September 2017

Kinderfest mit den Bremer Stadtmusikanten

Bremer Stadtmusikanten Komische OperAuf nach Bremen! So heißt es im Märchen. Für Eltern und Kinder im Brunnenviertel heißt es: Auf in die Komische Oper zum Kinderfest! Das Märchen Die Bremer Stadtmusikanten kann in dem Opernhaus in Berlins Mitte am Tag der Deutschen Einheit erlebt werden. Esel, Hund, Katze und Hahn musizieren auf den Probebühnen. Räuber machen das Foyer unsicher. Und im großen Saal können Kinder und ihre Familien in Konzerten mit dem Orchester gute Musik hören.

Verwandlungskünstler, die bei der großen Oper hinter der Bühne arbeiten, wie Maske, Kostüm und Regie, stehen am 3. Oktober bereit, damit Besucher und Kinder in Rollen schlüpfen können, sich auf den Weg zu klangvollen Sehnsuchtsorten begeben können und Abenteuer spielerisch meistern können. In der Komischen Oper steht der Tag von 10 bis 15 Uhr im musikalischen Zeichen der neuen deutsch-türkischen Kinderoper "Die Bremer Stadtmusikanten".

Der Eintritt für alle Veranstaltungen im Rahmen des Kinderfestes ist frei. Die Komische Oper befindet sich in der Behrensstraße 55-57 in der Nähe des S-Bahnhofs Unter den Linden.

Die Komische Oper Berlin feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen und Sonderaufführungen.

Weitere Infos zum Kinderfest:
Webeseite der Komischen Oper Berlin

Komische Oper

26.09.2017

Text: Andrei Schnell

Fotos: Komische Oper

Sportfest auf dem Gartenplatz

Fit und Gesund Sportfest GartenplatzAm 7. Oktober geht die diesjährige Sportsaison zu Ende. Bei einem Fest von 11 bis 15 Uhr wird mit Bewegung, Spiel und Spaß für die gesamte Familie am Gartenplatz gefeiert.

Viktoria Mitte, der mit dem Spruch "Dein Sportverein im Viertel" wirbt, lockt am Sonnabend mit Gewinnspielen, Getränken und Kleinigkeiten zum Essen. Gleichzeitig wird neben dem Gartenplatz auch auf dem Sportplatz in der Stralsunder Straße gefeiert. Auch hier gibt es Spiel und Spaß.

Das Sportfest ist das Herbstabschlussfest des Projekts "Fit & Gesund", bei dem sich vieles aber nicht alles um Fußball drehte. Jeden Dienstag kamen von 16.30 bis 18.30 Uhr Trainer vorbei und zeigten auf dem Bolzplatz Tricks. Jeden Donnerstag wurde auf dem Gartenplatz von 16.30 bis 18.30 Uhr Boule gespielt.

In der kalten Jahreszeit findet das Angebot weiterhin am Dienstag, von 16.30 bis 18.30 Uhr im Olof-Palme-Zentrum, Demminer Straße 28, statt. Im Rahmen des Projektes findet außerdem ganzjährig jeden Dienstag von 10.30 bis 11.30 Uhr Sport für ältere Menschen statt.

Das Projekt Fit & Gesund im Brunnenviertel wird durch das Quartiersmanagement über den Projektfonds gefördert mit Mitteln der Sozialen Stadt. Es läuft bis Ende 2018.

Fit und Gesund

Gemeinsames in unterschiedlichen Religionen entdecken

VersöhnungskircheKinder, ihre Lebenssituation und ihre Bedeutung in der jüdischen Tora, dem Neuen Testament und im Koran stehen im Mittelpunkt der diesjährigen "Lesung aus den Heiligen Schriften". Am Mittwoch, 27. September, um 19 Uhr wird aus den drei heiligen Texten in der Kapelle der Versöhnung in der Bernauer Straße 4 gelesen. Dazwischen erklingt Musik von der orientalischen Ney-Flöte. Im Anschluss Gespräch beim Tee vom Samowar.

