August 2018

Viele Dankesworte bei der Eröffnung des Vikihauses

Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 BrunnenviertelEs kommt nicht oft vor, dass ein Projekt aus dem Baufonds an den Kiez übergeben werden kann. Deshalb war es ein besonderer Tag für das Brunnenviertel, als mit der Eröffnung des Vikihauses auf dem Sportplatz in der Stralsunder Straße die Fertigstellung eines solchen großen Projekts zu feiern war. Es wurden viele Dankesworte gesprochen, Stadtrat Ephraim Gothe war anwesend und die Menschen, die das Projekt durchgeboxt haben, wurden besonders geehrt.

Quartiersmanagerin Sabine Hellweg erinnerte daran, wie das Bauprojekt dem Quartiersrat vorgestellt wurde. Auch weil der Sportverein Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 bereits zu einem frühen Zieitpunkt gut nachvollziehbare und konkrete Pläne vorlegen konnte, habe sich der Quartiersrat damals für das Vikihaus entschieden. "Es war nicht so, dass wir nur diese eine Idee auf dem Tisch hatten, es gab durchaus Konkurrenz".

Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 BrunnenviertelRomanus Otte, 2. Vorsitzender bei Viktoria Mitte, appellierte an Baustadtrat Ephraim Gothe, im Bezirk noch mehr für den Sport zu tun. "Alle unsere sportlichen Angebote sind sofort ausgebucht. Die Nachfrage ist enorm. Gerade auch fürs Turnen." Turnen, wozu zum Beispiel Yoga zählt, sei bei Viktoria Mitte der zweitgrößte Bereich. Im neuen Vikihaus sind nun Räume geschaffen worden, die für Bewegungsangebote wie Gymnastik oder Mutter-Kind-Turnen gut geeignet sind.

Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) erklärte, dass die wachsende Stadt nicht von Politikern gemacht werde, sondern ein weltweites Phänomen sei. "Das sehen Sie in Istanbul genauso wie in Moskau. Nur in Nordkorea nicht", sagte der Stadtrat augenzwinkernd. Mit der wachsenden Stadt sei verbunden, dass nicht immer die soziale Infrastruktur schnell genug mitwachsen könne. Um so erfreulicher sei es, dass im Brunnenviertel nun zusätzlicher Platz für Sportangebote, aber auch für Begegnung, geschaffen wurde.

Besonders geehrt wurde Janine Gensheimer. Der Verein dankte seiner Projektleiterin, die unermüdlich das Vikiprojekt verfolgt habe - und das auch in Zeiten "wo mancher das Projekt schon fast vergessen hatte", wie Romanus Otte nicht ganz ernst sagte.

Auch Benedikta Scheibenzuber bekam vom Verein einen extragroßen Blumenstrauß. Sie hat das Projekt ebenfalls beharrlich verfolgt und hatte nach vielen Entwürfen schließlich den Gedanken ein Brückenhaus zu bauen. So konnte der vorhandene Platz auf dem Sportplatz optimal ausgenutzt werden.

Das Vikihaus ist ein Vereinshaus und wird gleichzeitig zu vielen Zeiten allen Menschen im Brunnenviertel offen stehen. Mit ihm wurde ein Ort für Sport- und Begegnung gleichermaßen geschaffen.

Weitere Fotos sind im Fotoalbum "Eröffnung Vikihaus" auf Facebook (auch ohne Registrierung) zu sehen.

Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel Ephraim Gothe Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel
Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel
Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel

Eröffnung Vikihaus 30. August 2018 Brunnenviertel

31.08.2018

Text und Fotos: Andrei Schnell

Nachbarschaftspicknick zur Einweihung

NachbarschaftspicknickMit einem Picknick unter Nachbarn wollen die Gemeinschaftsgärtner im Hof der Ackerstraße 122 ihre Hochbeete einweihen. Alle Anwohner und Anwohnerinnen sind eingeladen, an diesem Tag mitzufeiern. Am Freitag, 31. August, geht es um 17 Uhr los.

