Juni 2016

Die zehn Regionen in Mitte

Bezirksregionen Berlin Mitte Eröffnung AusstellungBezirksregion ist das offizielle Wort für Kiez. In ihnen soll es mehr Mitsprache geben. Eine Ausstellung in der Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Straße stellt die zehn Bezirksregionen in Mitte vor. Auf großen Tafeln wird das Konzept Bezirksregion erklärt und werden die Regionen im Ortsteil Gesundbrunnen vorgestellt.

Bei der Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 23. Juli während der Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen sein wird, sprach Bezirksbürgermeister Christian Hanke. Er sagte: "Wir wollen in eine Verfahren kommen, in dem die Bürger auf lokaler Ebene mehr beteiligt werden." Die Bezirksregionen sind ein Baustein auf diesem Weg.

Petra Patz-Drüke und Heidrun Hübner-GeppDas Ziel, die Bürger in ihrem Umfeld mehr mitbestimmen zu lassen, hat Berlin 2009 mit dem so genannten "Handbuch Sozialraumorientierung" beschlossen. Es ist nicht ganz korrekt, aber auch nicht ganz falsch, wenn man sagt, das Handbuch verlangt, dass das Quartiersmanagement auf alle Stadtteile - genauer gesagt: Bezirksregionen - ausgedehnt werden soll. Korrekt ist dieser Vergleich, da es im Handbuch heißt: "Es soll eine fachübergreifende Zusammenarbeit unter Einbindung lokaler Interessengruppen zu Gunsten einer sozialen Stadtentwicklung erzielt werden." Anders als beim Quartiersmanagement ist allerdings, dass keine zusätzlichen Fördergelder zum Geld des Bezirks bereit stehen.

Die Serviceeinheit "Sozialraumorientierte Planungskoordination" hat den Bezirk Mitte in zehn Bezirksregionen eingeteilt. Diese heißen Alexanderplatz, Brunnenstraße Nord, Brunnenstraße Süd, Moabit Ost, Moabit West, Osloer Straße, Parkviertel, Regierungsviertel, Tiergarten Süd und Wedding Zentrum. Jede Region hat ungefähr 30.000 Einwohner. Die Grenzen der Regionen verlaufen anhand der gefühlten Lebenswirklichkeit.

Petra Patz-Drüke, die Leiterin der Planungskoordination im Bezirk, sagte zur Eröffnung der Ausstellung: "Das Wichtige für die Regionen sind die formulierten Ziele. Alle Fachämter haben an diesen zusammengearbeitet und die fünf Stadträte haben sie einstimmig beschlossen."

Das Brunnenviertel gehört zur Bezirksregion Brunnenstraße Nord. Für diese Region wurde unter Punkt Ziele unter anderem formuliert, dass die Wiesenburg zu einem soziokulturellen Zentrum werden soll, dass die Wirtschaftsstandorte Bayer AG und Technologiepark Humboldthain (TPH) an den Kiez angebunden werden sollen. Die Grünverbindung vom Park am Nordbahnhof zum Humboldthain soll erreicht werden. Die Familienzentren Olof-Palme-Zentrum und Familienzentrum Wattstraße sollen gestärkt werden. Hohe Priorität hat die "gebietsdienliche Entwicklung" des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums.

LINKS
Kurzfassung des Profils der Region Brunnenstraße Nord (mit Brunnenviertel)
Handbuch Sozialraumorientierung
Umsetzung des Handbuchs im Bezirk Mitte

Bezirksregion Tafel Brunnenstraße Nord

29. Juni 2016

Text: Quartiersmanagement Soldiner Straße

Fotos: Andrei Schnell

Kiezfest und Wahl am 9. Juli

Kiezfest und Kiezwahl Brunnenviertel 2016Am 9. Juli feiert das Brunnenviertel auf der Strelitzer Straße das Kiezfest. Von 15 bis 18 Uhr wird der Straßenabschnitt zwischen Gustav-Falke-Grundschule und Ernst-Reuter-Oberschule zur Kiezmeile. Zum Fest gehört ein Flohmarkt für Familien. Außerdem werden die beiden Quartiersräte und die beiden Aktionsfondsjurys gewählt. Ein buntes Programm sorgt für gute Unterhalten.