Ausgewählte Texte aus den jüdischen, christlichen und muslimischen Quellen werden von muttersprachlichen Lesern auf Hebräisch, Arabisch, Türkisch und auf Deutsch vorgetragen. Zu der Veranstaltung laden die beiden evangelischen Gemeinden Am Humboldthain und Versöhnung sowie die katholische Gemeinde St. Sebastian, die Moschee-Gemeinde Yunus Emre aus der Reinickendorfer Straße und die jüdische Reformgemeinde Beth Haskala vom Lichtburg Forum ein.

Die Gemeinden der drei Religionen arbeiten seit einigen Jahren in einem interreligiösen Netzwerk im Gesundbrunnen zusammen.

Das Quartiersmanagement hatte vor wenigen Jahren den interreligiösen Dialog mit mehreren Projekten gefördert.

Thomas Jeutner von der Kapelle der Versöhnung26.09.2017

Text und Foto: Andrei Schnell

Siebenter Newsletter 2017 erschienen

Newsletter 7 2017 BrunnenviertelAm 7. Oktober ist wieder viel los bei der Berliner Familiennacht. Im Brunnenvietel gibt es gleich zwei Aktionen an diesem Abend. Außerdem wird Ihre wieder gesucht. Das Magazin brunnen ist neu erschienen. Und bei der Verschönerung der Ackerstraße geht es voran. Weitere Meldungen im aktuellen Newsletter.

Der Newsletter wird verschickt von den beiden Quartiersmanagements im Brunnenviertel: Brunnenviertel-Ackerstraße und Brunnenviertel-Brunnenstraße.

Der Newsletter kann durch Klick auf den Link als PDF heruntergeladen werden: Newsletter.

Vorhergehende Newsletter sind im Archiv gespeichert.

Um den Newsletter zu erhalten, schreiben Sie eine kurze E-Mail an: newsletter-brunnenviertel@berlin.de oder tragen sich auf Facebook über den Button Email SignUp ein.

Newsletter 7 2017 Brunnenviertel

28.09.2017

Im Kiez liegen SPD und CDU gleichauf

Wahlergebnis 2017 Bundestagswahl AckerstraßeBei der Bundestagswahl am Sonntag lieferten sich zumindest für das Gebiet Ackerstraße die Parteien SPD und CDU ein knappes Rennen. Im Kiez zwischen Brunnenstraße und Gartenstaße gewann Eva Högl zwar in der direkten Wahl klar mit 26 Prozent vor Frank Henkel, der 22 Prozent erhielt. Dafür lag die CDU bei den Zweitstimmen knapp vor der SPD - beide jeweils 22 Prozent. In der Flughafenfrage stimmten fast zwei Drittel der Wähler für die Offenhaltung.

Bei den Erststimmen hat Eva Högl von der SPD im Kiez 1132 Wähler für sich gewinnen können. Mit 27 Prozent der Erststimmen wurde sie im Gebiet des Quartiersmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße am häufigsten direkt gewählt. Frank Henkel auf Platz zwei bei den Erststimmen kam auf 997 Wähler, das sind 24 Prozent. Auf Platz drei folgt Stephan Rauhut von den Linken mit 699 Stimmen, was 16 Prozent entspricht. Özcan Mutlu von den Grünen überzeugte 13 Prozent, das sind 559 Wähler. Für Beatrix von Storch von der AfD stimmten 417 Wähler, umgerechnet 10 Prozent. Katharina Ziolkowski von der FDP zog 5 Prozent der Stimmen auf sich, das waren 212 Wähler.

