Oktober 2019

Interview: Wie der Übergang gelingen kann

Isabell StriederDas QM, das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße, wird Ende 2020 verstetigt. Das heißt, dass die Förderung über die Städtebauförderung (Soziale Stadt) zu diesem Zeitpunkt ausläuft und das Vorortlbüro geschlossen wird. Während der Verstetigung leitet Isabell Strieder von der complan Kommunalberatung GmbH das Projekt „Stärkung des Quartiersrates, der Ehrenamtlichen und der Akteure" (Arbeitstitel). Sie wird Quartiersrat, Ehrenamtlichen und Einrichtungen im Gebiet Ackerstraße helfen, sich auch nach Beendigung des QMs für ihren Stadtteil einzusetzen. Im Interview fragt der Kiezreporter, was sie und ihr Team bis Dezember 2020 vorhaben.

Frau Isabell Strieder, was planen Sie, was hat Ihr Projekt vor?

Isabell Strieder: Wir möchten erreichen, dass die Mitglieder des Quartiersrats und der Aktionsfondsjury ab 2021 sich selbst organisieren und eine vergleichbare Arbeit wie bisher fortführen können. Mit welcher Organisationsstruktur, in welchem Umfang und mit welchen Zielen im Detail, das wird gemeinsam mit den Mitgliedern der Gremien in den kommenden Monaten erarbeitet werden.

Zweites großes Ziel ist, dass den Menschen im Brunnenviertel die Angebote und Möglichkeiten zur Beteiligung besser bekannt sind und neue Ehrenamtliche für die Quartiersgremien gewonnen werden. Das ist nicht nur sinnvoll für den Zusammenhalt und die Entwicklung des Quartiers, sondern macht der oder dem Einzelnen vor allem auch Spaß und man lernt viele neue Leute aus der Nachbarschaft kennen.

Mit welchen Schritten wollen Sie diese Ziele anstreben?

Unser Projekt ist in sechs Bausteine aufgeteilt. Ersten Baustein bilden Abstimmungen mit dem Quartiersrat und Aktionsfondsjury. Dabei geht es um eine Ideensammlung, wie es ohne Quartiersmanagement weitergehen könnte. Es geht um Antworten auf die Fragen, welche Formen von Zusammenschlüssen denkbar sind und was sich die einzelnen Mitglieder wünschen. Wir besuchen hierfür auch andere Stadtteilgruppen, um Ideeninput zu möglichen Organisationsformen zu bekommen.

Zweiter Baustein ist die konkrete inhaltliche Begleitung der Runde. Hier geht es um praktische Wissensvermittlung für die Umsetzung von Vorhaben. Zum Beispiel: Wie lässt sich ein Plakat oder Flyer einfach gestalten? Wie kommuniziere ich in sozialen Medien? Vielleicht sind Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen hilfreich, aber das wird sich erst im weiteren Prozess herauskristallisieren.

Die Arbeit mit den sozialen Einrichtungen im Stadtteil bildet unseren dritten Baustein. Momentan werden diese Einrichtungen in verschiedenster Weise durch das Quartiersmanagement unterstützt, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Fördergeldern, Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung untereinander. Damit die durch die Verstetigung entstehende Lücke etwas verringert wird, werden wir diesen Einrichtungen durch zielgerichteten Qualifizierungsangeboten unter die Arme greifen

Und was sind die Bausteine vier bis sechs?

Die weiteren Bausteine verfolgen ähnliche Ziele wie die ersten drei Bausteine. Um mehr Personen auf die Angebote im Stadtteil aufmerksam zu machen, erstellen wir – gemeinsam mit Menschen aus dem Quartier – kurze Videopodcasts zu Themen wie „Angebote für Familien“, „Sport im Stadtteil“ oder „Schöne Orte im Kiez“. Diese werden anschließend über soziale Medien verbreitet und Einrichtungen für ihre eigenen Homepages zur Verfügung gestellt.

Beim fünften Baustein organisieren wir kleine Aktionen und Infostände im Kiez um über die Angebote im Stadtteil und Beteiligungsmöglichkeiten informieren. Hierbei erhoffen wir uns natürlich auch, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine Fortführung des Quartiersrats zu gewinnen.

