Januar 2019

Ausstellungseröffnung: Sehenswert

Ausstellungseröffnung SehenswertEinen Blick von außen auf ihren Kiez bekommen Bewohnerinnen und Bewohner des Brunnenviertels am Donnerstag, 31. Januar ab 18 Uhr im neuen Veranstaltungsraum Waschküche in der Feldstraße zu sehen. Studenten der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) zeigen Fotografien, die sie im Kiez gemacht haben. Viele der Erstsemester kannten den Stadtteil zuvor nicht.

Fasziniert waren die jungen Menschen von der Industriegeschichte und der einen oder anderen versteckten besonderen Architektur, die es im Brunnenviertel auch gibt. Auch Kurioses und nur scheinbar Alltägliches ist dem fotografischen Blick der Studenten nicht entgangen.

Lektion eins für angehenden Kommunikationstalente war, sich erst einmal mit dem Kiez hintergründig vertraut zu machen. Dazu gab es im Vorortbüro in der Jasmunder Straße bei einem Auftakt Wissen und Wissenswertes durch die Quartiersmanager.

Künstlerisch angeleitet wurden die Studenten des Studiengangs Grafikdesign und Visuelle Kommunikation von Professorin Nora Bibel, die lehrt, wie mit Bildern Geschichten erzählt werden können. Sie unterrichtet an der HMKW. Sie gab als Aufgabe vor, Geschichten in nächster Nachbarschaft aufzuspüren und fotografisch festzuhalten werden. Wobei mit nächste Nachbarschaft die allernächster gemeint war, denn die HMKW befindet sich mitten im Brunnenviertel.

Sehenswert AusstellungDie Ausstellung und die davorliegende Arbeit neugieriger junger Menschen wurde ermöglicht durch den Aktionsfonds, aber auch durch die Offenheit aller beteiligten Einrichtungen und Bewohner und Bewohnerinnen des Brunnenviertels.

Die Ausstellung wird nach der Vernissage noch bis einschließlich 15. Februar immer mittwochs bis sonntags von 16 bis 19 Uhr geöffnet sein. Die gesammelten Geschichten sind in einer Broschüre nachzulesen, die zur Eröffnung der Ausstellung erscheinen wird.

Links
Pressemitteilung der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft

Ausstellung

22.01.2019

Text: Andrei Schnell

Grafik: HMKW

Messe zeigt Arbeit geförderter Projekte

ProjektmesseAm Montag, 28. Januar, stellen sich im Olof-Palme-Zentrum Projekte aus dem Brunnenviertel vor. Bei der Projektmesse des Quartiersmanagement Brunnenstraße können Interessierte von 17 bis 19 Uhr geförderte Projekte kennenlernen. Auch einzelne Projekte aus dem QM-Gebiet Ackerstraße präsentieren sich auf  Messe.

Besucher und Besucherinnen können erfahren, auf welche Weise sie Gelegenheit haben, selbst etwas zu tun oder mitzumachen, denn viele Projekte rufen zur Beteiligung auf. So veranstaltet die Geschichtswerkstatt Anno erzählt regelmäßig Geschichtscafés. Und die Bürgerredaktion lädt dazu ein, im Kiezmagazin brunnen Texte und Fotos aus und über den Kiez zu veröffentlichen.

Viele Projekte haben bereits ihr Kommen zugesagt. Teilnehmen werden unter anderem das Projekt „Bewegungsfreiräume im Brunnenviertel“, die KiezSportLostin und der bwgt e.V. mit seinen sportlichen Angeboten. Das kürzlich beendete Projekt „Brunnengärten – Grünräume nachbarschaftlich stärken“ wird ebenfalls an der Messe teilnehmen. Die kürzeste Anreise zur Messe hat das Projekt „KinderKunstWerkstätten im OPZ“, das am Veranstaltungsort ansässig ist. Besucher und Besucherinnen haben außerdem die Gelegenheit, das erst Ende 2018 in Kooperation mit dem Naturkundemuseum gestartete Projekt „Tiere Berlins – den Kiez im Museum“ kennenzulernen. Auch der „teeny Musik treff“ hat sich zur Messe angemeldet.

Der Eintritt ist frei. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Fragen zur Veranstaltung beantwortet Quartiersmanagerin Frauke Witzler unter Telefon: (030) 46 06 94 50 oder per E-Mail unter fwitzler(at)list-gmbh.de.

Die Projektmesse findet zum dritten Mal statt. 2016 und 2017 ist dieses Veranstaltungsformat bereits erfolgreich ausprobiert worden. Damals hatten viele Projekte die Möglichkeit genutzt, sich zu präsentieren – und es gab gleichfalls viele interessierte Besucher und Besucherinnen. Die Messe richtet sich an die gesamte Nachbarschaft.