Erststimmen Bundestagswahl Brunnenviertel 2017Eva Högl von der SPD konnte auch den gesamten Wahlkreis 75, der den kompletten Bezirk Mitte umfasst, gewinnen. Damit zieht sie als direkt gewählte Kandidatin in den Bundestag ein. Fast 34.818 Erststimmen holte sie im Bezirk, das sind rechnerisch 23,5 Prozent. Auf Platz zwei folgt ihr im Bezirk Stephan Rauhut mit 30.313 Erststimmen, das sind 20,4 Prozent. Erst danach liegt Frank Henkel mit 27.537 Erststimmen gleich 18,6 Prozent auf Platz drei. Özcan Mutlu auf Platz vier holte 26.607 Erststimmen, das entspricht 17,9 Prozent.

Bei den Zweitstimmen liegt die SPD im Kiez mit 22 Prozent gleichauf mit der CDU. Von den 4273 gültigen Stimmen in den Wahlurnen zwischen Brunnenstraße und Gartenstraße lag zwischen den beiden Parteien lediglich ein Unterschied von 10 Zweitstimmen. Mit 937 zu 927 hatte die CDU knapp die Nase vorn.

Im gesamten Bezirk gewann die Linke 21,4 Prozent der Zweitstimmen und wurde in Berlin-Mitte stärkste Kraft. Ihr folgt die CDU mit 18,7 Prozent. Die SPD liegt auf Platz drei mit 17,9 Prozent nur knapp vor den Grünen, die 17,3 Prozent erreichten.

Die Wahlbeteiligung betrug im Brunnenviertel nur 64 Prozent.

Der Berechnung des Wahlergebnisses für den Kiez liegen die Ergebnisse der Wahlbezirke 01109, 01715, 01716, 01717 und 01720 sowie die Briefwahlergebnisse 017C und 017D zugrunde.

Bei der Frage Offenhaltung oder Schließung Tegel fällt das Ergebnis rund um die Usedomer Straße deutlicher aus als im Bezirk. In Berlin-Mitte stimmten beim Volksentscheid 56 Prozent für TXL und 41,7 Prozent dagegen. Im Ackerstraßenkiez lag das Pro-Lager mit 64 Prozent, also fast zwei Drittel der Stimmen, uneinholbar vorn.

Detailierte Informationen:
Die Ergebnisse im Wedding Kiez für Kiez finden sich beim Weddingweiser.
Landeswahl-Leiter Berlin

Volksentscheid Tegel Ergebnis Brunnenviertel

25. September 2017

Text und Grafik: Andrei Schnell

Viele Ideen für das Vikihaus

Viki-HausSeit 2014 verfolgt Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V. den Plan, ein Sport- und Begegnungszentrum auf dem Sportplatz in der Stralsunder Straße zu bauen. Im Sommer 2017 war Baubeginn, die Fertigstellung ist bis April 2018 avisiert. Möglich wird der Neubau durch den Baufonds des Quartiersmanagements.

Der Breitensportverein braucht mehr Raum für die Umsetzung von sozialen Projekten. Auf drei Etagen entstehen nun ein Begegnungsraum mit Küche sowie Büroräume und ein Bewegungsraum mit zwei Umkleiden. Eine begrünte Dachterrasse krönt das Haus. Alle Etagen werden über einen Aufzug barrierefrei erreichbar sein. Ideen, das Vikihaus mit Leben zu füllen, gibt es reichlich. Für den Bewegungsraum sind Rehasport sowie Kitasport geplant. Endlich wäre Platz für Hausaufgaben- und Nachhilfe-Gruppen. Auch Schulprojekte mit den Willkommensklassen der benachbarten Ernst-Reuter-Oberschule könnten im Vikihaus umgesetzt werden.

Das Vereinsbüro von Rot-Weiß Viktoria Mitte ist derzeit in der Fürstenberger Straße 12, nahe dem Arkonaplatz. Es ist klein und ziemlich weit entfernt von den Fußballplätzen im Brunnenviertel. Geschäftsführer Elias Bouziane kann es kaum erwarten, die Belange der Fußballabteilung endlich vor Ort abwickeln zu können. Das spart auch den Mitgliedern Wege. Im Büro in der Fürstenberger Straße wird Geschäftsstellenleiter Matthias Krupp die Arbeit für den Gesamtverein konzentrieren können.