Einen Nachbarschaftsgarten haben Mieter der Wohnungsbaugesellschaft Degewo in diesem Jahr aus Holz gebaut. Die Hochbeete sind im Juni dieses Jahres fertig geworden. Aktuell sind noch einige Hochbeete frei. Wer Lust hat mitzugärtnern, kann gern am Freitag während des Picknicks Bescheid geben oder sich bei Marieke Koehn telefonisch unter 030 611 2334 oder per E-Mail unter koehn@gruppef.com melden

Hochbeet Ackerstraße 122Wer am Freitag beim Picknick mitfeiern möchte, kann gern Kleinigkeiten zum Essen und zum Trinken mitbringen.

Das Picknick ist eine Aktion des Projekts "Nächster Halt: Ackerstraße". Das Projekt will die Ackerstraße stärken. Gefördert wird es über den Projektfonds durch das Quartiersmanagement.

Nachbarschaftspicknick

16. August

Text und Grafik: Gruppe F

Foto oben: Andrei Schnell .

Vinetaplatz aufräumen

Schöner denn je Putz und Pflanzaktion Vinetaplatz Brunnenviertel"Schöner denn je" ist das Motto einer Putz- und Pflanzaktion auf dem Vinetaplatz. Cecilia Stickler, die seit Jahren ehrenamtlich den Platz regelmäßig in Schuss hält, wird am Freitag, den 7. September, von Anwohnern und Anwohnerinnen und von Atkeuren wie dem Familienzentrum Wattstraße bei ihrem Handeln unterstützt. Viele weitere Gelegenheiten, mitanzupacken für ein sauberes Berlin bietet der Aktionstag "Gemeinsame Sache - Berliner Freiwilligentage".

Die Berliner Freiwilligentage gibt es mit den derzeitigen Organisatoren Tagesspiegel und Paritätischer Wohlfahrtsverband seit fünf Jahren. Überall in Berlin finden am 7. Und 8. September Mitmach-Aktionen statt.

Auch bei der Putz- und Pflanzaktion am Vinetaplatz sind Helfer und Helferinnen hochwillkommen. Anwohner und Akteure haben sich für Freitag, den 7. September, zwischen 15 und 18 Uhr zur Putz- und Pflanzenaktion am Vinetaplatz verabredet. Das Herausputzen des Vinetaplatzes hat schon Tradition. Immer wieder haben sich Anwohner und Anwohnerinnen in den vergangenen Jahren an verschiedenen Aktionstagen beteiligt und den öffentlichen Raum in ihrem Umfeld verschönert. In diesem Jahr sollen auch Blumenzwiebeln gesteckt werden, damit im nächsten Frühling bunte Blumen erblühen. Alle Materialien stehen zur Verfügung, für die Helfer und Helferinnen gibt es außerdem eine gesunde Stärkung. Für Kinder sind bunte Bastelaktionen und ein Mülltrennwettbewerb organisiert worden.

Fest zugesagt haben und auf weitere Beteiligung hoffen Cecilia Stickler, Barbara Langer-Heiserholt, Vertreter des Stadtteilvereins Brunnenviertel e.V, des Familienzentrums Wattstraße und des Olof-Palme-Zentrums sowie der Schildkröte gGmbH (MachBar).

Vinetaplatz Brunnenviertel

28.08.2018

Text: QM Brunnenstraße

Grafik: promo

Erstmals Kulturtage im Brunnenviertel

Kulturtage BrunnenviertelEin großes Fest mit umfangreichen Programm sind die Kulturtage im Brunnenviertel, die am Wochenende, 8. und 9. September, erstmals organisiert werden. Neben Bilderbuchkino, Theatervorführung mit Kindern und Konzerte am Sonnabend im Olof-Palme-Zentrum gibt es am Sonntag Konzerte in der Kapelle der Versöhnung und in der Evangelischen Himmelfahrtskirche. Außerdem können Gäste ein Straßenfest mit Flohmarkt besuchen.

Das Programm der Kulturtage im Brunnenviertel hält für Kinder, Erwachsene, Bummler oder Kunstinteressierte etwas bereit. So wird es an beiden Tagen ein Kiezfest geben. Am Sonnabend, 7. September, lädt das Lazarus-Haus zu einem Fest mit Bauchtanz, Samba und internationaler Musik. Am Sonntag bietet dann ein Straßenfest auf dem Edekavorplatz in der Ackerstraße Flohmarkt, Essen und Mitmachaktionen.

