Dezember 2016

Frohe Weihnacht

WeihnachtenWir wünschen allen Menschen im Brunnenviertel eine frohe und besinnliche Weihnacht und einen guten Start ins neue Jahr.

.

Ukrainische Delegation im Vorort-Büro

Ukrainische Delegation im Vorort-BüroEine Delegation ukrainischer Verwaltungsbeamter besuchte am Mittwoch, 14. Dezember, das Vorort-Büro in der Jasmunder Straße. Sie informierten sich am Beispiel des Quartiersmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße über die konkrete Arbeit des Förderprogramms Soziale Stadt. Außerdem besuchten sie das Familienzentrum in der Wattstraße.

Für rund eine Woche sind die 16 ukrainischen Verwaltungsbeamten nach Berlin gereist, um in Berlin verschiedene Formen von Verwaltung kennen zu lernen. Ihr Arbeitsbesuch steht unter der Überschrift "Gutes Regieren". Am Mittwoch, 14. Dezember, wollte die Delegation sich über verschiedene Möglichkeiten von Beteiligung informieren.

Quartiersmanagerin Sabine Hellweg hatte für die Gäste eine Powerpoint-Präsentation mit kyrillischen Buchstaben vorbereitet. In ihrem Vortrag über das konkrete Gebiet Brunnenviertel und das übergeordnete Förderprogramm Soziale Stadt sprach sie über die drei Grundgedanken des Quartiersmanagment-Verfahrens. In Berlin will das Quartiersmanagement (QM) Partizipation erreichen, das ist die Beteiligung der Anwohner und Anwohnerinnen. Es will verschiedene Fachämter des Bezirksamts zusammen bringen, das ist der so genannte ressortübergreifende Ansatz. Und es will die Lebensbedingungen für Menschen verbessern, die in einem Kiez mit besonders niedrigen Sozialdaten leben.

Nach der theoretischen Einführung konnten die Gäste aus der Ukraine sich im Familienzentrum ein konkretes Bild von der Arbeit des Quartiersmanagements machen. Das Familienzentrum wurde über den Baufonds durchs das QM mit Mitteln des Fördertopfs Soziale Stadt gebaut und im letzten Jahr erweitert. Auch Projekte werden im Familienzentrum durch das QM finanziert.

Ukrainische Delegation im Quartiersmanagement Brunnenviertel Ackerstraße

15.12.2016

Text und Fotos: Andrei Schnell

WG-Eröffnungsfeier bei FRED

Steven Stadler eröffnet Wohngemeinschaft FRED der DegewoIm Brunnenviertel gibt es nun eine Wohngemeinschaft, eine WG. Das ist aufgrund der üblichen Zuschnitte der Wohnungen im Kiez bereits ungewöhnlich. Besonders ist die neue WG jedoch deshalb, weil hier zwei "Bio-Deutsche und zwei Newcomer" zusammen leben werden, wie es Steven Stadler von der Degewo formulierte. Das Projekt FRED - die Abkürzung steht für Fairness, Respekt, Engagement, Degewo - ist nun gestartet. Zwei Flüchtlinge und zwei Nicht-Geflüchtete werden ab sofort in dem Projekt zusammen leben.

Dass viel Prominenz bei der Eröffnung der Wohngemeinschaft am 14. Dezember kam, zeigt wie bedeutsam das Projekt FRED ist. Nicht nur der Vorstand der Degewo, Christoph Beck, kam ins Brunnenviertel zur Eröffnungsfeier, auch Jörn Richters, der Leiter des Kundenzentrums Nord der Degewo, Wilma Glücklich von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Abgeordnete Maja Lasic sowie weitere wichtige Persönlichkeiten waren anwesend.

Das Projekt FRED hat Steven Stadler von der Degewo angestoßen und mit viel Einsatz vorangebracht. Auszubildende der Degwo haben den Grundriss einer leerstehenden Wohnung mit 140 Quadratmetern in der Usedomer Straße komplett neu entworfen. Nun verfügen die vier neuen Bewohner über gleich große Zimmer mit Ausblick. Die Gemeinschaftsräume sind bewusst groß gehalten, um ein gemeinsames Zusammenleben zu ermöglichen. Die WG-Mitglieder sollen nicht nur zufällig in einer gemeinsamen Wohnung leben. "Wir glauben, dass es einer der besten Wege für Integration ist, permanent im Kontakt mit Anwohnern und Einheimischen zu sein, ihre typischen kulturellen und sozialen Werte sowie deren Sprache zu lernen", beschreibt die Degewo das Projekt. 

Einziehen werden zwei junge Männer, von denen einer in Rostock und einer in Süddeutschland geboren ist. Die Flüchtlinge kommen aus Damaskus und Aleppo. Sie leben seit mindestens einem Jahr in Deutschland. Einer von ihnen macht eine Ausbildung zum Friseur und absolviert noch einen Sprachkurs. Der zweite studiert in Berlin Ingenieurwesen.

Für das Wohnungsbauunternehmen Degewo ist das Wohnprojekt FRED im Brunnenviertel ein Pilotprojekt.

Weitere Infos zum Projekt finden sich im Beitrag "In Gemeinschaft wohnen" und auf der Webseite der Degewo.