Der Bau des Vikihauses wird mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ und Eigenmitteln des Vereins finanziert. Eigentümer wird der Bezirk Mitte sein, der Verein wird Pächter. Für die Einrichtung des Hauses fehlt jedoch noch Geld. Spenden in jeder Höhe sind willkommen. Für alle, die noch mehr wissen möchten, gibt es auf www.vikihaus.com eine umfangreiche Dokumentation zum Vikihaus-Projekt. Mehr über Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e. V. lesen Sie in unserem Vereinsporträt.

Vikihaus

25.09.2017
Text: KiezSportLotsin Susanne Bürger
Grafik: Viktoria Mitte
Foto: Andrei Schnell

Ideen zur Ackerstraße werden konkret

Straßenfest Ackerstraße September 2017Kleine Eingriffe, große Steigerung der Qualität. Anwohner und Anwohnerinnen diskutierten beim Straßenfest am 16. September auch über denkbare kleinteilige Verbesserungen der Straße. Aber es gab auch Flohmarkt und Tauschbörse unter dem Motto „Weitergeben statt wegschmeißen“.

Wie die Ackerstraße schöner werden kann

Das Büro gruppe F Landschaftsarchitekten stellte an seinem Marktstand erste Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung im Projekt "Kleinteilige Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße" vor. Insbesondere die Idee fand großen Anklang, die kleine ungenutzte Grünfläche südöstlich der Kita Ackerstraße 60 aufzuwerten und mit Sport- und Aufenthaltsmöglichkeiten auszustatten. Möglicherweise könnte eine der Tischtennisplatten von der ungenutzten „Insel“ vor der Hausnummer 49 auf diese Grünfläche versetzt werden. Langfristig wäre eventuell eine Umgestaltung der "Insel" mit Fahrradständern denkbar.

kleinteilige verbesserungen der AckerstraßeAuch die Überlegung, den Edeka-Vorplatz im kommenden Jahr mit neu bepflanzten und farbig bemalten Hochbeeten umzugestalten und möglicherweise Fahrradständer aufzustellen wurde befürwortet. Denkbar wäre in dem Zuge auch eine bunte Bemalung der grauen Waschbetonpoller am Eingang zum Spielstraßenteil der Ackerstraße. Die Gestaltung könnte eine Schulklasse übernehmen. Die Versetzung des Bücherschrankes von seinem derzeit eher versteckten Standort in der Hussitenstraße fand Zuspruch. Die Idee, den Platz vor dem Edeka mit Bänken oder anderen Sitzmöglichkeiten auszustatten, wurde weiterhin kontrovers diskutiert.

Die Vision, möglicherweise einen Mietergarten in der Ackerstraße 122 zu etablieren, wurde gestärkt. insgesamt gab es einige neue Interessenten für das Thema Gärtnern beziehungsweise. „beackern“ der Ackerstraße.

Das Straßenfest

Es gab ein bunt gemischtes Angebot an Mitmachaktionen wie Schattentheater, Memory, Kinderschminken, Kinderspiel und -sport wie Jenga, Federball, Fußball oder Hürdenlauf. Am Zuckerwattestand der degewo schlugen die Kinderherzen höher.

Beim Straßenfest konnten sich alle Interessierten auch über die Arbeit verschiedener Institutionen aus dem Brunnenviertel informieren. Projekte aus den Bereichen (Weiter-)Bildung (Die Brücke; In Mitte für Mitte), Jugend (WIB-Jugend verein(t), Öffentlicher Raum (Kiezmelder; Brunnengärten; QM Brunnenviertel; QM Ackerstraße), Nachbarschaft (Olof-Palme-Zentrum; Familienzentrum Wattstraße; Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand ) sowie Spiel- und Bewegungsangebote (Victoria Mitte; bwgt e.V.) waren mit eigenen Marktständen dabei.

