April 2016

Ausstellung "Der Klimawandel ist schon da"

Ausstellung Klimawandel ist schon da Gustav Falke GrundschuleRegina Hoppe, Grundschullehrerin an der Gustav-Falke-Grundschule, lädt Familien und Freunde von Schülern und Schülerinnen ein zu einer Ausstellungs-Eröffnung. Die Ausstellung im Erdgeschoss der Schule trägt den Titel "Der Klimawandel ist schon da - wie passen wir uns an?" Am 4. Mai um 14.45 Uhr beginnt die feierliche Eröffnung.

Neben einführenden Worten gibt es ein kleines Theaterstück. Es heißt "Tiere auf dem Schulhof". Die Eltern der fünften Klasse bereiten ein Buffet vor. Eingeladen sind alle, die sich für das Thema Kiez und Klima interessieren.

Weiter Informationen sind erhältlich unter Telefon 030 - 467 77 99 60.

Kiez Klima Gustav Falke Grundschule  27.04.2016

Text: Andrei Schnell

Foto und Grafik: Gustav-Falke-Grundschule

Am Sonnabend ist Flohmarkt

Flohmarkt im Olof Palme Zentrum 23 April 2016Diesen Samstag, 23. April, werden auf dem erste Flohmarkt der Reihe 2016 im Brunnenviertel die Tische aufgestellt. Getrödelt wird im Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28 von 14 bis 18 Uhr. Der Kauf und Verkauf von Nachbar zu Nachbar findet im Vorraum des Zentrums statt. Zeitgleich können kostenlos Spiele ausgeliehen werden.

Die Flohmärkte "sollen die Nachbarschaft stärken", wie der Veranstalter Hussein Chahrour schreibt. Die Flohmärkte richten sich demzufolge an Bewohner und Bewohnerinnen des Brunnenviertels. Im Vordergrund steht neben der Schnäppchenjagd, mit Menschen aus dem Kiez ins Gespräch zu kommen.

Außerdem bringt bwgt e.V. die Spielekiste mit. Kostenlos können an diesem Tag Bälle, Kellen und Sportspiele ausgeliehen werden. Die Kiezsportlotsin Susanne Bürger von bwgt e.V. berät wieder über Sport- und Bewegungsmöglichkeiten im Brunnenviertel und im Wedding. 

Für die folgenden Termine können sich Freizeit-Händler noch anmelden:

2. Flohmarkt mit Kiez-Wahlfest in der Strelitzer Straße zwischen Bernauer- und Stralsunder Straße am 09.07.2016 von 15.00 – 19.00 Uhr. Kostenfrei.

3. Flohmarkt im Familienzentrum WattstrasseWattstrasse 16 am 17.09.2016 von 10.00 – 14.00 Uhr. Gebühr: fünf Euro.

Das Projekt Flohmarktreihe wurde vom Quartiersrat ausgewählt und mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

Flohmarkt im Olof Palme Zentrum 23 April 2016

21.04.2016

Text und Foto oben: Andrei Schnell

Foto unten: Dominique Hensel

Wahllexikon: Was ist ein Quartiersrat?

Sitzung QuartiersratVom 4. bis 9. Juli 2016 werden im Brunnenviertel der Quartiersrat und die Aktionsfondsjury gewählt. Das "Lexikon der Stadtteilwahl 2016" erklärt dieses Mal: Was ist ein Quartiersrat? Zusammengefasst ist ein Quartiersrat eine gewählte Versammlung von Bürgern eines Stadtteils, die gemeinsam entscheiden, welche Projekte gefördert werden sollen.

Die Webseite www.quartiersmanagement-berlin.de erklärt den Begriff Quartiersrat so: "Der Quartiersrat ist die Interessenvertretung der Kiezbewohnerschaft. Er setzt sich aus Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Institutionen aus dem jeweiligen Gebiet zusammen." Das heißt, der Quartiersrat ist ein Gremium, der zu Hälfte aus gewählten Bewohnern und Bewohnerinnen und zur Hälfte aus Vertretern von Einrichtungen besteht. Einrichtungen sind Vereine, Initiativen oder Institutionen wie Schulen oder Kindergärten. Auch die Vertreter der Einrichtungen werden gewählt.