Projektmesse

17.01.2019

Text: Dominique Hensel

Grafik: QM Brunnenstraße

Waschküche wird Aktionsraum

Netzwerktreffen WaschkücheDie ehemalige Waschküche in der Feldstraße 10 behält ihren Namen, ändert aber ihre Funktion. Wo früher Mangeln und Schleudern drehten, wird sich bald alles um Nachbarschaft, Kochen, Kunst, Kultur und co. drehen. Das Team des Quartiersmanagement hat am 23. Januar Anwohner*innen, Akteure, Interessierte eingeladen, die den Raum zu einem Nachbarschaftstreff im Kiez machen wollen. An Ideen fehlt es nicht und auch unterschiedlichste Unterstützung wurde bereits zugesagt.

"Dieser Raum ist ein Geschenk, ein Geschenk der Wohnungsbaugesellschaft Degewo an das Brunnenviertel." Mit diesen Worten eröffnete Quartiersmanagerin Sabine Hellweg das erste Netzwerktreffen im frischen Raum, der früher als Waschküche für Mieter diente. Die rund 80 Quadratmeter im Erdgeschoss der Feldstraße 10 stehen ab sofort für nachbarschaftliche Nutzung zur Verfügung.

Unterstützer und Unterstützerinnen

Waschküche Feldstraße 10Über das Quartiersmanagement (QM) wird für zwei Jahre ein Projekt finanziert, dass den Start als neuen Nachbarschaftstreff und gleichzeitigen Veranstaltungsort  ermöglicht. Fest im Blick ist dabei, dass Organisation und Betreuung des Raumes bald auf eigenen Beinen stehen müssen, denn das QM-Ackerstraße befindet sich aktuell in der Übergangsphase, die Beendigung des QM-Verfahrens im Gebiet Ackerstraße ist beschlossen.

Die evangelische Versöhnungsgemeinde wird gemeinsam mit dem Quartiersmanagement diesen Prozess des Belebens engmaschig begleiten. Pfarrer Thomas Jeutner versprach, auch über Projektende den Raum aktiv für die Nachbarschaftsarbeit zu nutzen. "Wir als Gemeinde haben lange viel Kraft in die Entwicklung der Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße gesteckt. Nachdem diese durch Bundes- und Landesförderung gut etabliert ist, wollen wir wieder stärker in den Kiez gehen und wirken." Wer die Gemeinde kenne, der wisse, dass sie dabei nicht missionarisch vorgehe, sondern allen Bürgern mit allen kulturellen oder religiösen Hintergründen offen begegne.

Ideen zur künftigen Nutzung

Rund 20 Interessierte waren anwesend. Ihre Ideen, den Raum „Waschküche“ zu nutzen, reichten von Nachbarschaftstreffen, Chorangebot für Senior*innen, Ausstellungen, Filmabende, Kochen.

Netzwerktreffen Waschküche

25.01.2019

Text und Fotos: Andrei Schnell

 

 

Die ehemalige Waschküche in der Feldstraße 10 behält ihren Namen, ändert aber ihre Funktion. Wo früher Mangeln und Schleudern drehten, wird sich bald alles um Nachbarschaft, Kochen, Kunst, Kultur und co. drehen. Das Team des Quartiersmanagement hat am 23. Januar Anwohner*innen, Akteure, Interessierte eingeladen, die den Raum zu einem Nachbarschaftstreff im Kiez machen wollen. An Ideen fehlt es nicht und auch unterschiedlichste Unterstützung wurde bereits zugesagt.

"Dieser Raum ist ein Geschenk, ein Geschenk der Wohnungsbaugesellschaft Degewo an das Brunnenviertel." Mit diesen Worten eröffnete Quartiersmanagerin Sabine Hellweg das erste Netzwerktreffen im frischen Raum, der früher als Waschküche für Mieter diente. Die rund 80 Quadratmeter im Erdgeschoss der Feldstraße 10 stehen ab sofort für nachbarschaftliche Nutzung zur Verfügung.

Unterstützer

Über das Quartiersmanagement (QM) wird für zwei Jahre ein Projekt finanziert, dass den Start als neuen Nachbarschaftstreff und gleichzeitigen Veranstaltungsort  ermöglicht. Fest im Blick ist dabei, dass Organisation und Betreuung des Raumes bald auf eigenen Beinen stehen müssen, denn das QM-Ackerstraße befindet sich aktuell in der Übergangsphase, die Beendigung des QM-Verfahrens im Gebiet Ackerstraße ist beschlossen.