Eine weitere geplante Aktion für das Straßenfest war, im Rahmen des Park(ing)Day einige Parkplätze für den Tag mal nicht zum Parken, sondern mit Kunstrasen und Liegestühlen der degewo als Spiel- und Aufenthaltsfläche zu nutzen. Trotz Halteverbotsschildern, waren jedoch alle für die Aktion angedachten Parkplätze belegt. Das immer wieder diskutierte Thema des Parkplatzdrucks scheint in der Ackerstraße also enorm hoch zu sein, so dass der Kunstrasen kurzerhand auf dem Gehweg ausgerollt wurde.

Zum Projekt

Ziel des Projektfonds-geförderten Projektes ist, die Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße sichtbar zu verbessern und das nachbarschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum zu stärken. Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre werden Workshops, Feste und Maßnahmen zur Verschönerung der Ackerstraße und Sensibilisierung für das Thema Müll stattfinden. Ein weiteres Ziel ist es, die BewohnerInnen des Quartiers näher zusammenzubringen.

Kleinteilige Verbesserungen der Ackerstraße

20.09.2017

Fotos: Andrei Schnell

Text: Gruppe F

Straßenfest Ackerstraße am 16. September

Straßenfest AckerstraßeKleine Eingriffe, große Steigerung der Qualität. Anwohner und Anwohnerinnen diskutierten beim Straßenfest am 16. September auch über denkbare kleinteilige Verbesserungen der Straße. Aber es gab auch Flohmarkt und Tauschbörse unter dem Motto „Weitergeben statt wegschmeißen“.

Wie die Ackerstraße schöner werden kann

Das Büro Gruppe F Landschaftsarchitekten stellte an seinem Marktstand erste Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung im Projekt "Kleinteilige Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße" vor. Insbesondere die Idee fand großen Anklang, die kleine ungenutzte Grünfläche südöstlich der Kita Ackerstraße 60 aufzuwerten und mit Sport- und Aufenthaltsmöglichkeiten auszustatten. Möglicherweise könnte eine der Tischtennisplatten von der ungenutzten „Insel“ vor der Hausnummer 49 auf diese Grünfläche versetzt werden. Langfristig wäre eventuell eine Umgestaltung der "Insel" mit Fahrradständern denkbar.

Straßenfest AckerstraßeAuch die Überlegung, den Edeka-Vorplatz im kommenden Jahr mit neu bepflanzten und farbig bemalten Hochbeeten umzugestalten und möglicherweise Fahrradständer aufzustellen wurde befürwortet. Denkbar wäre in dem Zuge auch eine bunte Bemalung der grauen Waschbetonpoller am Eingang zum Spielstraßenteil der Ackerstraße. Die Gestaltung könnte eine Schulklasse übernehmen. Die Versetzung des Bücherschrankes von seinem derzeit eher versteckten Standort in der Hussitenstraße auf den Platz vor Edeka fand Zuspruch. Die Idee, den Platz vor dem Edeka mit Bänken oder anderen Sitzmöglichkeiten auszustatten, wurde weiterhin kontrovers diskutiert.

Die Vision, möglicherweise einen Mietergarten in der Ackerstraße 122 zu etablieren, wurde gestärkt. insgesamt gab es einige neue Interessenten für das Thema Gärtnern beziehungsweise. „beackern“ der Ackerstraße.

Das Straßenfest

Es gab ein bunt gemischtes Angebot an Mitmachaktionen wie Schattentheater, Memory, Kinderschminken, Kinderspiel und -sport wie Jenga, Federball, Fußball oder Hürdenlauf. Am Zuckerwattestand der degewo schlugen die Kinderherzen höher.