Für das Fest am Sonnabend, 9. Juli, ab 15 Uhr wird auf der Strelitzer Straße zwischen Bernauer und Stralsunder Straße eine Bühne aufgebaut. Neben einem Bühnenprogramm gibt es eine Hüpfburg für Kinder, Bastel- und Kreativangebote und internationale Küche für alle.

Bis 18 Uhr hält ein Stand Stimmzettel für die Stadtteilwahlen bereit. Gewählt werden die Quartiersräte und die Aktionsfondsjury für die beiden Quartiersmanagementgebiete im Brunnenviertel. Wer wählen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt. Der Wohnort im Brunnenviertel entscheidet, ob man die Gremien für das Gebiet östlich oder westlich der Brunnenstraße wählen kann, also für das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße oder Brunnenviertel-Ackerstraße.

Auf dem Kiezfest gibt es auch einen Familienflohmarkt. Der Flohmarkt ist ein Projekt, den der Quartiersrat ausgewählt hat und der mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert wird. So können Familien, die an diesem Tag trödeln wollen, kostenfrei einen Stand beziehen. Wer sich für einen Stand anmelden möchte, schreibt eine E-Mail an Herrn Hussein Chahrour unter flohmarkt-brunnenviertel@gmx.de.

Kiezfest Kiezwahl 9. Juli 2016 Brunnenviertel

27.06.2016

Text: Andrei Schnell

Grafik: Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße

Fotowettbewerb "Stadtpflanze"

Fotowettbewerb Brunnenviertel StadtpflanzeBis zum 31. Juli sucht das Vorort-Büro in der Jasmunder Straße Fotos zum Thema "Stadtpflanze". Bewohner und Bewohnerinnen des Brunnenviertels können ihre besten Fotos von bepflanzten Baumscheiben, Hochbeeten oder Wildblumen aus dem Kiez einsenden. Das in dem Fotowettbewerb gekürte schönste Foto wird auf einem Kühlschrank-Magnet gedruckt.

Beliebt sind sie, die Kühlschrank-Magnete des Quartiersmanagements. Wenn sich das Vorort-Büro auf einem Stand präsentiert, sind die kleinen Magnete im Format DIN A8 schnell vergriffen. Nun werden neue Magnete hergestellt. Das Motiv auf ihnen soll das Thema Stadtpflanzen darstellen. Das schönste Foto von einer Stadtpflanze wird nun in einem Fotowettbewerb bis zum 31. Juli gesucht. Stadtpflanzen sind Straßenbäume, von Stadtgärtnern gepflanzte Blumen am Straßenrand oder Balkonblumen.

Für den Gewinner oder die Gewinnerin steht ein Gutschein für den Baumarkt OBI in Höhe von 20 Euro bereit. Vor allem aber wird das Foto auf den neuen Kühlschrank-Magneten gedruckt und werden nach und nach die Küchen im Kiez erobern.

Das Team im Vorort-Büro ruft auf, digitale Dateien an brunnenviertel-ackerstrasse@stern-berlin.de zu senden (max. 2. Fotos pro Person!). Das Team bittet die Teilnehmer um den Ort der Aufnahme und um die Kontaktdaten.

Noch mehr Infos und Teilnahmebedingungen nach dem Klick auf den Flyer:

Fotowettbewerb Brunnenviertel Stadtpflanze  27.06.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Grafik: Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße

Kiezschulen feiern

Schulfest Gustav-Falke-GrundschuleDas Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Die Schulen im Kiez feiern in dieser Zeit traditionell ihre Schulfeste. Die Gustav-Falke-Grundschule feiert am 15. Juli, die Ernst-Reuter-Schule am 14. Juli. Eingeladen zu den Festen sind neben den Schülern und Schülerinnen alle Geschwister, Freunde und die Eltern, Großeltern und Verwandten. Die Ernst-Reuter-Oberschule stellt sich mit dem Fest auch fünf Grundschulen vor.

