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Große Veränderungen im Familienzentrum 2016

Newsletter Familienzentrum 2016Das Familienzentrum in der Wattstraße hat Anfang Januar den aktuellen Newsletter verschickt. Die wichtigste Nachricht ist, dass ein weiteres Gebäude errichtet wird. Der gewonnene Platz soll für Beratungsräume, aber auch für ein Familiencafe genutzt werden. Aber auch der aktualisierte Wochenplan findet sich im ersten Newsletter des Jahres 2016 .

Am 13. September 2010 wurde das Familienzentrum Wattstraße eröffnet. In den letzten Nach fünf Jahren ist die Nachfrage nach den Angeboten stark gewachsen. Der neue Platz im neuen Bau wird dringend benötigt. Der Neubau soll auf der freien Fläche in Richtung gelben Zaun an der Wattstraße entstehen.

Der neuen Wochenplan umfasst neben Deutschkursen der Volkshochschule wieder verschiedene künstlerische Familienangebote, Frauenfrühstück oder das mehrsprachige Bilderbuchkino.

Am 27. März wird es auf den Terrassen der Himmelfahrtskirche im Rahmen des Interkulturellen Dialogs ein Osterbrunch geben.

Neu im Programm ist die Malstunde für Familien. Immer dienstags von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr lädt Anna Wallentin ein, verschiedene Maltechniken auszuprobieren.

Das PDF des Newsletter kann durch Klick auf das Wort hier heruntergeladen werden.

Newsletter Familienzentrum Wattstraße19.01.2016

Text: Andrei Schnell

Grafik: Familienzentrum Wattstraße

Austausch in der Bücherbox

Bücherbox HusittenstraßeBegraben unter Geschenken vergisst es sich über Weihnachten schnell, wie leicht es ist, anderen Menschen eine Freude zu machen. Die Bücherbox in der Hussitenstraße vor dem Parkhaus macht offenkundig vielen Menschen im Brunnenviertel Freude. Beim täglichen Weg zum Einkauf lässt sich beobachten, wie Bücher ihren Besitzer wechseln und neuen Lesern Lesefreude bereiten.

Ende 2015 wurde die alte Telefonzelle in der Hussitenstraße beschädigt. Aus dem Aktionsfonds war sie zuvor mit Mitteln der Sozialen Stadt in eine Bücherbox verwandelt worden. Dank Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft Degewo konnte die Fensterscheibe vor einigen Wochen wieder eingesetzt werden. Und auch viele Menschen aus dem Brunnenviertel unterstützten den Wunsch nach einer Reparatur.

Im Januar dieses Jahres war zu beobachten, wie die Bücherzelle nun wieder gut genutzt wird. Bücherspenden des Kiezreporters waren innerhalb weniger Tage ausgetauscht. Es gab immer eine gute Auswahl an Büchern in der Bücherbox.

Eine Bücherbox benötigt Kümmerer. Das sind Menschen, die regelmäßig nach dem Rechten sehen. Die Bücherbox in der Hussitenstraße hat offenkundig sehr fleißige Kümmerer. Deshalb dankt das Vorort-Büro diesen Heinzelmännchen einmal ausdrücklich.

Bücherboxen gibt es in Berlin und in Wedding zahlreiche. Das Prinzip des Büchertauschs besteht darin, dass Nutzer des Box ein ausgelesenes Buch mitbringen und gegen ein anderes Buch in der öffentlich zugänglichen Bücherbox austauschen. Auf diese Weise ist die Box jeder Zeit gefüllt und gute Bücher finden mehrere Leser. Man kann sagen: Auf diese Weise vermehreren die Bücher die Lesefreude.

Die Kümmerer der Bücherbox in der Hussitenstraße betreiben eine Facebook-Seite mit sporadischen Informationen.

LINKS
Die Bücherbox auf Facebook

Bücherbox Hussitenstraße

19.01.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Neue Quartiersmanagerin im Team

Pia KaiserDas war ein guter Start ins neue Jahr für das Team im Vorort-Büro in der Jasmunder Straße. Verstärkung Pia Kaiser arbeitet seit dem 1.1. im Team und wird sich unter anderem um den Bereich Aktionsfonds kümmern. Der Aktionsfonds bietet ein einfache Möglichkeit, kleinere Projekte zur Stärkung der Nachbarschaft umzusetzen.