Beim Straßenfest konnten sich alle Interessierten auch über die Arbeit verschiedener Institutionen aus dem Brunnenviertel informieren. Projekte aus den Bereichen (Weiter-)Bildung (Die Brücke; In Mitte für Mitte), Jugend (WIB-Jugend verein(t), Öffentlicher Raum (Kiezmelder; Brunnengärten; QM Brunnenviertel; QM Ackerstraße), Nachbarschaft (Olof-Palme-Zentrum; Familienzentrum Wattstraße; Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand ) sowie Spiel- und Bewegungsangebote (Victoria Mitte; bwgt e.V.) waren mit eigenen Marktständen dabei.

Eine weitere geplante Aktion für das Straßenfest war, im Rahmen des Park(ing)Day einige Parkplätze für den Tag mal nicht zum Parken, sondern mit Kunstrasen und Liegestühlen der degewo als Spiel- und Aufenthaltsfläche zu nutzen. Trotz Halteverbotsschildern, waren jedoch alle für die Aktion angedachten Parkplätze belegt. Das immer wieder diskutierte Thema des Parkplatzdrucks scheint in der Ackerstraße also enorm hoch zu sein, so dass der Kunstrasen kurzerhand auf dem Gehweg ausgerollt wurde.

Straßenfest AckerstraßeNächste Termine:

Am Donnerstag den 19. Oktober 2017 findet von 16 - 18 Uhr im Gemeindezentrum St. Sebastian (Feldstr. 19) die dritte Sprechstunde zum Thema „Engagement und Gärtnern in der Ackerstraße“ statt. Wer sich für die Verschönerung der Ackerstraße einsetzen möchte, ist herzlich willkommen. Wir beantworten Fragen und bieten Unterstützung.

In einer letzten geplanten Aktion in diesem Jahr möchten wir gern gemeinsam mit allen Interessierten Frühjahrsblüher-Blumenzwiebeln in der Ackerstraße verteilen, um dem langen und tristen Winter mit ein paar frühen Farbakzenten entgegenzuwirken.  Die Aktion wird Anfang November stattfinden, der Termin wird wieder per Plakataushang und Flyer sowie auf dieser Webseite bekannt gegeben.

Zum Projekt:

Ziel des Projektfonds-geförderten Projektes ist, die Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße sichtbar zu verbessern und das nachbarschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum zu stärken. Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre werden Workshops, Feste und Maßnahmen zur Verschönerung der Ackerstraße und Sensibilisierung für das Thema Müll stattfinden. Ein weiteres Ziel ist es, die BewohnerInnen des Quartiers näher zusammenzubringen.

Straßenfest Ackerstraße

10.11.2017

Text und Fotos: Gruppe F

Video zu Freiheit und Freiheiten

Video Weddinger FreiheitIn der Bundesrepublik Deutschland gilt die freiheitliche Grundordnung. Das ist ein großes, philosophisches Wort. In Gesprächen mit Menschen aus dem Brunnenviertel und Umgebung hat die Journalistin Lena Reich nachgefragt, was Freiheit konkret bedeutet. Hier im Kiez und heute in der Gegenwart. Daraus ist ein Film entstanden, der während der Ausstellung "Weddinger Freiheiten" zu sehen ist.

Sollte wieder ein Parkwächter eingestellt werden, der den Vinetaplatz bewacht? Die Rentnerin Margot Visser hat diese Zeiten noch erlebt und weiß wie schön sauber der Platz dadurch damals war. "Hinten war ein Platz, das war der Ruheplatz. Da durften wir Kinder gar nicht rein. Da gingen nur die alten Leute rein", erinnert sich die Seniorin an die Regeln und auch an den Aufpasser, den sie damals "Pupe" nannten.

In dem Film "Weddinger Freiheiten - Und oben die Jungs" von Lena Reich kommen zahlreiche Menschen zu Wort, die erzählen, wo sie im Alltag frei oder unfrei sind. Wie das für sie ist mit den Regeln und dem Gefühl, alles machen zu können. So sagt ein Kind über das streng geregelte Fußballspiel: "Ich fühle mich frei, wenn ich Sport mache." Und darauf folgt im Film eine Erinnerung einer Frau, die mit acht Jahren aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland kam: "Sie haben uns beigebracht: Respekt haben und immer an den Grenzen bleiben und nicht auffallen." Einfache Antworten gibt es in dem Film nicht, nur viele Perspektiven auf Freiheit und Freiheiten.