Schüler und Schülerinnen aus fünf Grundschulen im Bezirk Mitte erwartet die Ernst-Reuter-Oberschule zu ihrem Schulfest am Dienstag, 14 Juli. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr wird nicht nur das Ende des Schuljahres gefeiert. "Ziel ist es, den Kinder- und Jugendlichen unterschiedliche Angebote nahe zu bringen, die sie vor allem in ihrer Freizeit nutzen können", schreibt Sven Giesler, der das Fest mitorganisiert. Vereine und Einrichtungen werden sich bei dem Schulfest vorstellen.

An der Gustav-Falke-Grundschule gibt es wie an allen Berlinr Schulen am 20. Juli Zeugnisse. Für die Übergabe gibt es einen feierliche Abschluss. Eine Woche davor gibt es ein Fest am 15. Juli von 15 bis 18 Uhr. Motto: "Die ganze Schule feiert zum Abschluss des Schuljahres".

Die Vineta-Grundschule feiert ihr Schulfest bereits am Freitag, 8. Juli, von 14 bis 17 Uhr.

Schulfest 2016 Ernst Reuter Oberschule

27.06.2016

Text: Andrei Schnell

Die Bäume des Humboldthains

Susanne Wander Baumführung HumboldthainViele Menschen im Brunnenviertel dürften überrascht sein, wenn sie erfahren, dass der Humboldthain nicht einfach nur ein Park mit großer Wiese ist. In Wahrheit ist der Hain ein Arboretum. Das Wort Arboretum ist lateinisch, klingt sehr gewichtig, aber bedeutet bloß Baumsammlung. Susanne Wander vom Umwelt- und Naturschutzamt Mitte führte bei einer Exkursion durch diese Sammlung des Bezirks.

Unermüdlich lief Susanne Wander vom Umwelt- und Naturschutzamt am Mittwoch, 22. Juni, vorweg. Rund 20 Bewohner und Bewohnerinnen des Brunnenviertels folgten ihr über 90 Minuten durch den Humboldthain. Das Thema der Exkursion lautete "Stadtnatur. Der Humboldthain ist eine Oase mitten in der Großstadt". Der Park ist eine Oase, weil er besonders vielen Arten einen Lebensraum bietet. Allein die Zahl der verschiedenen Baumarten ist beeindruckend. Es sind viel mehr als die 25, auf die Susanne Wander hinwies.

Baumführung Humboldthain BrunnenviertelAn ungewöhnlichen Baumarten finden sich im Humboldthain zum Beispiel der Mammutbaum, die Bluthasel, die Honigweide, der Mirabellenbaum, der Judasbaum oder der Taschentuchbaum. "Als ich in Vorbereitung für diese Exkursion den Park mit dem Bestimmungsbuch besuchte, war ich überrascht, wie viele Baumarten hier leben", begann Susanne Wander ihren Vortrag.

Ziel der Exkursion war es aufzuzeigen, dass in Städten mittlerweile eine größere Artenvielfalt herrscht als auf auf dem Land. "Berlin hat doppelt so viele Arten, wie das Umland", sagte Susanne Wander. Zudem sei Berlin eine der artenreichsten Städte in Europa. Grund für die Artenvielfalt ist die so genannte Strukturvielfalt. Das heißt, in der Stadt wechseln sich unterschiedliche Umweltbedingungen auf kleinem Raum ab. Der Humboldthain beherbergt so viele verschiedene Bäume, weil er seit seiner Gründung im Jahr 1869 auch der Belehrung diente (wie man damals umständlich sagte). Das heißt, es wurden schon immer vom Bezirk bewusst viele verschiedene Baumarten angepflanzt.