Der Quartiersrat entscheidet mit über größere Projekte. Das sind Projekte, die in der Regel eine Laufzeit von rund zwei Jahren haben und deren Bedarf im Entwicklungs-und Handlungskonzept des Gebietes benannt ist.  Die Fördersumme pro Projekt kann zwischen 5.000 und 50.000 Euro liegen. Über die Förderfähigkeit von Projekten entscheidet vorab die Steuerungsrunde. Diese setzt sich zusammen aus den Vertreter_innen von Senatsverwaltung und Bezirksamt, Quartiersmanagement und Quartiersrat. Diese Beschreibung zeigt, dass die Mitarbeit im Quartiersrat komplexer ist als die Mitarbeit in der Aktionsfondsjury.

Wer als Bewohner_in im Quartiersrat mitarbeiten möchte, muss im Gebiet Brunnenviertel-Ackerstraße wohnen. Die Institutionen, die im Quartiersrat vertreten sind, werden gesetzt. Wählen dürfen alle Menschen, die im Gebiet wohnen oder arbeiten. Bis zum 10. Juni können sich Interessierte als Kandidat_in aufstellen lassen.

Alle Details zur Arbeit eines Quartiersrats sind geregelt in einer berlinweiten Geschäftsordnung.

Sitzung Quartiersrat Brunnenviertel29.04.2016

Text und Foto: Andrei Schnell
 

 

Erster Workshop des Projekts "Zufrieden alt werden"

Stadtradt Stephan von Dassel beim Projekt Zufrieden im AlterDas Projekt "Zufrieden im Alter" veranstaltete in der Begegnungsstätte einen rund zweistündigen Workshop für Senioren. Stadtrat Stephan von Dassel eröffnete die Veranstaltung, auf der über die Wünsche der Älteren für das Brunnenviertel diskutiert wurde. Rund 40 Gäste waren in die Stralsunder Straße 6 gekommen. Das Folgetreffen zur Umsetzung der Ideen ist am Montag, den 2. Mai um 15 Uhr am gleichen Ort. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Der Stadtradt für Soziales und Bürgerdienste, Stephan von Dassel, sprach in seiner Eröffnung darüber, wie wichtig gute Nachbarschaften auch und gerade für ältere Menschen sind.

Eingeladen zum Austausch hatte das Projekt "Zufrieden alt werden im Brunnenviertel". In mehreren Arbeitsgruppen wurden über die Wünsche der Senioren und Seniorinnen diskutiert. Türöffner für die drei Gruppen war die Frage: Was ändert sich im Leben mit dem Austritt aus der Arbeitswelt? 

Dorothea Reinhardt vom Projekt Zufrieden im AlterDorothea Reinhardt leitet das Projekt "Zufrieden im Alter im Brunnenviertel". In ihrer Startrede gab sie einen Überblick über den Verein "Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand e.V." und über die Situation älterer Menschen. Sabine Hellweg vom Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße sagte, dass es wichtig ist, Projekte für Senioren und Seniorinnen zu fördern. Margot Visser berichtete anschaulich und mit praktischen Beispielen über die Seniorengruppe, in der sie seit 24 Jahren mitarbeitet. 

Das Projekt "Zufrieden alt werden im Brunnenviertel" wurde vom Quartiersrat ausgewählt und wird mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

LINKS
Auf einer Webseite stellt sich der Verein "Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand e.V." vor.
Die Webseite des Bezirskamt stellt die Aufgaben des Stadtrats Stephan von Dassel vor.

 

Informationen

Projekt Zufrieden im Alter in der Begegnungstätte Stralsunder Straße 6

19.04.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Gemischt oder entmischt? Staatssekretär diskutiert

Mark Rackles Staatssekretär Gustav Falke GrundschuleAuf der einen Seite finden sich die Eltern wieder, die bestimmte Schulen als entmischt ansehen. Indem sie deshalb ihre Kinder an anderen Schulen anmelden, treiben sie die Entmischung voran. Auf der anderen Seite finden sich die Schulleiter dieser bestimmten Schulen wieder. Sie ringen nach Konzepten, um die Mischung an ihren Schulen zu erhalten. Am Montag, 18. April, wurde ab 19 Uhr in der Gustav-Falke-Grundschule über Mischung und Entmischung diskutiert. Prominenter Gast war Mark Rackles, Staatssekretär in der Bildungsverwaltung.

