November 2018

Lesung: Mit Rechten reden

Lesung Mit Rechten redenAm Dienstag, 27. November, kommt der Autor Per Leo ins Familienzentrum Wattstraße. Er hat vor einem Jahr zusammen mit
Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn den Spiegel-Bestseller "Mit Rechten reden" geschrieben. Um 19 Uhr wird aus seinem Buch lesen und anschließend mit den Gästen diskutieren.

Haben etwa auch Rechte gewisse Rechte auf freie Rede? Die drei Autoren des Buches "Mit Rechten reden" gehen davon aus, dass es nicht mehr funktioniert, einfach zu sagen: Du bist ein Nazi, du darfst nichts sagen. Doch wie sollte die Mitte der Gesellschaft dann mit den erstarkenden Rechten umgehen? In ihrem Buch, das kein Sachbuch und auch kein literarischer Schmöker ist, geht es ihnen darum, das Spiel der Rechten zu erklären. In ihren Augen ist es ein Spiel, das man zunächst durchschauen muss, um reagieren zu können.

Der Eintritt für die Lesung ist kostenfrei. Gefördert wird die Veranstaltung über den Aktionsfonds des Quartiersmanagements mit Mitteln der Sozialen Stadt.

Links
Eigendarstellung des Verlags Klett-Cotta zum Buch "Mit Rechten reden"

 

Per Leo Mit Rechten reden

20.11.2018

Text, Grafik, Fotos: Andrei Schnell

Erste Wohngruppe in Freundschaft eingezogen

+-60 In Freundschaft WohnenFür manch einen ist das Alter ein Schicksalsschlag, obwohl es doch jeden trifft. Doch sechs ältere Frauen im Kiez wollen sich nicht geschlagen gegeben durch das, was sich im Leben jenseits der 60 so ändern kann. „Wir waren immer selbstbestimmte Menschen, das wollen wir bleiben“, sagen sie. Deshalb haben sie im März 2013 eine Mietergruppe gegründet - nun sind sie zusammen in die Usedomer Straße eingezogen.

Wir mussten uns mit unserer Idee fünf Jahre lang gegen manche Widerstände durchschlagen. In diese Worte könnte man zusammenfassend packen, was drei der sechs Frauen im Namen der Mietergruppe +-60 in Freundschaft wohnen erzählen. Genannt werden wollen sie Bärbel, Sabine und Angela. Wichtig ist den dreien, für die gesamte Gruppe zu sprechen, einzelne Namen seien da nicht so wichtig.

Ältere für Ältere

Der Name sagt bereits, dass die Gruppe von Älteren für Ältere gegründet wurde. Motiv war „gegenseitige Unterstützung, sozial und körperlich“. Dass für Seniorinnen und Senioren bei Unterstützung an besondere Aufgaben denken, ist ihnen bewusst und ausdrücklich Teil ihres Konzepts. „Wir wollen uns um einander kümmern, im Alter nicht allein leben und aktive Mieter sein“, beschreiben es Bärbel, Sabine und Angela.

Formal ist die Mietergruppe im Neubau in der Usedomer Straße ein Verein - auch wenn jede einzelne Frau privat eine Wohnung anmietet. Als +-60 in Freundschaft wohnen e.V. haben sie mit der Vermieterin, der Degewo, einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Darin steht, dass sie von der Wohnungsbaugesellschaft bei der geplanten öffentlichen Kulturarbeit im Stadtteil unterstützt werden. Wenn Wohnungen im Haus frei werden, darf der Verein Mitglieder als neue Mieter vorschlagen. Und sie übernehmen eine Patenschaft für den Hof. Um bei seiner Arbeit noch schlagkräftiger zu werden, ist der Verein für Interessierte und Neumitglieder offen. Zunächst soll er im Kiez bekannt gemacht werden.

Erste erfolgreiche Mietergruppe nach 2014

Unter den Mietergruppen, die nach 2014 gestartet sind, ist +-60 in Freundschaft wohnen, das erste Projekt, das als Mietergruppe bei einem Wohnungsunternehmen eingezogen ist, erzählen die drei Frauen. Dass sie es geschafft haben, liegt daran, dass sie wissen, wie man sich durchschlägt. „Wir waren frech, wir waren hartnäckig, wir haben gerackert“, blicken sie auf anstrengende Jahre zurück. „Nun sind wir Pioniere“. Ursprünglich waren sie 19 Mitglieder, darunter auch Männer. Durchgehalten haben sechs Frauen.