Unser sechster und letzter Baustein ist die Erstellung eines Willkommenspaketes für neu in den Kiez zugezogene Menschen. Das Paket soll in Zusammenarbeit mit den Wohnungsgesellschaften an die Zuziehenden fortlaufend ausgegeben werden. Neue Nachbarinnen und Nachbarn werden hierdurch auf die Angebote im Brunnenviertel hingewiesen und motiviert, sich in das Quartier aktiv einzubringen.

Sie sind angestellt bei der complan Kommunalberatung GmbH. Wer ist das?

Complan ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Potsdam und mit weiteren Standorten in Berlin, Bielefeld und Kiel. Wir sind in mehreren Feldern der Stadt- und Regionalentwicklung aktiv. Zu einem Großteil entwickeln wir gemeinsam mit Städten und Gemeinden strategische Konzepte zu räumlichen Entwicklungen in einem Gebiet. Wir arbeiten hierbei fast immer mit den Menschen vor Ort zusammen, zum Beispiel um Handlungsbedarfe in einem Gebiet zu identifizieren oder um die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger bei Entwicklungszielen berücksichtigen zu können.

Können Sie etwas zu Ihrer Person sagen?

Ich habe Geographie und Sozialwissenschaften studiert und wohne im Wedding in der Nähe des Brunnenviertels. Mich hat das Programm Soziale Stadt schon immer begeistert, weil es Menschen dazu befähigt, an der Stadtteilentwicklung teilzuhaben und demokratische Prozesse auf kleinster Ebene umzusetzen. Mich überrascht es immer wieder zu sehen, wie viele tolle, engagierte Personen es gibt, die sich für andere und ihr Umfeld einsetzen. Wenn man ein Quartier nur von außen betrachtet oder oberflächlich in ihm lebt, bekommt man das gar nicht mit. Mir gibt dies Hoffnung und es bildet ein gutes Gegengewicht zu der oft gefühlten Gleichgültigkeit der Menschen in einer Großstadt oder Hass und Hetze, die sich momentan ja leider oft in den Medien wiederfinden.

Isabell Strieder

07.10.2019

Interview und Fotos: Andrei Schnell

Netzwerktreffen zum Aktionsraum Waschküche

Netzwerktreffen WaschkücheIn der Feldstraße 10 will ein Netzwerk eine ehemalige Waschküche als Aktionsraum neu nutzen. Heike Mohaupt-Wonnemann lädt zum nächsten Treffen des Netzwerks am 22. November von 10 bis 12 Uhr in die Ackerstraße 116 (Sophia) ein. Anwohner und Anwohnerinnen, die bislang noch nicht beim Netzwerk mitarbeiten, aber Ideen für eine künftige Nutzung einbringen möchten, wenden sich an das Team des Vorortbüros in der Jasmunder Straße 16.

Ein freier Raum mit rund 80 Quadratmeter steht dem Brunnenviertel demnächst zur Verfügung. Ein Konzept, wie der Freiraum für vielfältige Nutzung durch Nachbarschaft, Kultur oder beides zusammen gestaltet werden kann, wird vom Netzwerk Waschküche derzeit entwickelt. Das Netzwerk wird von Heike Mohaupt-Wonnemann von der Evangelischen Versöhnungsgemeinde organisatorisch koordiniert. Sie lädt zu den Treffen des Netzwerks ein. Vor allem Anwohner und Anwohnerinnen, aber auch Initiativen und Vereine, die ebenfalls die Zukunft der ehemaligen Waschküche mitgestalten wollen, wenden sich an das Team des Vorortbüros in der Jasmunder Straße 16 oder schreiben eine E-Mail an info@waschkueche-brunnenviertel.de.

Im Januar dieses Jahres berichtete diese Webseite erstmalig über ein Treffen des Netzwerkes Waschküche. Bei diesem Termin wurde der allgemeine Begriff Aktionsraum festgelegt, um der Vielfalt der künftigen Nutzungsmöglichkeiten nicht durch Beschreibungen wie Kultur- oder Nachbarschaftsraum vorweg zu nehmen. Im Januar öffnete die Waschküche erstmals ihre Türen für die Öffentlichkeit. Mit der Ausstellung "Sehenswert" gab es einen Vorgeschmack auf künftige kulturelle Nutzung.