Die Exkursion wurde organisiert vom Freizeiteck in der Graunstraße. Die dort beheimateten Projekte Wissensbörse, Anwohnerfrühstück und Urban Gardening hatten sich zusammengeschlossen, um Susanne Wander für die Führung einzuladen.

Tulpenbaum Humboldthain

22.06.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Degewo teilt Hof neu auf

Hofumgestaltung roter HofDie Bauarbeiten im so genannten "rote Hof" zwischen Jasmunder, Usedomer und Hussitenstraße haben begonnen. Die Degewo will die Flächen des Hofes neu aufteilen. Die Umgestaltung des Hofes ist seit längerer Zeit im Gespräch. Am 20. Juni rückte der Bagger an. Bis zum 15. Juli soll der Umbau fertig sein.

In einem Schreiben an die Mieter informiert die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo die Mieter, dass die Bauarbeiten im Hof am 20. Juni beginnen werden. Die Bauarbeiter kamen pünktlich, um den gepflasterten Teil des Hofes, in eine Rasenfläche umzuwandeln. Außerdem soll ein Kiesbett eines vormaligen Spielplatzes zu einem Platz für Mülltonnen umgenutzt werden.

Was mit dem ehemaligen Bolzplatz geschehen wird, der seit Jahren abgeschlossen ist, wurde in dem Brief an die Mieter nicht mitgeteilt. Von der Degewo war bislang zu hören, dass der Bolzplatz ebenfalls zu einer Abstellfläche für Mülltonnen werden soll. Die Tonnen würden dadurch ein Stück von den Fenstern der Bewohner abrücken. Gleichzeitig brachte das Projekt Kiezmelder die Idee ein, aus dem Bolzplatz einen Gemeinschaftsgarten zu machen.

LINKS
Bericht über den Beginn des Projekts Kiezmelder.
Bericht über bereits erfolgte Umgestaltungen durch die Degewo.

Hofumgestaltung roter Hof Brunnenviertel

22.06.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Das vierte Magazin "brunnen" ist erschienen

Magazin brunnen BrunnenviertelDie vierte Ausgabe des Kiezmagazins „brunnen“ ist erschienen. Das Magazin der ehrenamtlichen Redaktion wird derzeit im Kiez verteilt und liegt dann in Geschäften, in Schulen und an öffentlichen Orten im Brunnenviertel aus. Der thematische Schwerpunkt des Heftes lautet dieses Mal Barrieren.

Die ehrenamtlichen Autoren und Fotografen berichten über aktuelle und zeitlose Kiezthemen. Ein Schwerpunkt im aktuellen Heft sind Barrieren. Betroffene kommen zu Wort – mit Erfahrungsberichten, einem Gedicht und einem Beitrag über ein Projekt, das Barrieren abbauen will. Weitere Themen sind Schattenplätze im Sommer, Bewegungsinseln im Alltag und ein verwunschener Ort an einer katholischen Kirche. Außerdem wird Beate Chudowa vorgestellt, die sich seit Jahren für das Kiezleben engagiert. Es gibt einen Hinweis auf ein Schnellschachturnier auf der Gleim-Oase und auf ein besonderes Jubiläum in der Nachbarschaft: Die Gartenstadt Atlantic feiert ihren 100. Geburtstag.

„brunnen – Das kleine Magazin fürs ganze Viertel“ wird seit einem Jahr von einer ehrenamtlichen Kiezredaktion herausgegeben. Bis Ende 2017 bekommt die Kiezredaktion Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“. Jeder Bewohner, Nachbar oder Aktive aus dem Brunnenviertel ist eingeladen, sich mit Themen oder anderen Ideen an die Bürgerredaktion zu wenden. Kontakt kann über kiezreporterin@gmx.de aufgenommen werden. Infos gibt es auch auf dem Blog www.brunnenmagazin.wordpress.com.

Magazin brunnen Ausgabe 427.06.2016

Text und Grafik: Dominique Hensel

Wahllexikon: Was ist ein Projekt?

