Oktober 2019

Jungen-Hüttenbau auf dem Abenteuerspielplatz Humboldthain

Der Abenteuerspielplatz (ASP) Humboldthain hat jetzt auch eine Jungenhütte. Rechtzeitig zum Ende des Sommers konnte das durchs QM geförderte Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche ihr Handwerksgeschick erproben konnten, fertig gestellt werden.

In der ersten Jahreshälfte 2018 wurde bereits die Mädchenhütte gebaut. Da ist es natürlich klar, dass die Jungen auch eine Hütte bauen wollten. Wie im letzten Jahr die Mädchenhütte konnte die Jungenhütte über eine Förderung des Aktionsfonds vom Abenteuerspielplatz (ASP) Humboldthain mit seinen fleißigen Helfer*innen realisiert werden.

Letztes Jahr hatten die Mädchen die Idee zu ihrer Hütte und wollten damit einen Rückzugsort für sich schaffen. So unterscheiden sich die Hütten bei identischem Materialeinsatz voneinander in Bau und Nutzung. Die Jungs legten keinen Wert auf Ruhe und entschieden sich stattdessen für eine Cowboyveranda, von der aus man hoch in die Hütte gelangt und eine schöne Aussicht genießen kann. Im Bild unten ist links die Mädchenhütte und rechts die Jungenhütte zu erkennen.

Letzten Endes haben laut eines Mitarbeiters des ASP etwa 35 Jungs daran mitgewirkt, vom kleinen Knirps, über den Teenager zum jungen Erwachsenen waren viele am Arbeitsprozess beteiligt.

Von der Planung bis zum Bauprozess waren die Jungs immer miteinbezogen. Zu unterschiedlichen Tageszeiten waren verschiedene Altersgruppen dabei und haben so arbeitsteilig das kleine Häuschen auf seine Bretter gestellt.

Jungenhütte - eine Hütte nur für die Jungs; Mädchenhütte - eine Hütte nur für die Mädchen? Ob es eine strikte Trennung und ein Zutrittsverbot für das andere Geschlecht in den Hütten gibt, hänge von den gerade anwesenden Gruppen ab. Im Abenteuerspielplatz räumt man sonst gerne mit Geschlechterstereotypen auf und weiß aus Erfahrung, dass Mädchen z.B. beim Handwerkern vorne mit dabei sind und Jungs sich für Kunst und Tanz interessieren können. Gendertrennung ist also eigentlich nicht im Sinne der Betreiber des Abenteuerspielplatzes, aber manchmal sei es auch gut, wenn jede*r seinen Rückzugsort habe.

Die Mitarbeiter*innen des Abenteuerspielplatzes denken schon an morgen: Vielleicht kommt nächstes Jahr eine Ritterburg hinzu.

Der Abenteuerspielplatz hat neben den beiden Hütten noch eine Menge anderer spannender Gelegeheiten für Sport, Spiel und Handwerk zu bieten.

Zum Internetauftritt des Abenteuerspielplatz in der Gustav Meyer Allee 4 geht es für alle Interessierten hier entlang. Es wird unter anderem auch zur freitäglichen, selbstgemachten Lehmofenpizza eingeladen. Dieses Angebot gibt es aber vorerst nur bis Ende Oktober, also beeilen!

 

09.10.2019

Text und Fotos: Jascha Groß

 

 

 

Tag der älteren Menschen am 01. Oktober 2019

Im Rahmen des Netzwerks „Aktiv im Alter in Gesundbrunnen" fanden verschiedene Veranstaltungen u.a. im Brunnenviertel statt. Vormittags lud die Waschküche zum „Wünsch dir Was“, am frühen Nachmittag gab es einen Vortrag zur Seniorensicherheit im Stadtteilbüro und abschließend einen Sparziergang zur Kiezgeschichte.