Das gut halbstündige Video wird während der Ausstellung "Weddinger Freiheiten" in der St. Paul-Kirche - über die im Beitrag "Ausstellung über Freiheit im Wedding" berichtet wurde - gezeigt. Es ergänzt die Tafeln, die historische Rückblicke auf Möglichkeiten des Freiraums bieten. Die St. Paul-Kirche öffnet bis Ende Oktober zusätzlich sonntags von 11 bis 13 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Im nächsten Jahr wird die Wanderausstellung mit dem Video auch im Brunnenviertel in der Himmelfahrtkirche oder in der Kapelle der Versöhnung zu sehen sein.

Finanziell geholfen hat bei der Produktion des Films der Aktionsfonds des Quartiersmanagements.

Weiterführende Informationen:
Darstellung der Ausstellung "Weddinger Freiheiten", deren Teil der Film von Lena Reich ist, auf der Webseite der evangelischen Kirche Berlin Nordost

Weddinger Freiheiten

14. September 2017

Text und Fotos: Andrei Schnell

Die AG "Gute Taten" bittet um Rücksicht

AG Gute Taten Schildereinweihung Gustav-Falke-GrundschuleAm Anfang stand die Frage, was sich für die eigene Schule Gutes tun ließe? Die Kinder der dritten und vierten Klasse, die an der Gustav-Falke-Grundschule in der AG "Gute Taten" mitarbeiten, fanden, dass ihre Mitschüler zu achtlos mit dem Schulhof umgehen. Sie haben deshalb im vergangenen Schuljahr Tafeln mit Bitten gemalt.

"Die Kinder erklärten mir, dass auf dem Schulgelände zu viel Pflanzen zertrampelt werden", sagt Sozialarbeiterin Tülay Sulayman, die seit vielen Jahren an der Gustav-Falke-Grundschule arbeitet. Dagegen wollte die Arbeitsgemeinschaft (AG) "Gute Taten" etwas unternehmen. Den Kindern fiel ein, dass man Schilder aufstellen könnte. Tülay Sulayman hat die Schüler und Schülerinnen dann gleich mit einem Problem konfrontiert: wenn etwas Sichtbares entstehen soll, wird Material benötigt. Und das kostet Geld.

Schildereinweihung AG Gute Taten Gustav-Falke-GrundschuleDeshalb hat AG im letzten Jahr ihre Idee der Kinderjury Mitte vorgestellt. Die Kinderjury vergibt Geld an Projekte von Kindern und auch in der Jury selbst entscheiden Kinder. 400 Euro hat "Gute Taten" von der Jury erhalten. Mit dem Geld konnten sie ihre Idee, Tafeln zu bemalen, umsetzen.

Die Tafeln bestehen aus Kunststoff und die Farben sind regenfest. Welche Materialien am besten geeignet sind, dabei hat Florian Fleischmann beraten, der auch gleich die Tafeln zurechtgeschnitten und aufgebaut hat. "Ich habe handwerklich ausgeholfen", sagt er.

Die Kinder schrieben auf die Schilder Bitten wie: "Bitte nicht kaputt machen" oder "Bitte nicht den Müll auf den Boden werfen". Am 13. September stellte jedes Mitglied der AG seine Tafel auf und erklärte öffentlich, warum seine Bitte an die Mitschüler genau an diese Stelle gehört. Auch die Direktorin Sabine Gryczke hörte bei der Präsentation zu.

Weiterführende Informationen
Die AGs der Gustav-Falke-Grunschule

Schildereinweihung AG Gute Taten Gustav-Falke-Grundschule

14.09.2017

Text und Fotos: Andrei Schnell

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