Bereits im Herbst 2018 wurden von Anwohnern und Anwohnerinnen erste Idee gesammelt wie der Raum in Feldstraße 10 künftig genutzt werden könnte. Die Vorschläge reichten damals von Fahrradwerkstatt über Nachbarschaftstreff bis Versammlungsort für Mietergärtner. Der Raum wird dem Kiez von der Degewo zur Verfügung gestellt. Zuvor diente die Adresse als gemeinsame Waschküche für Mieter. An diese Zeit erinnert eine Hördoku.

Über das Quartiersmanagement (QM) wird für zwei Jahre ein Projekt finanziert, dass den Start der Waschküche als neuen Nachbarschaftstreff und gleichzeitigen Veranstaltungsort  ermöglicht. Fest im Blick ist dabei, dass Organisation und Betreuung des Raumes bald auf eigenen Beinen stehen müssen, denn das QM-Ackerstraße befindet sich aktuell in der Übergangsphase (Verstetigung).

Waschküche Feldstraße 10

28.10.2019

Text und Foto: Andrei Schnell

Trickfilmworkshop für Kinder

TrickfilmworkshopAb dem 30. Oktober sind jede Woche Trickser gefragt. Im Vorortbüro verraten Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahnia Kindern ab sechs Jahren, wie man einen eigenen Trickfilm herstellen kann. Der Kurs kann ohne Anmeldung und kostenlos besucht werden.

Am Mittwoch, 30. Oktober, am Dienstag, 5. November, und 12. November und am Mittwoch 20. November öffnet das Quartiersmanagement von 16.00 bis 18.00 Uhr seine Türen für Grundschulkinder. Zwei Filmexperten mit Erfahrung in Kinderkursen zeigen wie mit einfachen Mitteln ein eigener Trickfilm produziert werden kann.

Von der Idee, dem Entwurf und schlussendlichen Drehen werden die Kinder ihren komplett eigenen Film fertig stellen.

Die vier Termine können einzeln besucht werden. Gern können auch alle vier offenen Kurstermine besucht werden.

Möglich wird das Angebot durch Mittel der Sozialen Stadt, auch wenn der Workshop nicht über Aktions- und Projektfonds finanziert wird.

Jungen-Hüttenbau auf dem Abenteuerspielplatz Humboldthain

Der Abenteuerspielplatz (ASP) Humboldthain hat jetzt auch eine Jungenhütte. Rechtzeitig zum Ende des Sommers konnte das durchs QM geförderte Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche ihr Handwerksgeschick erproben konnten, fertig gestellt werden.

In der ersten Jahreshälfte 2018 wurde bereits die Mädchenhütte gebaut. Da ist es natürlich klar, dass die Jungen auch eine Hütte bauen wollten. Wie im letzten Jahr die Mädchenhütte konnte die Jungenhütte über eine Förderung des Aktionsfonds vom Abenteuerspielplatz (ASP) Humboldthain mit seinen fleißigen Helfer*innen realisiert werden.

Letztes Jahr hatten die Mädchen die Idee zu ihrer Hütte und wollten damit einen Rückzugsort für sich schaffen. So unterscheiden sich die Hütten bei identischem Materialeinsatz voneinander in Bau und Nutzung. Die Jungs legten keinen Wert auf Ruhe und entschieden sich stattdessen für eine Cowboyveranda, von der aus man hoch in die Hütte gelangt und eine schöne Aussicht genießen kann. Im Bild unten ist links die Mädchenhütte und rechts die Jungenhütte zu erkennen.

Letzten Endes haben laut eines Mitarbeiters des ASP etwa 35 Jungs daran mitgewirkt, vom kleinen Knirps, über den Teenager zum jungen Erwachsenen waren viele am Arbeitsprozess beteiligt.

Von der Planung bis zum Bauprozess waren die Jungs immer miteinbezogen. Zu unterschiedlichen Tageszeiten waren verschiedene Altersgruppen dabei und haben so arbeitsteilig das kleine Häuschen auf seine Bretter gestellt.

Jungenhütte - eine Hütte nur für die Jungs; Mädchenhütte - eine Hütte nur für die Mädchen? Ob es eine strikte Trennung und ein Zutrittsverbot für das andere Geschlecht in den Hütten gibt, hänge von den gerade anwesenden Gruppen ab. Im Abenteuerspielplatz räumt man sonst gerne mit Geschlechterstereotypen auf und weiß aus Erfahrung, dass Mädchen z.B. beim Handwerkern vorne mit dabei sind und Jungs sich für Kunst und Tanz interessieren können. Gendertrennung ist also eigentlich nicht im Sinne der Betreiber des Abenteuerspielplatzes, aber manchmal sei es auch gut, wenn jede*r seinen Rückzugsort habe.

