November 2017

BürgerInnenbeteiligung war Thema beim Quartiersrätekongress

Quartiersrätekongress Karin LompscherDie Berliner Quartiersräte waren am Freitag, den 10. November, zum Kongress geladen. Hauptthema war das bevorstehende 20-jährige Bestehen des Quartiersmanagements. Im Fokus stand dabei die Verbesserung der BürgerInnenbeteiligung. In den Räumen des Berliner Abgeordnetenhauses diskutierten hierzu auch die Quartiersräte aus dem Brunnenviertel auf dem Podium und im Plenum mit.

Der 9. Quartiersrätekongress stand unter dem Motto „Mitmachen, Mitentscheiden, Selbermachen: Quartiersräte gestalten die Stadt“. Damit wurde eine Besonderheit des Berliner Quartiersmanagements hervorgehoben: die BürgerInnenbeteiligung. Die Quartiersräte aus den 34 Berliner Quartiersmanagements waren eingeladen die zurückliegenden Förderperioden zu reflektieren, Erfolge zu benennen und auch Kritik zu äußern.

Das Brunnenviertel beim Kongress

Quartiersrätekongress Alex Koch Aus dem Brunnenviertel saß Quartiersrat Alexander Koch vom benachbarten Gebiet Brunnenviertel-Brunnenstraße auf dem Podium. Auch Katja Seyfarth, ehemalige Quartiersmanagerin im Gebiet Brunnenviertel-Ackerstraße, diskutierte im Saal mit. Quartiersrätin Monika Neelsen war ebenfalls beim Kongress dabei.
 
In großer Runde wurde im Plenum über die Rolle der Quartiersräte diskutiert und über Vernetzung, Kommunikation und Selbstorganisation gesprochen. Die engagierten Bürger und Bürgerinnen teilten ihre Erfahrungen mit und sparten nicht mit Kritik. Deutlich wurde, dass die Räte nicht in allen Quartieren gleiche Beteiligungs- und Entscheidungsmöglichkeiten haben. Kritisiert wurde vielfach, dass das Förderprogramm „Soziale Stadt“, das das Berliner Quartiersmanagement ermöglicht, zu bürokratisch sei.
 
Strategien für die Zukunft

QuartiersrätekongressStadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) nutzte den Quartiersrätekongress, um Ideen für die Weiterentwicklung des Programms zu erhalten. Sie hörte zu, machte sich Notizen und erklärte am Schluss der Veranstaltung, was sie vom Kongress mitnehme. Einige Themen waren bereits aus einer Befragung der Quartiersräte hervorgegangen, so zum Beispiel der hohe bürokratische Aufwand, der mit einer Förderung in Verbindung steht. In diesem Zusammenhang stellte Senatorin Lompscher Verbesserungen in Aussicht. „Es ist eine landespolitische Initiative für die ‚Soziale Stadt‘ angedacht“, sagte sie. Mittel der Europäischen Union, für deren Verwaltung ein hoher bürokratischer Aufwand nötig sei, sollen künftig eher für Bauprojekte verwendet werden. Die Fördermittel für andere Projekte sollen mehr mit Mitteln des Landes finanziert werden. Damit soll die bürokratische Hürde für diese Projekte reduziert werden.
 
Insgesamt lobte Katrin Lompscher den Berliner Weg der BürgerInnenbeteiligung im Rahmen des Förderprogramms. „Die ‚Soziale Stadt‘ ist ein wichtiger Impulsgeber und die Bürgerbeteiligung ist ein wesentliches Erfolgsrezept des Programms“, sagte die Senatorin. Als wichtigen Fokus für die Zukunft nannte sie das Thema Wohnen. Das hatte sich auch in der Diskussion der Quartiersräte als der Bereich herausgestellt, der von besonderer Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt ist .
 
Das Förderprogramm „Soziale Stadt“

Das Programm „Soziale Stadt“ unterstützt Kieze, in denen soziale Probleme im Vergleich zur gesamten Stadt gehäuft auftreten. Gefördert werden Engagement und Vernetzung, Bildung und Integration, Verbesserung des Wohnumfeldes sowie Nachbarschaftseinrichtungen. Zwischen 1999 und 2016 flossen in Berlin 305 Millionen Euro in insgesamt 6.800 Projekte. Die Mittel aus dem Programm stammen von der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin. Das Berliner Quartiersmanagement ist bundesweit für die Einbindung von Bürgern und Bürgerinnen (z.B. Quartiersräte, Aktionsfondjurys) bekannt geworden.

Quartiersrätekongress Plenum

20.11.2017

Text Dominique Hensel, bearbeitet von Quartiersmanagement; Fotos: Dominique Hensel

Wer ist eigentlich der Nikolaus?

Nikolaus interreligiöser DialogAm 8. Dezember kehrt der Nikolaus zurück ins Familienzentrum. Ab 16 Uhr wird es für Kinder Basteln geben, eine Waffelaktion lockt mit und an eine kleine Überraschung für die Kleinen ist gedacht. Gleichzeitig wird kurz erklärt, ob und was der Nikolaus mit der christlichen Religion zu tun hat.

Seit Jahren laden mehrere Religionsgemeinschaften im Brunnenviertel ein, ihre jeweiligen Traditionen kennen zu lernen. Am zweiten Freitag im Dezember wird der Brauch vorgestellt, in der Nacht zum 6. Dezember geputzte Schuhe vor die Tür zu stellen. Die Veranstaltung richtet sich auch an Kinder, die herzlich eingeladen sind.