Wahllexikon: Was ist ein Projekt? QuartiersmanagementVom 3. bis 9. Juli 2016 werden im Brunnenviertel der Quartiersrat und die Aktionsfondsjury gewählt. Das "Lexikon der Stadtteilwahl 2016" erklärt dieses Mal: Was ist ein Projekt? Der Senator für Stadtentwicklung Andreas Geisel sagte im Juni bei einem Besuch im Ortsteil Gesundbrunnen: "Erreicht werden soll Hilfe zur Selbsthilfe." Projekte sind in diesem Sinne Impluse und Anstöße für den Kiez.

Wichtigstes Merkmal aller Projekte ist, dass sie zeitlich begrenzt sind. Projekte im Aktionsfonds werden nach Auswahl durch die Aktionsfondsjury noch im selben Jahr durchgeführt. Projekte, die der Quartiersrat ausgewählt hat, laufen in der Regel über zwei Jahre. In Ausnahmefällen werden sie um weitere zwei Jahre verlängert. Das Geld, das für Projekte bereitsteht, dient also nicht der dauerhaften Finanzierung von wünschenswerten Strukturen. Mit den Projekten sollen Möglichkeiten gezeigt werden, Anstöße gegeben werden oder einmalig Dinge ermöglicht werden, die ohne das Quartiersmanagement im Kiez nicht stattgefunden hätten.

Aktuelle und abgeschlossene Projekte können eingesehen werden im Menüpunkt Projekte. Die Unterseite verlinkt eine Liste der aktuellen Projekte des Aktionsfonds und eine Liste der aktuellen Projekte des Projekt- und Baufonds.

Im Beitrag "Die Fonds des Quartiersmanagements" wurde erklärt, mit welchen Fördertöpfen das Quartiersmanagement arbeitet. Die Aktionsfondsjury entscheidet über Geld aus dem Aktionsfonds und der Quartiersrat entscheidet mit über den Projektfonds. In beiden Gremien wird über Projekte abgestimmt.

Wahllexikon: Was ist ein Projekt? Quartiersmanagement

27.06.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

Berlin im Jahr 2030. Diskutieren Sie mit!

Stadtforum BerlinStrategie 2.0 Berlin im Jahr 2030Die BerlinStrategie, die von Bürgern online im Stadtforum diskutiert wird, sieht im Wedding einen Transformationsraum. Seit dem 10. Juni ist ein Diskussionsforum freigeschaltet, auf dem Bürger und Bürgerinnen über die Zukunft Berlins diskutieren können. In der BerlinStrategie 2.0 sind die Schwerpunkte Arbeiten, Wohnen, Offene Stadtgesellschaft und Transformationsräume genannt.

Ein Transformationsraum ist ein Stadtteil, der sich bis 2030 stark verändern wird. In der BerlinStrategie heißt es: "In den Transformationsräumen stehen durch öffentliche und private Investitionen heute oder in naher Zukunft deutliche Veränderungen an, die besonderen Handlungsbedarf erzeugen und einer Begleitung bedürfen." Einer der zehn genannten Transformationsräume ist der Wedding.

Online kann auf www.stadtentwicklung.berlin.de mitdiskutiert werden. Gefragt ist die Meinung der Menschen zu den so genannten Impulsen Beuth-Hochschule, Bayer-Schering und Bahnhof Gesundbrunnen. Impulse sind besondere Orte im Transformationsraum.

LINKS
An der Online-Debatte kann sich jeder nach kurzer Anmeldung beteiligen auf: www.stadtentwicklung.berlin.de.
Die BerlinStrategie steht als PDF bereit zum Herunterladen als ausführliche und als gekürzte Version.