Die Mitarbeiter*innen des Abenteuerspielplatzes denken schon an morgen: Vielleicht kommt nächstes Jahr eine Ritterburg hinzu.

Der Abenteuerspielplatz hat neben den beiden Hütten noch eine Menge anderer spannender Gelegeheiten für Sport, Spiel und Handwerk zu bieten.

Zum Internetauftritt des Abenteuerspielplatz in der Gustav Meyer Allee 4 geht es für alle Interessierten hier entlang. Es wird unter anderem auch zur freitäglichen, selbstgemachten Lehmofenpizza eingeladen. Dieses Angebot gibt es aber vorerst nur bis Ende Oktober, also beeilen!

 

09.10.2019

Text und Fotos: Jascha Groß

 

 

 

Tag der älteren Menschen am 01. Oktober 2019

Im Rahmen des Netzwerks „Aktiv im Alter in Gesundbrunnen" fanden verschiedene Veranstaltungen u.a. im Brunnenviertel statt. Vormittags lud die Waschküche zum „Wünsch dir Was“, am frühen Nachmittag gab es einen Vortrag zur Seniorensicherheit im Stadtteilbüro und abschließend einen Sparziergang zur Kiezgeschichte.

 

 

Die Programmpunkte im QM Brunnenviertel-Ackerstraße im Einzelnen:

10 - 12 Uhr: „Wünsch Dir Was für die Waschküche“ bei Kaffee und Kuchen, Waschküche, Feldstr. 10

Nesrin Demir von der degewo leitete die Veranstaltung mit einer Geschichte der Waschküche ein. Die degewo ist Eigentümerin des Raums in der Feldstraße 10, den es mit Ideen und Veranstaltungen zu füllen gilt. Die erste Person war schon um halb zehn vor Ort und wünschte sich für die Waschküche einen Fitnessraum mit Crosstrainer. Insgesamt waren rund  20 Gäste da, darunter Anwohner*innen, Mitglieder der Seniorenvertretung Berlin-Mitte und die Kiezläufer der Schildkröte. Viele wünschten sich Musik und Tanz, andere Stimmen gingen in Richtung Sport und Bewegung sowie andere gesellschaftliche Aktivitäten, wie Spieleabende und gemeinsame Ausflüge. Der Raum selbst sollte zukünftig für alle zugänglich und nutzbar sein.

Heike Mohaupt-Wonnemann, Koordinatorin der Waschküche, bewertete das „Wünsch dir Was für die Waschküche“ als vollen Erfolg. Es sei sichtbar geworden, dass  es einen Bedarf für einen Begegnungstreff gebe, einer Gelegenheit Mal vor die Tür zu kommen. Die Waschküche könne dazu beitragen, ein wenig Abwechslung in den Alltag zu bringen. Bei all den Wünschen, bei denen die Umsetzbarkeit noch geprüft werden muss, bedarf es auch engagierter Menschen, die das Programm mit Leben füllen können. Dafür bietet die Waschküche einen geeigneten Ort.

14 – 15:30 Uhr: Seniorensicherheit, Vortrag der Polizei mit Fragestunde, Stadtteilbüro, Jasmunder Str. 16

Eine kleine Runde fand sich zu dem Vortrag des pensionierten Polizeibeamten Herrn Triptow ein. Er konnte dafür umso eingehender auf die Fragen der Anwesenden eingehen.  Seine Pensionierung spielte für die Aktualität seines Vortrags keine Rolle, durch regelmäßige Treffen mit aktiven hauptamtlichen Polizeibeamten der Zentralstelle für Prävention ist er auf neustem Stand. Herr Triptow erzählte von den Vorgehensweisen bei seniorenbezogener Kriminalität, u.a.  vom Enkeltrick am Telefon oder Betrügereien auf Kaffeefahrten. Der Vortrag war auch für jüngere Menschen interessant. Unter den  Ratschlägen, die er gegeben hat, war z.B., dass man bei einem Spaziergang nicht zu viel Bargeld dabei haben müsse oder man Adresse und Schlüssel nicht gemeinsam tragen sollte; der Personalausweis nicht überallhin mitgeführt werden müsse und dass man Wertsachen und besonders Wichtiges am Körper tragen sollte. Sollte man in die unglückliche Lage versetzt werden und einem Diebstahl zum Opfer fallen, sollte man möglichst lautstark auf sich aufmerksam machen. Infomaterialien liegen im Vorortbüro aus.