Die evangelische Versöhnungsgemeinde wird gemeinsam mit dem Quartiersmanagement diesen Prozess des Belebens engmaschig begleiten. Pfarrer Thomas Jeutner versprach, auch über Projektende den Raum aktiv für die Nachbarschaftsarbeit zu nutzen. "Wir als Gemeinde haben lange viel Kraft in die Entwicklung der Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße gesteckt. Nachdem diese durch Bundes- und Landesförderung gut etabliert ist, wollen wir wieder stärker in den Kiez gehen und wirken." Wer die Gemeinde kenne, der wisse, dass sie dabei nicht missionarisch vorgehe, sondern allen Bürgern mit allen kulturellen oder religiösen Hintergründen offen begegne.
 

Kurator Florian Wüst zeigt historische Dokumentarfilme

Filmstill Sanierung BrunnenviertelDer Filmkurator, Künstler und Publizist Florian Wüst zeigt am 15. Januar um 20 Uhr im Olof-Palme-Zentrum zwei Dokumentarfilme des Regisseurs Wolfgang Kiepenheuer (1914 – 1990). Die Titel „Stadterneuerung in Berlin - Beispiel Wedding“ und „Sanierung im Berliner Wedding - Ein Erfahrungsbericht“ verraten worum es geht: zu sehen sind Filme über die europaweit größte Flächensanierung, die mit Abriss und Neubau im Brunnenviertel vorgenommen wurde.

Die Filme entstanden 1966 und 1975 im Auftrag des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin beziehungsweise des Wohnungsunternehmens Degewo. Durch die Auftraggeber ist eine gefärbte Sichtweise auf den Umbau des Brunnenviertel zwischen 1964 und 1990 vorgegeben. So heißt es in der Kurzbeschreibung von „Stadterneuerung in Berlin - Beispiel Wedding“ im Berlin-Filme-Verzeichnis der Landesbildstelle Berlin: „Erneuerung verwahrloster, unzeitgemäßer Wohngebiete“. Der Film schildert, „wie es zu den ungesunden Zuständen lichtarmer Hinterhofwohnungen kam und wie man versuchte, die vier Funktionen Wohnen, Arbeit, Erholung und Bewegung in idealer Weise zu vereinen“. „Sanierung im Berliner Wedding - Ein Erfahrungsbericht“ kann als Fortsetzung von Kiepenheuers erstem Film über das Brunnenviertel gesehen werden: „Er stellt das Ergebnis der Veränderung der sozialen und wirtschaftlichen Struktur sechs Jahre später vor und lässt die Betroffenen zu Wort kommen“, heißt im Berlin-Filme-Verzeichnis.

Filmstill Sanierung BrunnenviertelHeute gibt es Stimmen, die im Umbau des Viertels und in der Umsiedlung der Hälfte der Bewohner eine „Kahlschlagsanierung“ sehen; andere dagegen vermissen im heutigen Wohnungsbau den damaligen Gedanken des gemeinwohlorientierten Bauens. Die historischen Filme geben einen Einblick, wo früher die Diskussionslinien verliefen - angesichts eines gigantischen Bauprojekts für 20.000 Menschen im Schatten der Berliner Mauer.

Die beiden 25-minütigen, ursprünglich auf 35 mm gedrehten Filme werden von Florian Wüst auf DVD gezeigt, der Kurator führt zu Beginn des Abends kurz in die Filme ein. Nach der Vorführung ist Zeit für Diskussion. Florian Wüst beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Film, Gesellschaft und Stadtleben. Er ist unter anderem einer der Herausgeber der Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt.

Die Veranstaltung am 15. Januar im Olof-Palme-Zentrum ist Teil der Reihe Geschichtscafés, die von Anno erzählt organisiert werden. Anno erzählt ist ein vom Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße gefördertes Projekt. Der Eintritt ist frei.

„Anno erzählt“ ist ein Nachbarschaftsprojekt, das über Geschichte langjährige und neu zugezogene Bewohner des Brunnenviertels zusammenbringen will. Vier Mal pro Jahr werden größere Geschichtscafés/Erzählcafés veranstaltet. Die Themen dieser Veranstaltungen beleuchten die Geschichte des Brunnenviertels. Das Projekt wird über den Projektfonds des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

Links
www.facebook.com/AnnoErzaehlt
www.brunnenviertel.de/anno-erzaehlt

Eruzählcafe Anno Brunnenviertel

11.01.2019

Text: Pressemitteilung

Grafik: Anno

Filmstandbilder