Das Team der festangestellten Mitarbeiterinnen im Vorort-Büro besteht nun aus Projektleiterin Safak Yildiz, Quartiersmanagerin Sabine Hellweg und und Quartiersmanagerin Pia Kaiser. Unterstützt wird das Team vom Kiezreporter Andrei Schnell und von studentischen Hilfskräften.

Das Team freut sich auf die Arbeit mit den Nachbarn und Menschen im Kiez und auf viele konstruktive Ideen und Gespräche in 2016.

Sabine Hellweg, Pia Kaiser, Safak Yildiz, Quartiersmanagement Brunnenviertel Ackerstraße Team18.01.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Älteste Einwohnerin Mittes feiert Geburtstag im Brunnenviertel

Ihren 108. Geburtstag feierte Hedwig Heberlein, Bewohnerin der Pflegeabteilung des Lazarus-Haus-Berlin. Seit 8 Jahren lebt die möglicherweise älteste Berlinerin im Brunnenviertel. Im vierten Stock des Pflegeheims an der Bernauer Straße lebt sie auch mit 108 Jahren noch in großem Maße selbtständig. Zuvor lebte sie viele Jahrzehnte in Kreuzberg und Rudow. Mit einem mitleidigen "Sie haben ja so kalte Hände", begrüßte sie ihre Gäste.

Die Hochbetagte ist eine von rund 1.400 Berlinern und Berlinerinnen, die derzeit über 100 Jahre alt sind. In Mitte ist sie nach Auskunft von Bezirksbürgermeister Christian Hanke "definitiv die älteste Einwohnerin" - vielleicht ist sie sogar die älteste Berlinerin überhaupt. Geboren wurde sie am 16. Januar 1908 in Pommern. Mit 17 Jahren kam sie nach Berlin und wurde bei einem Bäckermeister der Verwandtschaft zur Bäckerin ausgebildet. Mit 27Jahren wurde sie zum ersten Mal Mutter und es war klar, dass sie von da an Hausfrau sein würde. Ihr Mann entschied: "Meine Frau arbeitet nicht". Eine Frage der Ehre in den 30er Jahren. Ein Straßenbahnfahrer hatte zu zeigen, dass er seine Familie ernähren kann. So ging Statusdenken in einer Zeit ohne Autos.

1941 siedelte sie mit ihren Kindern nach Westpreußen, nur um im Januar 1945 auf einem vierwöchigen Trek wieder nach Berlin zurückzukehren. Sie lebte in West-Berlin. Noch mit 98 Jahren ging sie auf einer fahrenden Rolltreppe die Stufen hinab. Nach einem Leben als "Wanderin", die immer gern in der Natur war, kam abwarten offenbar für sie nicht in Frage. 

Von ihren vier Kindern kam zum Jubiläum die 81jährige Tochter. Auch Heimbewohner gratulierten. Offizielle Gäste waren Bezirksbürgermeister Christian Hanke und der Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Martin Wulff. Die Stiftung ist Träger des Lazarus-Haus-Berlin.

LINKS
Weitere Fotos auf Facebook (auch ohne Anmeldung)
Lazarus-Haus

16.01.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Richtfest für Neubau der Degewo

Richtfest Gleimstraße Graunstraße Brunnenviertel degewoDas Eckgebäude Graun- und Gleimstraße ist im Rohbau fertig - die Wohnungsbaugesellschaft Degewo feierte am Montag, 11. Januar, Richtfest. Noch in diesem Jahr wird der Trockenbau fertig werden und die ersten Mieter können 2016 einziehen. Zum Richtfest kamen neben der Vorstandsvorsitzenden der Degewo, Kristina Jahn, auch Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel.

Die 104 neuen Wohnungen sind barrierearm, einige der Mietwohnungen sind komplett barrierefrei. Die Wohnungen sind eher klein, aber sind keine Miniwohnungen, wie beim geplanten privaten Neubau in der Brunnenstraße 123. Die kleinsten Wohnungen umfassen immer noch 34 Quadratmeter.

Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel richtete an die Zuhörer den Apell, für Neubau in Berlin auch öffentlich einzutreten. "Die schweigende Mehrheit ist nur dann eine Mehrheit, wenn sie nicht schweigt", sagte der Senator. Möglicherweise hatte er bei diesen Worten unausgesprochen auf den Streit um die Bebauung des nördlichen Endes des zusätzlichen Mauerparkfläche verwiesen. Kristina Jahn, im Vorstand der Degewo, erklärte: "Das Baurecht ist das Fundament für Neubau".

14 Millionen Euro wird die Degewo für das neue Mietwohnhaus an der Graunstraße ausgeben. Eine Million entfiel auf den Abriss des Seniorenhauses auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück. Das Seniorenwohnhaus war aufgrund von Asbest nicht mehr bewohnbar. Die Nebenkosten für Planung und Gebühren belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Der eigentliche Bau kostet 11 Millionen Euro. Die Baukosten lagen über 1400 Euro pro Quadratmeter (ohne Grunderwerbskosten und Planung), weil die Wohnungen noch nicht mit abgesenkten Standards errichtet wurden. Das heißt: Die Wohnungshöhe liegt bei 2,75 Meter und nicht bei 2,50 Meter. Alle Wohnungen haben Balkon. Alle Wohnungen sind barrierearm, einige auch barrierefrei.

Der Neubau wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert, so dass 34 Wohnungen mit 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden können. Die Durchschnittsmiete wird allerdings bei knapp 10 Euro pro Quadratmeter liegen. Dafür haben diese Mieter und Mieterinnen dann Blick auf den Mauerpark.

Wohlfühlen werden sich alle zukünftigen Mieter und Mieterinnen. Vor der Haustür befindet sich die von Dunja Berndt und Holger Eckert liebevoll und noch immer ehrenamtlich gepflegte Gleim-Oase. Im Innenhof wird es viel Grün geben und der erweiterte Mauerpark ist nah. Bemerkenswert sind auch die großen Balkone für alle Wohnungen.   

Einige Menschen im Brunnenviertel hatten auf einen weiteren Supermarkt gehofft. Auch für das benachbarte Gleimviertel wäre einem Supermarkt nicht abgeneigt gewesen. Doch Roger Bollinger, einer der Architekten des Neubaus, verwies darauf, dass dann 25 Parkplätze nötig geworden wären. Für eine solche Anzahl an Parkplätzen war kein Platz vorhanden. Deshalb habe man sich für mehrere kleinere Geschäftseinheiten entschieden.

LINKS
Beschreibung des Neubaus durch die Degewo
Beschreibung des Neubaus durch Architekturbüro Bollinger+Fehlig Architekten
Architekturbüro Bernrieder Sieweke-Lagemann

Richtfest Degewo Grauntraße Gleimstraße Brunnenviertel Richtfest Degewo Grauntraße Gleimstraße Brunnenviertel
Richtfest Degewo Grauntraße Gleimstraße Brunnenviertel Richtfest Degewo Grauntraße Gleimstraße Brunnenviertel

Richtfest Degewo Grauntraße Gleimstraße Brunnenviertel13.01.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

9-Punkte-Plan im Brunnenviertel vorgestellt

Geisel stellt 9 Punkte Plan vorNur wenige Tage nach dem Richtfest in der Graunstraße kam der Senator für Stadtentwicklung, Andreas Geisel, noch einmal in den Rohbau der Degewo. Am Montag, 18. Januar, stellte der Senator einen 9-Punkte-Plan vor. Überschrieben ist der Plan mit "Mehr Berlin".

Der Plan beschreibt kurzgefasst Schritte, die nötig sind, um mehr Neubau zu erreichen. An erster Stelle steht der Punkt zusätzliche Bauflächen. Baurecht soll schneller geschaffen werden, indem mehr Mitarbeiter in den entsprchenden Verwaltungen eingesetzt werden. In Punkt sechs kommt auch der bezahlbare Wohnraum zur Sprache.

Der vollständige Plan "9 Punkte für Wohnungsneubau und soziale Mietenpolitik" kann als PDF von den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung oder durch Klick auf das Wort hier heruntergeladen werden.

LINKS
Der 9-Punkte-Plan

 

25.01.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Seiten