Bildung unter dem Motto Wettbewerb oder unter dem Motto Solidarität?

Bei der Diskussion in der Gustav-Falke-Grundschule am Montagabend (18. April) von 19 bis 21 Uhr sagte Staatssekretär Mark Rackles, dass er dem Modell der Gustav-Falke-Grundschule "zunächst skeptisch gegenüber gestanden hat" und das Modell "nur als eine temporäre Lösung angesichts einer besonderen Situation sieht". Aus landespolitischer Sicht könne es keine Lösung sein, dass sich "einzelne Schulen um andere Eltern bemühen; denn diese fehlen dann an anderen Schulen". Die Schulleiterin der Gustav-Falke-Grundschule, Sabine Gryczke, argumentierte, dass "uns die Eltern weggelaufen sind. Die Schule war vor einigen Jahren am Ende." Damit war das Problem rund um Mischung und Entmischung umrissen: Wettbewerb oder Solidarität?

Profil-Schule

Solidarität zeigt sich zum Beispiel in der Wortwahl. Der Staatssekretär sagte: "Wir sollten bei der Wortwahl aufpassen und nicht von Problemschulen, sondern von Bonusschulen sprechen." Anwesende Mütter sehen sich aber unfreiwillig in einem Wettbewerb versetzt: "Wir leben in einer leistungsbetonten Gesellschaft, da werden Eltern nicht plötzlich ihre eigenen Kinder ausklammern. Wenn es um die Einschulung geht, dann bricht der Wahnsinn aus." Aber die Mütter sehen den Wettbewerb nicht nur als Bedrohung, sondern sehen in ihm auch Chancen, was sich darin zeigt, das sie sich über den "Schein-Sprengel und mit der Schein-Schulwahl" ärgerten. Offenbar wünschen sie eine freie Schulwahl. Mark Rackles dagegen argumentierte für die Seite Solidarität: "Wenn alle Schulen wie die Gustav-Falke-Grunschule ein Profil bekommen, dann ist dies kein Wettbewerbsvorteil mehr und alles geht von vorn los." Er sagte, dass "die Mittelschicht sich Problemlagen entziehe, indem sie Einzugsbreiche durchbreche, Europaschulen bevorzuge, Privatschulen nutze oder eben Profil-Schulen wie die Gustav-Falke-Grundschule nutze". Es könne nicht sein, "dass Leistung in einem Schulfach, zum Beispiel in Deutsch, über die Aufnahme in einer Grundschule entscheide."

Birgit zur Nieden Gustav Falke GrundschuleSchulen aus Sicht der Forschung

Als Forscherin war Dr. Birgit zur Nieden geladen. Sie sagte, dass Schulen in Kreuzberg und Neukölln auf drei Arten reagieren würden, wenn sich ihre Klassen entmischten. Entweder sie nehmen die Entmischung hin oder sie streben wieder die Mischung an oder sie würden parallele Klassen mit unterschiedlichen Angeboten anbieten. Mit entmischten Klassen waren Klassen gemeint, in denen nur noch sehr wenige deutsche Kinder lernen. Sie sagte dabei, dass Schulen, die die Entmischung hinnehmen nicht automatisch Schulen seien, die resignieren würden, in dieser Kategorie seien auch Schule, die die Herausforderung annähmen.

"nicht deutsche Herkunft"

Mark Rackles ließ durchblicken, dass er zur Beurteilung einer Schule das Kriterium "nicht deutscher Herkunft (ndh)" als ungünstig ansieht, weil es nichts über die Bildungsnähe der Eltern aussagt. Eine Mutter stimmte zu; auch sie lehne das Merkmal "nicht deutscher Herkunft" ab, allerdings tat sie dies aus einem anderen Grund als der Staatssekretär: Obwohl ihr Kind "ndh" sei, sei es "Außenseiter gewesen, weil es das einzige arabische Kind in einer türkischen Klasse gewesen sei." Außerdem fragte sie, wo sie in der Statistik zu finden sei, da sie und ihr Mann Akademiker seien, beide sehr gut deutsch sprächen ("so dass unsere eigene Sprache leider verloren geht") und sie bereits selbst deutsche Schulen besucht hätten.