Ein zentraler Ort der Kulturtage ist das Olof-Palme-Zentrum. Am Sonnabend startet das Fest um 15 Uhr. Los geht es mit einem Bilderbuchkino für Kinder. Ab 19 Uhr treten unterschiedliche Musiker aus. Höhepunkt ist das Konzert der Weddinger Band "Wildkraut". Orgelkonzert und Celtic Chor werden am Sonntag zu hören sein.

Das Atelierhaus in der Ackerstraße beteiligt sich an den Kulturtagen mit Offenen Ateliers.

Erstmals geöffnet hat die ehemalige Waschküche eines Miethauses in der Feldstraße. Die Räume im Tiefparterre sollen künftig einer noch festzulegenden öffentlichen Nutzung dienen. Am Sonntag von 13 bis 16 Uhr kann der Ort entdeckt werden.

Die Kulturtage sind eine Initiative der beiden Quartiersmanagements im Stadtteil: QM Brunnenviertel-Ackerstraße und QM Brunnenviertel-Brunnenstraße.

Kulturtage 2018 Brunnenviertel

27.08.2018

Text: Andrei Schnell

Grafik: QM

Zu den ersten gehören, die das neue Vikihaus anschauen

Vikihaus Einladung EröffnungEs ist eine der größten Investitionen für den Sportverein Rot-Weiß Viktioria Mitte 08: das Vikihaus. Das neue Sport- und Begegnungszentrum wird ein neuer wichtiger Ort im Kiez für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Am 30. August wird der Neubau übergeben. Die Eröffnungsfeier ab 15 Uhr ist eine gute Gelegenheit das neue Zentrum als Erste oder Erster in Augenschein zu nehmen. Der Sportverein und das Team im Vorortbüro laden herzlich ein.

"Wir haben es gemeinsam geschafft!", freut sich der Sportverein Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 in der Einladung an alle Menschen im und um das Brunnenviertel. Mitfeiern werden am Donnerstag Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen und Ephraim Gothe, Stadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit.

Das erwartet Sie - die Programmhighlights

Nach der Einweihung und dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes führen das Architektenteam Pfeiffer-Architekten und Benedikta Scheibenzuber sowie die Projektleiterin Janine Gensheimer alle Interessierten durch das neue Gebäude. Besucher können für den noch leere neue Kieztreffpunkt Anregungen und Ideen äußern. Eine Ideenbox und ein Gästebuch liegen aus.

Das Rahmenprogramm bietet eine Kochaktion, Bewegungsspiele viele weiteren Aktionen.

Programmübersicht

  • 15.00 Uhr: Empfang mit Musik und Aktionen
  • 15.30 Uhr: Begrüßung Viktoria Mitte und Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstrasse
  • 15.45 Uhr Einweihung VIKIHAUS durch die Senatorin Frau Katrin Lompscher und dem Baustadtrat Herr Ephraim Gothe
  • Ab 16.30 Uhr Austausch mit dem Architektenteam und Viktoria Mitte, Kochaktion mit Apero & Fingerfood, sowie kleines Rahmenprogramm mit Musik und sportlichen Aktionen

Über das Vikihaus

Seit Mitte 2017 entsteht das Vikihaus als neues Sport- und Begegnungszentrum. Träger wird der Sportverein Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 sein, der seit Jahren den Sportplatz an der Stralsunder Straße nutzt und dabei auch immer wieder Bewegungsangebote im und für das Brunnenviertel umgesetzt hat. Das Vikihaus soll ein offener Ort im Kiez werden, an dem Sport- und Begegnungsangebote für den Stadtteil möglich sein werden. Genaue Infos zum künftigen Konzept finden sich auf der Webseite http://vikihaus.com.

Förderer

Die Kosten für das neue wichtige Kiezzentrum wurden auch über den Baufonds des Quartiersmanagements mit Mitteln der Sozialen Stadt getragen. Auch der Sportverein hat über erhebliche Eigenmittel und über die Spendenaktion 100 mal 1.000 Geld für das Projekt beigetragen. Der Sportverein dankt auch der Vewaltung im Bezirksamt und namentlich dem Sport- und Schulamt für fachliche Hilfestellungen. An dieser Stelle ist nicht genügend Platz, um alle Förderer und Unterstützer aufzuzählen.

Vikihaus

23.08.2018

Text und Fotos: Andrei Schnell (Einladung Viktoria Mitte)

Grafik: SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V.