16 – 17:30 Uhr Spaziergang Kiezgeschichte Brunnenviertel, Treffpunkt vor dem Stadtteilbüro, Jasmunder Str. 16

Rechtzeitig hatte es aufgehört zu regnen. Beim letzten Tagesprogrammpunkt konnte man bei einem kurzen Spaziergang erfahren, wie geschichtsträchtig der Kiez eigentlich ist. Am Gartenplatz, vormals Galgenplatz, fand die letzte öffentliche Hinrichtung Berlins statt: Räderung von unten!

Nächster Halt: Die Maiers-Höfe, die so prototypisch für die berühmt-berüchtigte Berliner Mietskaserne standen, befanden sich mit mehreren Höfen und zig Gewerbebetrieben, die Tür an Tür mit einer dicht gedrängten Bewohnerschaft lebten, an der Stelle, wo sich heute das Wohnhaus in der Ackerstraße 132 befindet. Direkt gegenüber befand sich ehemals die „Schrippenkirche“ in der Obdachlose, Prostituierte und andere Arme eine warme Stube, ein paar Schrippen und einen Malzkaffee bekamen.

Der Sparziergang endete in der denkmalgeschützten Anlage des Vaterländischen Bauvereins in der Hussitenstraße mit ihren gut erhaltenen Höfen, in denen man sich völlig aus der Großstadt enthoben fühlt.

09.10.2019

Text und Fotos: Jascha Groß

 

 

Weltmädchentag unter dem Motto "Ich entscheide"

Olof-Palme-ZentrumAm Freitag, 11. Oktober, beginnt um 13 Uhr ein Nachmittag für Mädchen und junge Frauen anlässlich des Weltmädchentages. Das Programm wird von den Jugendlichen in der ersten Ferienwoche vom 7. bis zum 10. Oktober selbst erarbeitet. Motto des Aktionstages im Olof-Palme-Zentrum ist "Ich entscheide".

"Mädchen und junge Frauen aus Berlin-Mitte machen sich auch in diesem Jahr wieder am Weltmädchentag gemeinsam für ihre Rechte stark", heißt es in einer Mitteilung des Mädchentreffs Towanda, das den Tag organisiert. Das Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28 stellt seine Räume von 13 bis 19 Uhr zur Verfügung.

Zum Programm heißt es: "viele Aktionsstände, ein buntes Bühnenprogramm, Aktivitäten im Freien, ein menschlicher Kicker, Polittalk, Make a wish-Aktion und Party". Konkrete Inhalte des Ablaufs haben die Mädchen selbst "aktiv entschieden". Ziel des Tages ist, dass sich Mädchen mit ihren Rechten und mit der Kraft eigener Entscheidungen auseinandersetzen. Eingeladen sind alle Mädchen und jungen Frauen im Bezirk Mitte, der Eintritt ist kostenfrei.

Ausgerufen wurde der Weltmädchentag 2011 von den Vereinten Nationen. Seit dem ist der 11. Oktober der International Day of the Girl Child. Die Initiative kam vom Kinderhilfswerk PLAN International. An diesem Tag wird jährlich auf die weltweite Benachteiligung von Mädchen und auf Gewalt und sexuelle Gewalt gegen junge Frauen aufmerksam gemacht.

In der Vergangenheit fand der Weltmädchentag in Berlin-Mitte im Berliner Rathaus ("Was bildet uns" 2013) oder im Jugendclub New Way ("Express Yourself" 2016) und im letzten Jahr bereits schon einmal im Olof-Palme-Zentrum ("Meine Stimme" 2018) statt. In Berlin-Mitte wird der Weltmädchentag in diesem Jahr zum achten Mal gefeiert.

Auf die Veranstaltung wird auch auf Facebook hingewiesen.

Olof-Palme-Zentrum OPZ

08.10.2019

Text und Foto: Andrei Schnell