Nawi-Klassen an der Gustav-Falke-Grundschule

Zwei Mütter, die ihre Kinder aufgrund des Modells der Nawi-Klassen an der Gustav-Falke-Grunschule eingeschult hätten, sagten, den Ausschlag zugunsten der Gustav-Falke-Grundschule habe am Ende gegeben, dass die Schule ihnen gegenüber offen und mit dem Willen zur Veränderung aufgetreten sei.

Das Modell der Nawi-Klassen an der Gustav-Falke-Grundschule wird oft falsch zusammengefasst, sagte Schulleiterin Sabine Gryczke. Es gehe ihr nicht darum, "Leistungsträgerklassen" oder "deutsche Klassen" aufzumachen. In ihrem Schulversuch habe die Gustav-Falke-Grundschule vielmehr drei Forderungen von Eltern aufgenommen: erstens: für ein deutsches Sprachumfeld zu sorgen, zweitens: Englisch von Anfang anzubieten und drittens: verstärkten naturwissenschaftlichen Unterricht einzuführen.

Grundschule am Arkonaplatz in der Kritik

Eine unerwartete Wendung nahm die Diskussiom um Solidarität und Wettbewerb, als Schulleiterin Sabine Gryczke mit bewegter Stimme berichtete, dass die nahe gelegene Arkona-Grunschule in Alt-Mitte vier Jahre alte Anmeldeadressen nutze, um Eltern anzuschreiben und abzuwerben, indem sie einen Schulplatz anbiete. Das sei ein unsolidarisches Verhalten und an die Kinder derjenigen Eltern, die nicht angeschrieben würden, ein Signal, dass sie abgehängt seien.

Die Diskussion, zu der rund 30 Eltern kamen, hatten die Veranstalter "Mitte oder Wedding? Welche Schule für mein Kind?" genannt. Die Veranstalter Maja Lasic (SPD) und Astrid Hollmann (SPD) sagten, der Titel solle die sperrige Formulierung Segregation in der Bildung übersetzen. Das Wort Segregation allein heißt abtrennen, teilen oder absondern. Schulleiterin Sabine Gryczke sieht die Gustav-Falke-Grundschule auf einem guten Weg, wieder eine gemischte Schule zu werden - also eine Schule zu sein, die dabei ist, die Segregation zu überwinden.

LINKS
Mark Rackles ist einer von drei Staatssekretären in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und damit nach Senatorin Sandra Scheeres der wichtigste Entscheidungsträger in der Berliner Bildungsverwaltung. Die Senatsverwaltung veröffentlicht auf ihrer Webseite offizielle Informationen über den Staatssekretär Mark Rackles.
Eine Selbstdarstellung der Gustav-Falke-Grundschule erklärt das Schulprofil anhand der Nawi-Klassen.
Wikipedia sucht Experten, die einen Eintrag zum Begriff Segregation (Pädagogik) schreiben.
Die Webseite der Humboldt-Universität stellt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Birgit zur Nieden vor.

Gustav Falke Grundschule

18.04.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Das Projekt Bewegungsfreiräume

Projekt BewegungsfreiräumeDer Verein Rollers e.V. will im Projekt "Bewegungsfreiräume" für das Brunnenviertel eine Datenbank erstellen, die schnell Antworten gibt auf die Frage, wo sich im Kiez mit einfachen Mitteln effektiv Verbesserungen für Rollstuhlfahrer erreichen lassen. Der Vorsitzenden von Rollers e.V., Alex Koch, hat 2014 bei einem Vorort-Termin mit einer Mitarbeiterin der Degewo gemerkt, das viele Hindernisse für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, gar nicht bewusst errichtet sind. 

"Manche Hindernisse sind mickrig, aber sie haben gewaltige Auswirkungen für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren. Oft hat einfach niemand daran gedacht", fasst Alex Koch seine Eindrücke zusammen. Er erinnert sich an die Verschönerung der Promenade auf der Brunnenstraße durch die Degewo 2014. Damals wandte er sich an die Stadtteilmanagerin der Degewo. Das war 2014 Elaine Huwe. Er zeigte ihr, dass es aus seiner Sicht ein Fehler gewesen ist, die Bänke vom Fußweg auf die nur wenig erhöhten ehemaligen Blumenrabatten zu stellen.