Unterstützt wurden sie von der Stattbau Stadtentwicklungsgesesllschaft mbH im Auftrag des Senats. Deren Aufgabe ist der Betrieb der Netzwerkagentur GenerationenWohnen, die „Ideengeberin für gemeinschaftliche Wohnprojekte, Beraterin in allen Fragen des generationenübergreifenden Wohnens, Unterstützerin bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Projektidee und Vermittlerin zur Wohnungswirtschaft, zu Wohnungsgenossenschaften und privaten Haus- und Grundstückseigentümern“ sein soll. So beschreibt es Peter Meiwald von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Die Frauen hätten sich darüberhinausgehende durchschlagendere Unterstützung gewünscht.

Bekannt sind Baugruppen oder Genossenschaften. Mietergruppen gibt es in Berlin wenige. Mietergruppen sind Zusammenschlüsse von einzelnen Personen, für die gemeinsames Leben und Wohnen ein schlagendes Argument ist.

Links
Infos zum Projekt +- 60 In Freundschaft Wohnen

Usedomer Straße

20.11.2018

Text und Fotos: Andrei Schnell

Abschlusskonzert für Vätergruppe

Şubadap ÇocukDie Vätergruppe im Familienzentrum Wattstaße hat die Musikgruppe Şubadap Çocuk aus der Türkei eingeladen. Die Band tourt fünf Tage in Berlin und gibt ihr Abschlusskonzert für die Väter im Brunnenviertel. Das Konzert am Donnerstag, den 22. November, von 16 bis 17 Uhr ist für ganze Familie geeignet. 

Die Gruppe Şubadap Çocuk aus Izmir wurde 2013 gegründet und prouziert Kinderlieder. Die Band singt auf Türkisch, Kurdisch und Arabisch.

Die Vätergruppe ist ein Projekt, das über den Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt möglich gemacht wird. Geleitet wird die Gruppe von Sedat Michaelis. In der Vätergruppe treffen sich Väter aus der Nachbarschaft mit ihren Kindern, um gemeinsam Aktivitäten, Austausch und Ausflüge zu unternehmen.

17.11.2018

Text und Foto: Mitteilung

Gute Zeit trotz grauer Jahreszeit

SeniorenfreizeitgruppeIn der grauen Jahreszeit, für die der November steht, machen sich die Senioren der Freizeitgruppe unbeirrt eine bunte Zeit. Sie treffen sich wie gewohnt zwei Mal im Monat: am 12. und 26. November im Begegnungscafé des Familienzentrums Wattstraße. Wer graues Haar vorweisen kann und Lust hat, unter Leute zu kommen, der ist zu diesen Treffen herzlich eingeladen.

Wie gewohnt starten die Treffen mit einer halbstündigen sanften Gymnastik. Das nächste Treffen ist am Montag, 12. November, um 14.00 Uhr in der Wattstraße 16. Das zweite Treffen, ebenfalls um 14 Uhr, ist am Montag, 26. November. Jeweils um 14.30 Uhr folgt das Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

Bereits am 7. November hat die Gruppe zum Besuch des Berlin Stadtmuseum, vormals Märkisches Museum genannt, eingeladen.

Die Freizeitgruppe unter dem Motto "Raus aus der Hängematte - rein in die Aktivität" richtet sich an Ältere. Derzeit treffen sich Frauen und Männer zwischen 60 und 75 Jahren. Die Gruppe trifft sich zweimal im Monat. Für Nachfragen ist Dorothea Reinhardt (Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand e.V.) telefonisch unter 030 493 36 77 oder per Mail unter dorothea-reinhardt@gmx.de zu erreichen.

Die Gruppe ist Teil des Projekts "Zufrieden alt werden im Brunnenviertel", das mit Mitteln der Sozialen Stadt aus dem Projektfonds gefördert wird. Gestartet ist das Projekt im Frühjahr 2016.

LINKS
Der aktuelle Flyer der Freizeitgruppe
Eine knappe Zusammenfassung des Projekts findet sich auf der Webseite des Trägervereins Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand e.V.

Seniorenfreizeitgruppe Brunnenviertel

08.11.2018

Text und Fotos: Andrei Schnell