Künstler in der Ackerstraße öffnen Atelierhaus

AtelierhausMit „Offenen Ateliers“ beteiligen sich zehn Künstler und Künstlerinnen des Atelierhauses an den vom Vorortbüro organisierten Kulturtagen im Brunnenviertel. Am Sonntag, den 9. September, können Besucher von 11 bis 19 Uhr mit bildenden Künstlern ins Gespräch kommen und ihre Werke kennen lernen. Malerin Ulrike Hansen verrät im Interview einige Hintergründe zum 2016 fertig gestellten Atelierhaus in der Ackerstraße 81.

Kiezreporter: Wie entstand die Idee, dass das Atelierhaus bei den ersten vom Vorortbüro organisierten Kulturtagen sich beteiligen könnte?

Ulrike Hansen: In unser Ateliergemeinschaft haben sich 25 Künstler zusammengeschlossen. Von Anfang an hatten wir die Idee, einmal im Jahr einen Tag der offenen Tür zu machen. Da war es wie ein letzter Anstoß, als Quartiersmanagerin Sibel Olguner im März bei uns zu Besuch war. Sie hatte sich und das Quartiersmanagement vorgestellt und dabei angedeutet, dass ein Kulturwochenende im Brunnenviertel sinnvoll wären. Wir dachten sofort, das ist eigentlich eine gute Gelegenheit, uns einzuklinken. Wir hatten ja schon vorher in den Gerichtshöfen seit vielen Jahren Offene Ateliers veranstaltet

AtelierhausKiezreporter: Wie hängt das Atelierhaus in der Ackerstraße mit den Gerichtshöfen in der Gerichtsstraße zusammen?

Ulrike Hansen: Mein Mann Jürgen Reichert und ich hatten unsere Ateliers sehr viele Jahre in den Gerichtshöfen. Dort arbeiten rund 70 Künstler. Es wäre schön, wenn in unserem Atelierhaus in der Ackerstraße eine ähnliche Mischung wie in der Gerichtsstraße entstehen würde, auch wenn unser Haus kleiner ist. In den Gerichtshöfen gab es über 1.000 Besucher bei den mit viel Öffentlichkeitsarbeit angekündigten offenen Tagen. Aber dann wurde uns in den Gerichtshöfen die Situation nach bekannt gewordenen Umbauplänen des Vermieters zu unsicher und wir haben uns nach Alternativen und Grundstücken in der Nähe umgeschaut.

Kiezreporter: Wie ist das Atelierhaus in der Ackerstraße als Ausweg entstanden?

Ulrike Hansen: Eröffnet haben wir das Atelierhaus 2016. Jürgen Reichert und ich haben 2012 die Initiative ergriffen und konnten mit viel Glück das Gewerbegrundstück in der Ackerstraße 81 erwerben.

Wir haben anschließend Künstler gesucht, die bei unserem Projekt mitmachen wollen. Aus den Gerichtshöfen kamen zwei weitere Künstler dazu. Wir haben nach einem Jahr Planung 2013 eine Baugruppe mit über mit 20 Teilnehmern gebildet und haben gemeinsam von 2014 bis 2016 das Haus bauen lassen.

Kiezreporter: Was bedeutet es, im Gewerbegebiet zu bauen?

Ulrike Hansen: Wir sind froh, dass wir selbst bauen konnten. Ateliers sind in Berlin momentan sehr knapp. Wir haben uns somit selbst aus dieser Bedrängnis geholfen. Wir haben solide und möglichst günstig gebaut, aber anderen für Künstler wichtigen Stellen wie zum Beispiel Fenster nicht gespart. So ist ein Haus, abgestimmt auf die Bedürfnisse von Künstlern, entstanden. Im ersten Stock gibt es sogar ein Tonstudio eines Musikers. Der Rest des Hauses sind Ateliers für Künstler unterschiedlicher Richtung von Malerei, Bildhauerei, Installation, Konzept bis Fotografie. Es ist ein Haus zum Arbeiten geworden.

Kiezreporter: Ist es auch ein offenes Haus?

Ulrike Hansen: Ja. Wir hatten vor kurzem eine Lesung. Bislang haben einzelne Künstler etwas organisiert. Vor zwei Jahren im Oktober hatten wir eine sehr große Einweihungsfeier. Nun veranstalten wir während der Kulturtage die Offenen Ateliers. Die Besucher können in das Haus hinein, zehn einzelne Ateliers stehen offen.