Er konnte Elaine Huwe von der Degewo für das Thema Hindernisse für Mobilitätseingeschränkte gewinnen. Zusammen gingen sie durch den Kiez, um das Thema systematisch anzupacken. Die Zentrale der Degewo habe das Thema daraufhin aufgegriffen und Mitarbeiterschulungen gemacht, was ihn persönlich gefreut habe, wie Alex Koch sagt.

Der Verein Rollers e.V. hat im vergangen Jahr das Projekt Bewegungsfreiräume gestartet.

"Es ist klar, dass man nicht einen Haufen Geld in die Hand nehmen kann, um alle Hindernisse zu beseitigen", sagt Alex Koch. Genau aus diesem Grund will er im Projekt Bewegungsfreiräume eine Datenbank erstellen. Im ersten Schritt sollen Hindernisse erkannt und benannt werden. Im zweiten Schritt werden diese klassifiziert. Dafür gebe es keine Vorlage, so Alex Koch. "Wir wollen Mobilitätsklassen entwickeln, das heißt, Einschränkungen klassifizieren". Im dritten Schritt werden die Hindernisse dem öffentlichen, dem so genannten halb-öffentlichen oder dem privaten Raum zugeordnet. Damit können Zuständigkeiten erfasst werden. Im letzten Schritt, sollen Kosten abgeschätzt werden. Dann könne die Datenbank auf einen Klick auswerfen, wo mit wenig Geld viel Wirkung für Rollstuhlfahrer erzielt werden kann.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist auch, die Öffentlichkeit im Kiez auf das Thema aufmerksam zu machen. Es fange damit an, dass Fahrräder an Rampen anschließen oder Autofahrer ihr Auto an Absenkungen parkten. Alex Koch ärgert sich über solches Verhalten. Außerdem will er das Wort Rollstuhl ein klein wenig von seiner negativen Bedeutung befreien. "Viele denken an Verlust von Gesundheit. Aber es kann auch ein Fahrzeug sein, mit dem man viel Spaß hat", sagt er. Viel Spaß hatten zum Beispiel Kinder beim Projekt "Roll den Kiez" im Dezember 2015.

Das Projekt "Bewegungsfreiräume" wird vom Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

LINKS
Der Verein Rollers e.V. hat keine eigene Webseite, ist aber aktiv im Testen und Bewerten von Rollstühlen.
Bericht über das Projekt "Roll den Kiez".

Projekt Bewegungsfreiräume

18.04.2016

Foto oben: Andrei Schnell, Foto unten: Dominique Hensel

Leser gesucht

5. Sprach- und LesewocheAutoren und Leser, die eigene oder fremde Bücher lesen wollen, werden für die "5. Weddinger Sprach- und Lesewoche" gesucht. Auch Veranstalter, die Räume anbieten, können sich bei den beiden ehrenamtlichen Organisatoren Daniel Gollasch und Frank Sorge melden. Die Lesewoche startet in diesem Jahr am 2. September im Centre Francais und endet am 10. September im Kunst- und Kulturverein Mastul.

Daniel Gollasch und Frank Sorge schreiben in einer Einladung: "Bitte teilen Sie uns bis zum 15. Juni 2016 mit, mit welchem Programmpunkt Sie mitmachen." Autoren, Vorleser und Veranstalter, die bislang nicht von den Organisatoren angesprochen wurden, können Informationen erhalten über die E-Mail-Adresse: sprachwoche@leserbuehne.de.

Die Sprach- und Lesewoche ist ein jährlich stattfindendes Kulturfest mit umfangreichem Programm. Die Veranstaltungsorte liegen in den Ortsteilen Wedding und Gesundbrunnen. Autoren können eigene Bücher vorstellen, kleine Vereine und Initiativen können Lesefeste anbieten, Weddinger können ihre Wohnungen öffnen, Lesebühnen können sich beteiligen oder Cafés einen Leseabend veranstalten. Ein Motto gibt es nicht. Sie richtet sich auch nicht nur an Erwachsene, so wäre für Kinder vielleicht ein Bilderbuchkino spannend.