Neue WG - FRED im Brunnenviertel

15.12.2016

Text und Foto: Andrei Schnell

Bauen für das wachsende Brunnenviertel

Neubau im Brunnenviertel Wattstraße und Usedomer Straße Foto DegewoDie rege Bautätigkeit im Quartier beweist, dass das Brunnenviertel wächst. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo hat vor einigen Wochen mit ihrem zweiten Neubau im Kiez begonnen. Auf dem Grundstück der Hausnummern Wattstraße 21 und Usedomer Straße 26 und 27 entstehen derzeit 128 neue Wohnungen. Der milde Winter erlaubt Bauarbeiten auch im Dezember. „Der Standort Usedomer Straße wird ein ganz neues Flair bekommen“, sagt der der Vorstand der Degewo, Christoph Beck.

Neubau Wattstraße Usedomer Straße DegewoBerlin ist eine wachsende Stadt - und auch das Brunnenviertel wächst. Im Sommer hat die Degewo über 100 Wohnungen auf einem Eckgrundstück in der Graunstraße und der Gleimstraße fertiggestellt. Das Haus soll bereits voll vermietet sein, wie es von MItarbeitern der Degewo heißt. Nun geht die Degewo ihr nächstes Bauvorhaben im Brunnenviertel an. Im Herbst begannen die Bauarbeiten für 128 Mietwohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Busdepots in der Usedomer Straße. Auf 4.000 Quadratmetern eigenes Land, das die Degewo jahrzehntelang an die BVG vermietet hatte, wird nun gebaut. Dank milder Temperaturen finden die Erdarbeiten auch jetzt noch im Dezember statt.

Laut einer Vereinbarung zwischen dem Land Berlin und den sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften (Roadmap) plant die Degewo 35 Wohnungen mit einem Zimmer, 35 Wohnungen mit zwei Zimmern, 51 Wohnungen mit drei Zimmern und sieben Wohnungen mit vier Zimmern. Ein Drittel davon sollen geförderte Wohnungen sein und deshalb mit einer Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. 90 Wohnungen werden "barrierefrei", die restlichen "barrierearm" sein - zumindest nach der Eigendefinition der Degewo.

Die Degewo beschreibt den Neubau als "klassische Berliner Blockrandbebauung". Die Wohnfläche wird 7.600 Quadratmeter betragen, aufgeteilt auf 128 Mietwohnungen mit ein bis vier Zimmern. Platz für kleinteiliges Gewerbe ist vorgesehen. Da auch die Zahl der Arbeitsplätze im nahen "Zukunftsort Technologiepark Humboldthain" derzeit spürbar wächst, ist es nicht schwer vorherzusagen, dass die neuen Ladengeschäfte benötigt werden

Bis 2016 will die Degewo durch Neubau und Ankauf in Berlin um 22.000 Wohnungen wachsen. Im Bezirk Mitte verfügt das landeseigene Wohnungsbauunternehmen heute über 8.000 Wohnungen. Das Vorhaben in der Usedomer Straße ist eines der wenigen Neubauprojekte der Degewo, die innerhalb des S-Bahn-Rings umgesetzt werden.

Weitere Neubauten anderer Bauherren sind im Viertel das "Mikro-Appartmenthaus" der CrescoCapitalGroup mit 700 Kleinstwohnungen in der Brunnenstraße und die Neubauten des Hauptinvestors Groth-Gruppe in der Gleim-Straße nördlich des Gleimtunnels. Außerdem wird die BVG die eigene Flächen auf dem ehemaligen Busdepot Usedomer Straße zu einem Verwaltungsstandort entwickeln.

Die "wachsende Stadt" ist unter Berliner Stadtplanern zu einem festen Begriff geworden. Wenn die Anzahl der Einwohner in Berlin wächst, dann müssen auch die Anzahl der Wohnungen, der Schulen, der Einkaufsmöglichkeiten und vieles andere mehr wachsen. Was für die gesamte Stadt Berlin gilt, das gilt auch für das Brunnenviertel. Die Zahl der Einwohner im Stadtteil wird wachsen, nicht zuletzt aufgrund der Neubauten.

Der Zuzug in die zusätzlichen Wohnungen wird die soziale Struktur des Viertels verändern. Das Sozialmonitoring vergibt für das Brunnenviertel derzeit negative Indikatoren - wie im Beitrag "Zahlen über den Kiez" berichtet. Die neu gewählten Quartiersräte werden deshalb bei ihren Abstimmungen über Projekte auch daran denken müssen, dass die Arbeit des Quartiersmanagements im Brunnenviertel eines Tages enden wird.

LINKS
Die Degewo teilt mit zum Neubau in der Wattstraße Ecke Usedomer Straße.
Bericht vom Richtfest des Neubaus seitens der Degewo in der Graunstraße steht auf der Webseite der Degewo und im Beitrag dieser Webseite.
Eigendarstellung zum 83 Millionen teuren Bauvorhaben mit über 30.000 Quadratmeter Wohnfläche auf 6.500 Quadratmeter Land entlang der Brunnenstraße bietet die Webseite der Cresco Capital Group.
Eigendarstellung zur Bebauung des Geländes nördlich des Mauerparks durch die landeseigene Wohnungsbausellschaft Gewobag und die private Groth Gruppe steht auf auf der Webseite www.gewobag.de und www.so-berlin.de.

Neubau Wattstraße Usedomer Straße Degewo

14.12.2016

Grafik: PM Degewo, Fotos: Andrei Schnell