In Berlin gibt es zwar jede Menge ähnlicher Veranstaltungen, aber ich denke für den Stadtteil ist es gut, wenn die Nachbarn wissen, was in ihrem Kiez passiert. Wir sehen uns als Teil des Brunnenviertels und laden gern ein, uns kennen zu lernen.

Atelierhaus Brunnenviertel Ackerstraße

27.08.2018

Interview: Andrei Schnell

Fotos: Ulrike Hansen

Workshop zu einem ganz besonderen Thema

Sargbau WorkshopIn unseren Zeiten wird nur weniges so stark verdrängt, wie der Tod und die Endlichkeit des Lebens. Auch die, des eigenen. Das Lazarus-Haus will sich mit einem ungewöhnlichen Workshop dieses schwierigen Themas annehmen. Gefragt wird: "Warum machen sich Menschen zu Lebzeiten so selten oder nie Gedanken darüber, wie ihr Sarg aussehen soll?"

"Hat der Tod denn so gar nichts mit unserem Leben zu tun?", ist die Ausgangsfrage dieses Workshops, den das Lazarus-Haus in der Bernauer Straße am 13. und am 14. Oktober anbietet. Von 10 bis 18 Uhr kann in einem Kurs ganz konkret durch eigenes Tun das eigene Lebensende bewusst gemacht werden und der Wert des Lebens erfahren werden.

Was ist es eigentlich, das die Idee, den eigenen Sarg zu bauen, so ungewöhnlich wirken lässt? "Krankheit, Sterben, Tod und Trauer haben viel mit unserem Leben zu tun. Insofern auch unser Sarg", schreibt das Lazarus-Haus. Der Gedanke ist naheliegend und doch - wie bei allen Tabus - sehr fern. "Den eigenen Sarg zu bauen, bedeutet, sich mit dem eigenen Leben und dem eigenen Tod auseinanderzusetzen." In dem Workshop wird das Nachdenken über den Tod verbunden mit dem Nachdenken über das eigene Leben.

Durchgeführt wird der Kurs von der bildenden Künstlerin Anna Adam, die in ihren Kunstwerken viel mit Holz arbeitet. Sie bietet während des Workshops ihre handwerkliche Unterstützung an und zeigt die richtigen Handgriffe. Lydia Röder, Ausbilderin für Sterbe- und Trauerbegleiter, macht gedankliche Angebote zu den Themen Sterben, Tod und Trauer. Dabei arbeitet sie auch mit Selbsterfahrungsübungen.

Der Workshop findet am 13. und am 14. Oktober jeweils von 10 – 18 Uhr im Lazarus Hospiz Berlin statt. Teilnehmen können alle, die einen Wohnsitz im Brunnenviertel haben. Die Aktionsfondsjury hat das Projekt mit dieser Auflage versehen, um den Bewohnerinnen und Bewohnerndes Brunnenviertels das Lazarus Hospiz und dessen Arbeit als wichtiger Akteur im Kiez näher zu bringen und um ehrenamtliches Engagement zu stärken. Das Projekt soll durch das Quartiersmanagement über den Aktionsfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert werden.

Fragen zum Kurs beantwortet Lydia Röder unter 030-46 705 276 oder unter lazarushospiz-ambulant@lobetal.de..705 276 oder unter lazarushospiz-ambulant@lobetal.de.

Sargbau Workshop

16.08.2018

Text: Andrei Schnell

Grafik: Lazarus

Flure und Klassenräume verschönert

Flurgestaltung Ernst Reuter Oberschule BrunnenviertelSchülerinnen und Schüler packten selbst mit an und malerten in der dritten Etage der Ernst-Reuter-Oberschule zehn Klassenräume und die angrenzenden Flure. Statt dunkler Farbtöne wie sie in den 1970er Jahren modern waren, strahlt dieser Teil der Schule nun in hellen, freundlichen Farben. Auch neue, individuelle Sitzschränke, die beinahe einmalig in Berlin sind, beleben nun das Stockwerk. 