Die Weddinger Sprach- und Lesewoche startete 2012 als Teil der berlinweiten "Woche der Sprache und des Lesens". Im folgenden Jahren organisierte die "Bürgerstiftung Wedding" die Lesewoche. Ab der 3. Ausgabe 2014 laden Daniel Gollasch und Frank Sorge ein.

LINKS
Rückblicke auf die vorhergehenden Sprach- und Lesewochen auf www.weddingweiser.de.
Aktuelle Informationen auf einer Seite auf Facebook: Sprach- und Lesewoche.

5. Weddinger Sprach und Lesewoche14.04.2016

Text und Foto unten: Andrei Schnell

Grafik: Sprach- und Lesewoche

Letzte Chance für Termine beim Girls- und Boysday 2016

Girlsday 2016Es gibt noch Angebote für den Girlsday und den Boysday 2016 am Donnerstag, 28. April. Auf dem Radar, wie die Umkreis-Suche auf der Webseite der Veranstalter heißt, gibt es noch wenige freie Plätze. Wie in jedem Jahr bieten der Girls- und der Boysday die Chance, Berufe kennenzulernen, die nicht typisch für Mädchen beziehungsweise nicht typisch für Jungs sind, aber dennoch Spaß machen und sich lohnen. Es gibt noch ein paar letzte Angebote im Wedding.

Im Umkreis des Brunnenviertels gibt es aktuell für den Girlsday noch diese Angebote:

1. Bau eines Solarkollektors. Anbieter: Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin. Grüntaler Straße 62. Telefon: Martina Rösch unter 030 49 3003 0. Auführliche Beschreibung.

2. Metall- und verkehrstechnische Berufe in der Berufsschule. Anbieter: Georg-Schlesinger-Schule. Kühleweinstraße 5. Telefon: Thorsten Joschko unter 030 497 906 - 0. Ausführliche Beschreibung.

3. Junge Frauen @ IT. Anbieter: Cancom online GmbH. Granatenstraße 19. Telefon: Andrea Schwarze unter 030 49 769 18 512. Ausführliche Beschreibung.

Im Umkreis des Brunnenviertels gibt es aktuell für den Boysday noch diese Angebote:

1. Gesundheit, Foto, Wellness - hier wird Mann Experter. Anbieter: dm drogerie Markt. Badstraße 16. Telefon: Enrico Feudel unter 030 417 199 97. Ausführliche Beschreibung.

2. Kitaalltag. Anbieter: Kindertagesstätte der Evangeliumsgemeinde. Hausotterplatz 3. Telefon: Sibille Schönenberger unter 030 495 85 08. Ausführliche Beschreibung.

3. Boys can Care. Anbieter: Charité Universitätsmedizin. Augustenburger Platz 1. Telefon: Sabine Jenner unter 030 450 577 066. Ausführliche Beschreibung.

Die letzten Angebote in ganz Berlin sind auf dem Radar zu finden. Man kann in der Tabelle ganz rechts auf das Wort "frei" klicken und so alle Angebote nach diesem Kriterium sortieren lassen: Boysday-Radar.

Der Girlsday und der Boysday sind so genannte Zukunftstage. Unternehmen, Betriebe und Hochschulen öffnen an diesem Tag ihre Türen für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. Der Girlsday startete 2001, der Boysday 2011. Schülerinnen und Schüler, die selbstständig eine Veranstaltung am Girlsday oder Boysday besuchen wollen, fragen ihre Klassenlehrerin um eine Beurlaubung. In Berlin ist diese zu erteilen, Klassenarbeiten und Klausuren dürfen am 28. April nicht geschrieben werden. Weitere organisatorische Fragen werden beantwortet auf der Seite: Gut zu wissen.

LINKS
Girlsday
Boysday

Boysday 2016

13.04.2016

Text: Andrei Schnell

Foto: Kompetenzzentrum

Das Familienzentrum lädt ein

Newsletter 2. Quartal 2016 Familienzentrum WattstraßeDas Familienzentrum in der Wattstraße hat den zweiten Newsletter in diesem Jahr verschickt. Die wichtigste Nachricht dreht sich wie im ersten Newsletter um den entstehenden Neubau. Dieses Mal wird der Termin für das Richtfest bekannt gegeben: Es ist der 21. Mai 2016. Zum Ramadan 2016 wird es im Familienzentrum Veranstaltungen geben. Und neue Projekte werden vorgestellt.