In den letzten Jahren lud der Verein Interkulturelles Beratungs- und Begegnungs Centrum e.V.  (IBBC e.V.) zum Interkulturellen Dialog ein. Das durch das Quartiersmanagement mit Mitteln der Sozialen Stadt geförderte Projekt endete 2016. In diesem Jahr läuft das Projekt ohne Förderung weiter. Träger des Projekts ist in diesem Jahr das Familienzentrum Wattstraße, die Evangelische Versöhnungsgemeinde Berlin, die Evangelische Kirchengemeinde am Humboldthain und die Unabhängige Synagogengemeinde Bet Haskala e.V.

Nikolaus Interreligiöser Dialog Brunnenviertel

24.11.17

Text und Foto: Andrei Schnell

Einladung zur bunten Suppenstunde

Bunter SuppentagAm 28. November 2017 haben Sie die Möglichkeit die leckere Gewinnersuppe aus unserem Suppenwettbewerb im Familienzentrum (Wattstraße 16) zu kosten! Untermalt wird unsere "Bunte Suppenstunde" mit einem kleinem Bastelprogramm für Groß und Klein. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung.

Von 16.30 bis 18 Uhr können Nachbarn, Anwohner und Anwohnerinnen, Familien und alle Interessierten zu einer "Bunten Suppenstunde" zusammen kommen.

Das Quartiersmanagement hatte im Oktober einen Aufruf gestartet und Bewohner und Bewohnerinnen nach ihren Lieblingsrezepten für Suppen gefragt. Das Gewinner-Rezept wird nun einmal in der Wattstraße 16 für alle Gäste zubereitet und kann am Dienstag probiert werden.

Der Nachmittag ist für alle kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bunte Suppenstunde

20. November 2017

Text und Foto: Andrei Schnell; Grafik: Quartiersmanagement

Workshop: Eventkalender des Quartiersmanagements

VeranstaltungskalenderAuf der Webseite des Berliner Quartiersmanagements und auf allen Webseiten der über 30 Quartiersmanagementsgebiete gibt es einen Veranstaltungskalender. In diesen Online-Kalender können VeranstalterInnen selbst Termine eintragen. Wie das geht, erklärt Birgit Bogner in einem Workshop am 20. November.

"Kurzeinführung in die Nutzung der Online Kalender der Quartiersmanagements" heißt das Seminar am Montag, 20. November, um 13 Uhr im Computerraum des Olof-Palme-Zentrums vollständig. In maximal zwei Stunden erklärt Birgit Bogner Interessierten, wie Angebote, Termine und Events veröffentlicht werden können. "Hauptziel des Kurz-Workshops ist es, dass Akteure in Zukunft selbständig ihre Angebote im Veranstaltungskalender des Quartiersmanagement-Portals eintragen können", sagt Birgit Bogner.

Es besteht die Möglichkeit je nach Interesse der Anwesenden auch darüber zu sprechen, wie andere Portale für Veranstaltungswerbung genutzt werden können.

Es wird einen kleinen Mittagssnacks geben.

Auf dieser Webseite ist der Kalender über den Button "Aktuelle Termine" erreichbar. Auf der Webseite des Berliner Quartiersmanagements ist der Online-Kalender unter Aktuelles und dem Unterpunkt Veranstaltungen zu finden.

Seminar Veranstaltungskalender im Olof-Palme-Zentrum

15.11.2017

Text und Fotos: Andrei Schnell

Am 8. November den Winter überlisten

Die Ackerstraße aufblühen lassenDer Herbst ist nicht nur die Zeit, in der Frühling und Sommer vergehen. Er ist auch die Zeit nach vorn zu schauen und vorauszuplanen. Wer bereits jetzt an das Ende der dunklen Jahreszeit denkt, der steckt in diesen Tagen Blumenzwiebeln in die Erde. Bei einer öffentlichen Aktion am 8. November ist jeder eingeladen, die Hochbeete in der Ackerstraße mit Zwiebeln zu bestücken, damit die Straße im nächsten Jahr früh erblühen kann.

Um 14 Uhr startet die Aktion auf dem kleinen Vorplatz in Höhe Ackerstraße 118. Gesteckt werden Frühjahrsblüher, um mit ein paar frühen Farbakzenten im Jahr 2018 den Kiez zu beleben. Die Hochbeete werden zuvor etwas ausgelichtet, das heißt, die Flächen werden mit einem kleinen Gehölzschnitt vorbereitet. Auch Schulkinder der angrenzenden Schulen sowie die Kiezläufer werden am 8. November bei der Aktion vor Ort sein.

Alle Interessierte, Anwohner und Anwohnerinnen, sind eingeladen, beim Stecken der Zwiebeln dabei zu sein. Pflanzen, Werkzeuge und Gartenhandschuhe werden gestellt, es können aber auch eigene Handschuhe mitgebracht werden. Zum Aufwärmen wird heißer Tee gekocht.

Die Aktion wird von den Landschaftsarchitekten Gruppe F organisiert, die das Projekt "Nächster Halt: Ackerstraße" übernommen haben. Finanziert wird das Projekt durch das Quartiersmanagement aus dem Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt.

Weiterführende Informationen:
Die Webseite des Projektträgers Gruppe F

Die Ackerstraße aufblühen lassen

06.11.2017

Text und Foto: Andrei Schnell, Grafik: Gruppe F

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