 

"Neun Klassenräume standen in der Vereinbarung, einen zehnten haben wir zusätzlich aufgefrischt, damit alle Klassenräume in diesem Abschnitt neu sind", erklärt Architekt Yves Mikelsons. Seit 2015 arbeitet er mit den Schülern an der Verschönerung der Schulzimmer im dritten Stockwerk des Haus E der Oberschule. Zuerst erstellte er zusammen mit den jungen Menschen ein Farbkonzept. "Eine Klasse wollte unbedingt die Farbe schwarz für ihr Klassenzimmer", erklärt der Architekt, wie sich diese Zusammenarbeit unter Umständen gestalten konnte. Jeder der zehn Klassenräume erhielt eine eigene vorherrschende Farbe, mit vielen weißen Flächen entstand ein harmonischer Raumeindruck in jedem der Zimmer..Die Flure wurden durch senkrechte Linien an den Wänden oder durch farbige Säulen strukturiert und auf diese Weise lebendiger.

Anschließend ging es ans Malern. Die Schüler griffen dabei selbst zum Pinsel und gestalteten ihre Räume mit ihren eigenen Händen selber.

Neu sind Schränke und Sitzgelegenheiten aus Stahl. Sie wurden von Schülern eines Oberstufenzentrums in Berlin in Handarbeit individuell angefertigt. Jedes dieser robusten Möbelstücke ist damit ein Einzelstück. Vorherrschend im Entwurf der Stahlsitze von Yves Mikelsons ist ein geschwungener Bogen. Am stärksten zu sehen ist dieser bei einem kreisförmigen Sitz, der in einem zentral gelegenen Flur steht, zu dem mehrere Klassenzimmer eine Tür haben..

Neben der nun sichtbaren Verschönerung wurden bei der Präsentation auch die Sieger eines Hauswettbewerbs geehrt. Über einen längeren Zeitraum hinweg traten mehrere Klassen gegeneinander an und konnte in verschiedenen Bereichen Punkte sammeln. Zum Beispiel dafür, wie engagiert Wände gestrichen wurden. Ziel des Wettbewerbs war es neben der höheren Aufenthaltsqualität in der Schule auch eine höhere Identifikation mit der Schule zu erreichen und das Übernehmen von Verantwortung zu steigern.

Die Präsentation der Verschönerung der Flur ist der Abschluss des Projekts "Hausprojekt" an der Ernst-Reuter-Oberschule. Das Projekt wurde gefördert über den Projektfonds des Quartiersmanagements mit Mitteln der Sozialen Stadt.

Flurgestaltung Ernst Reuter Oberschule Brunnenviertel

Flurgestaltung Ernst Reuter Oberschule Brunnenviertel
Flurgestaltung Ernst-Reuter-Oberschule Brunnenviertel Flurgestaltung Ernst Reuter Oberschule Brunnenviertel

28.08.2018

Text und Fotos: Andrei Schnell

 

BruGa: Die Gärten des Brunnenviertels entdecken

BruGa - Brunnenviertel GartenschauSie ist die erste Ausgabe der Kiezgartenschau im Brunnenviertel: die BruGa. Am Wochenende, 25. und 26. August, zeigen die Stadtgärtner ihre grünen Projekte Gärtnern in der Stadt ist längst kein Nischenphänomen mehr wie die elf Stationen der BruGa beweisen. Die Besucher erwartet ein spannendes Programm, das vielfältige und neue Möglichkeiten für Grünflächen zeigt.

Es hilft ja immer, wenn sich alle mal einen einen Tisch setzen. Die Gärtner im Brunnenviertel haben sich gemeinsam einen Gartentisch gesetzt. Denn seit vielen Jahren werden im Brunnenviertel unterschiedlichste grüne Idyllen von Einzelpersonen oder Gemeinschaften in ihrer Freizeit liebevoll bepflanzt, gepflegt und sauber gehalten. Ergebnis des gemeinsamen Redens ist die erste Gartenschau im Brunnenviertel - die BruGa.

An elf Stationen zeigen Anwohner und Anwohnerinnen ihre kleinen und größeren Gartenprojekte. An einigen Orten gibt es kleine Veranstaltungen, Workshops oder Beratungen. Die elf Gärten, die sich beteiligen, sind Mietergärten in Innenhöfen, ein Dachterrassengarten oder Minigrünanlagen in Pflanzenschalen. Flächenmäßig groß ist der Mauergarten auf dem ehemaligen Mauerstreifen und die ehemalige Verkehrsinsel Gleim-Oase. Bei der BruGa können alle diese grünen Eckchen im Kiez entdeckt werden.