Am 21. Mai ist der Tag der Städtebauförderung. An diesem Tag wird das Familienzentrum in der Wattstraße das Richtfest für den fast 80 Quadratmeter großen Neubau gefeiert. An diesem Tag kann der Rohbau besichtigt werden, es gibt Kaffee und Kuchen und Angebote des Familienzentrums werden vorgestellt.

Der Ramadan und vor allem das Fastenbrechen am Ende des Ramadans am 7. Juli wird ein Termin im Familienzentrum sein.

Schon in wenigen Tagen, am Sonntag, 17. April, gibt es den Interkulturellen Brunch von 12 bis 14 Uhr.

Am 28. Mai gibt es ein Mütter-Kind-Treff ab 17 Uhr.

Am 12. Juni und am 16. Juni bietet der Kinder- und Jugendhilfeverbund (KJHV) von 14 bis 16 Uhr Beratung an.

Neu im regelmäßigen Programm ist der Kurs "Nimm Dir Zeit für Dich" donnerstags von 13 bis 14 Uhr. Auch der aktualisierte Wochenplan findet sich im ersten Newsletter des Jahres 2016. Der Newsletter steht als PDF zum Herunterladen bereit: Newsletter.

Newsletter 2 2016 Familienzentrum Wattstraße

12.04.2016

Text: Andrei Schnell

Foto und Grafik: Familienzentrum Wattstraße

Ralf Schmiedecke begeistert im Freizeiteck

Ralf Schmiedecke Brunnenviertel e v FreizeiteckRund 20 überwiegend ältere Menschen aus dem Brunnenviertel kamen zu Ralf Schmiedeckes Vortrag am 31. März ins Freizeiteck. Ralf Schmiedecke zeigte Fotos aus der Zeit, als die anwesenden Bewohner noch kleine Kinder gewesen waren. Er begeisterte aufgrund seiner Ortskenntnis und seines umfangreichen Archivs.

Ralf Schmiedeckes Vortrag im Freizeiteck in der Graunstraße Ecke Gleimstraße hieß "Lichtbildvortrag Rund um die Gleim-Oase (Historische Ansichten)". Für den Sammler historischer Fotos und Postkarten war es scheinbar ein Leichtes aus seinem Archiv, Fotos des Brunnenviertels zu holen. So konnte er die Gäste auf eine Rundreise durch die Straßen rund um die Gleim-Oase nehmen. Er zeigte den zum Vortrag gekommenen Bewohnern und Bewohnerinnen ihren alten Kiez, wie er vor dem Zweiten Weltkrieg aussah.

Wie ein Stadtführer machte er auf kleine Details auf den Fotos aufmerksam: leicht zu übersehene Straßenschilder, in Schwarz-Weiß nicht darstellbare Farben der Schulen oder auf die Hunde der Gastwirte.

Für die Zuhörer und Zuhörerinnen, meiste ältere Menschen, war es eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit. Im Brunnenviertel gibt es nicht mehr viele Menschen, die seit Jahrzehnten im Kiez wohnen, da mit der Abriss-Sanierung in den 1970er Jahren viele Einwohner ins Märkische Viertel fortzogen.

Die Gästen waren von dem Vortrag begeistert. Den Vortrag hielt Ralf Schmiedecke im Rahmen der Wissensbörse im Freizeiteck in der Graunstraße 28.

Ralf Schmiedecke veröffentlicht Bücher, die im Suton-Verlag erscheinen. Sein Buch über den Wedding wird demnächst in dritter Auflage erscheinen. Er ist Sammler alter Fotos und von Postkarten aus Berlin. Früher hat er bei der Berliner Stadtreinigung gearbeitet.

LINKS
Ralf Schmiedeckes Bücher im Suton-Verlag.
Die Wissensbörse ist ein selbst organisierte Seminarreihe, in der die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihr Wissen austauschen können. Alle Angebote sind kostenlos. Über die Themen der Wissensbörse im April und Mai informiert ein Flyer der Wissenbörse.

Ralf Schmiedecke im Freizeiteck Brunnenviertel

18.04.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Seiten