 

20.06.2016

Text und Foto: QM Soldiner Kiez

"Wedding Hocker" selber bauen

Holzworkshop Ernst Reuter Oberschule"Wir bauen den Wedding Hocker" heißt es in einem Flyer für einen Holzworkshop. Klaus Thiele hat den so genannten "Wedding Hocker" aus dem "Berliner Hocker" weiter entwickelt. Damit gehört der Hocker zu den "Hartz IV Möbeln" des Architekten Van Bo Le-Menzel. Jeder kann den "Wedding Hocker" nun in einem sechswöchigen Workshop selber bauen. Das Material und die Anleitung werden kostenfrei gestellt. Der Baukurs trifft sich jeden Mittwoch um 15 Uhr in der Werkstatt der Ernst-Reuter-Oberschule.

Ab nächsten Mittwoch, 22. Juni, starten sechs Termine des zweiten Durchlaufs des Holzworkshops. Bis zu 15 Teilnehmer können ab jeweils 15 Uhr im Workshop ihren eigenen Holzhocker bauen. Im Werkraum E 127 der Ernst-Reuter-Oberschule (Stralsunder Straße 57) stehen zahlreiche Maschinen, mit denen jeder das Holz für seinen Hocker zusägen und schleifen kann. Auch um die metallenen Beschläge zuzuschneiden, gibt es spezielle Maschinen in der Werkstatt. Im ersten Durchlauf haben acht Menschen ihren eigenen "Wedding Hocker" zusammengeleimt und zusammengeschraubt.

Holzworkshop Ernst Reuter Schule Weddinger HockerWer sich für den Workshop in der Ernst-Reuter-Schule in der Stralsunder Straße anmelden will, schreibt eine E-Mail an Klaus Thiele werkstatt@ernst-reuter-oberschule.de.

Die Anleitung, wie zu sägen und zu hämmern ist, wie die genauen Maße sind und wie alles zusammengesteckt wird, gibt Werklehrer Klaus Thiele. Er hat mit einem Computerprogramm bereits drei millimetergenaue Bauzeichnungen erstellt und sitzt derzeit an einer vierten Version. Es gäbe immer wieder Kleinigkeiten zu verbessern, das Bessere bliebe stets Feind des Guten.

Dabei überzeugt bereits die derzeitige Variante. Mit wenigen Handgriffen kann der Hocker zusammengeklappt werden. Es gibt drei Möglichkeiten, wie der Hocker aufgestellt werden kann und bietet so Sitzhöhen von 12 cm, 16 cm oder 43 cm. Zusätzlich kann der Hocker auch als Mini-Spieltisch genutzt werden, denn auf einer Seite ist ein Sachbrett oder ein Backgammon aufgedruckt. Der Hocker kann auch als Tisch, Kindersitz und Regal dienen.

Das Holz, die Bleche und die Schrauben stehen im Workshop den Bastlern kostenfrei zur Verfügung. Auch für die Baupläne muss keinerlei Gebühr bezahlt werden. Der Kurs wurde von der Aktionsfondsjury als Projekt ausgewählt und kann damit aus dem Aktionsfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert werden. Dadurch fallen für die Teilnehmer keine Kosten an.

"Es ist ausdrücklich erwünscht, den Bauplan weiter zu entwickeln, zu verändern oder künstlerisch neu zu interpretieren", schreibt Architekt Van Bo Le-Menzel auf der Webseite hartzivmoebel.blogspot.de über die von ihm erfundenen Hartz-IV-Möbel und damit auch über den "Berliner Hocker". Angesprochen sind alle, die die Baupläne nicht kommerziell nutzen wollen. Klaus Thiele, Werklehrer an der Ernst-Reuter-Oberschule, fühlte sich angesprochen und hat den "Berliner Hocker" in den "Wedding Hocker" verwandelt. Dabei ragt die Neuerung heraus, dass der Hocker nunmehr einklappbar ist. "Damit kann er gut getragen werden. Zum Beispiel wenn man ihn mit zu einem Bewerbungsgespräch nehmen möchte", sagt Klaus Thiele.

Ein Album auf Facebook zeigt ohne Anmeldung Fotos vom "Wedding Hocker".

Holzworkshop Weddinger Hocker

15.06.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

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