"Erleben Sie das Brunnenviertel einfach mal von einer ganz anderen Seite!", schreiben die Organisatoren der BruGa auf ihrer Einladung.

Die Stationen
 

  • Das Stadtteilbüro des Quartiersmanagements in der Swinemünder Straße 64 hat seine Pflanztöpfe geschmückt und beteiligt sich als mobile Station mit einem Pflanzen-Quiz.
  • Die Paten der Gleim-Oase vor dem Gleimtunnel sind am Sonnabend, 25. August, von 13 bis 15 Uhr vor Ort. Treffpunkt sind die Schachtische
  • Der Garten auf dem Dach auf der Dachterrasse des Seniorenwohnhauses Graunstraße 12 zeigt Hochbeete der Bewohnerinnen und Bewohner. Der nicht öffentliche Ort ist nur am Sonntag von 15 bis 17 Uhr zugänglich. Bei Ankunft bitte 0177-7988 211 oder 0177-666 0808 anrufen.
  • Der Hofgarten hinter der Tortenwerkstatt ist ein Mietergarten und Nachbarschaftstreff. Termin: Sonnabend, 25. August, von 15 bis 18 Uhr, Graunstraße 28 oder Durchgang von der Swinemünder Straße 48.
  • (geeignet für Rollstuhlfahrer)
  • Der Elstergarten ist ein Mietergarten und Projekt von Nachbarn für Nachbarn. Hochbeete und die Kräuterspirale werden vorwiegend von Familien gehegt. Sonnabend, 25. August, von 13 bis 18 Uhr und Sonntag, von 13 bis 17 Uhr. Zugang über den Hofeingang Graunstraße 33 oder Durchgang von der Swinemünder Straße 48.
  • Der Mauergarten ist ein interkultureller Gemeinschaftsgarten im Mauerpark. Termin: Sonntag, 26. August, von 14 bis 17 Uhr. Zugang über den Eingang zum Mauerpark von der Lortzingstraße, links in die Baustraße durch das Tor.
  • Die Vinetaplatzkümmerer stärken die Nachbarschaft durch gemeinschaftliches Gärtnern an Pflanzschalen, Baumscheiben und Beeten. Termine sind am Sonnabend, 25, August, von 13 bis 15 Uhr und Sonntag, 26. August, von 13 bis 15 Uhr. Treff: Trinkwasser-Sprudel am Vinetaplatz.
  • Das Rosen- und Lavendelbeet am Vinetaplatz wird von einer Anwohnerin gepflegt. Sie gibt Tipps zum Rückschnitt von Lavendelstauden am Sonnabend, 25. August, von 15 bis 16 Uhr und am Sonntag, 26. August, von 15 bis 16 Uhr. Treff: Beet am Trinkwasser-Sprudel am Vinetaplatz.
  • Die Pflanzschalenbetreuung am Vinetaplatz ist laut Eigenaussage eine "nützliche und nicht nützliche Bepflanzung" durch eine Anwohnerin. Termin: Sonntag, 26. August, von 15 bis 17 Uhr vor der Swinemünder Straße 37.
  • Das NiemandsLand ist ein Gemeinschaftsgarten zweier Kirchengemeinden. Termin: Sonnabend, 25. August, von 15 bis 17 Uhr und Sonntag, 26. August, von 15 bis 17 Uhr hinter der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4.
  • Das BrunnenGärten-Fest zur BruGa startet am Sonntag, 26. August, um 15 Uhr. Bis 19 Uhr gibt es viele Leckereien, Auftritte, Livemusik, Spiel- und Bastelgelegenheiten, einem Quiz sowie Stände von Vereinen und Einrichtungen laden zum Feiern ein. Ort: Garten des Olof-Palme-Zentrums, Demminer Straße 28.

Das komplette Programm ist auch als PDF verfügbar.

Bei allen Stationen ist der Eintritt kostenfrei.

Weitere Infos unter http://bruga2018.brunnenviertel.de

BruGa Brunnenviertel Gartenschau

23.08.2018

Text und Foto: Andrei Schnell

Grafik: Brunnenviertel e.V.