 

 

Die Programmpunkte im QM Brunnenviertel-Ackerstraße im Einzelnen:

10 - 12 Uhr: „Wünsch Dir Was für die Waschküche“ bei Kaffee und Kuchen, Waschküche, Feldstr. 10

Nesrin Demir von der degewo leitete die Veranstaltung mit einer Geschichte der Waschküche ein. Die degewo ist Eigentümerin des Raums in der Feldstraße 10, den es mit Ideen und Veranstaltungen zu füllen gilt. Die erste Person war schon um halb zehn vor Ort und wünschte sich für die Waschküche einen Fitnessraum mit Crosstrainer. Insgesamt waren rund  20 Gäste da, darunter Anwohner*innen, Mitglieder der Seniorenvertretung Berlin-Mitte und die Kiezläufer der Schildkröte. Viele wünschten sich Musik und Tanz, andere Stimmen gingen in Richtung Sport und Bewegung sowie andere gesellschaftliche Aktivitäten, wie Spieleabende und gemeinsame Ausflüge. Der Raum selbst sollte zukünftig für alle zugänglich und nutzbar sein.

Heike Mohaupt-Wonnemann, Koordinatorin der Waschküche, bewertete das „Wünsch dir Was für die Waschküche“ als vollen Erfolg. Es sei sichtbar geworden, dass  es einen Bedarf für einen Begegnungstreff gebe, einer Gelegenheit Mal vor die Tür zu kommen. Die Waschküche könne dazu beitragen, ein wenig Abwechslung in den Alltag zu bringen. Bei all den Wünschen, bei denen die Umsetzbarkeit noch geprüft werden muss, bedarf es auch engagierter Menschen, die das Programm mit Leben füllen können. Dafür bietet die Waschküche einen geeigneten Ort.

14 – 15:30 Uhr: Seniorensicherheit, Vortrag der Polizei mit Fragestunde, Stadtteilbüro, Jasmunder Str. 16

Eine kleine Runde fand sich zu dem Vortrag des pensionierten Polizeibeamten Herrn Triptow ein. Er konnte dafür umso eingehender auf die Fragen der Anwesenden eingehen.  Seine Pensionierung spielte für die Aktualität seines Vortrags keine Rolle, durch regelmäßige Treffen mit aktiven hauptamtlichen Polizeibeamten der Zentralstelle für Prävention ist er auf neustem Stand. Herr Triptow erzählte von den Vorgehensweisen bei seniorenbezogener Kriminalität, u.a.  vom Enkeltrick am Telefon oder Betrügereien auf Kaffeefahrten. Der Vortrag war auch für jüngere Menschen interessant. Unter den  Ratschlägen, die er gegeben hat, war z.B., dass man bei einem Spaziergang nicht zu viel Bargeld dabei haben müsse oder man Adresse und Schlüssel nicht gemeinsam tragen sollte; der Personalausweis nicht überallhin mitgeführt werden müsse und dass man Wertsachen und besonders Wichtiges am Körper tragen sollte. Sollte man in die unglückliche Lage versetzt werden und einem Diebstahl zum Opfer fallen, sollte man möglichst lautstark auf sich aufmerksam machen. Infomaterialien liegen im Vorortbüro aus.

16 – 17:30 Uhr Spaziergang Kiezgeschichte Brunnenviertel, Treffpunkt vor dem Stadtteilbüro, Jasmunder Str. 16

Rechtzeitig hatte es aufgehört zu regnen. Beim letzten Tagesprogrammpunkt konnte man bei einem kurzen Spaziergang erfahren, wie geschichtsträchtig der Kiez eigentlich ist. Am Gartenplatz, vormals Galgenplatz, fand die letzte öffentliche Hinrichtung Berlins statt: Räderung von unten!

Nächster Halt: Die Maiers-Höfe, die so prototypisch für die berühmt-berüchtigte Berliner Mietskaserne standen, befanden sich mit mehreren Höfen und zig Gewerbebetrieben, die Tür an Tür mit einer dicht gedrängten Bewohnerschaft lebten, an der Stelle, wo sich heute das Wohnhaus in der Ackerstraße 132 befindet. Direkt gegenüber befand sich ehemals die „Schrippenkirche“ in der Obdachlose, Prostituierte und andere Arme eine warme Stube, ein paar Schrippen und einen Malzkaffee bekamen.

Der Sparziergang endete in der denkmalgeschützten Anlage des Vaterländischen Bauvereins in der Hussitenstraße mit ihren gut erhaltenen Höfen, in denen man sich völlig aus der Großstadt enthoben fühlt.

09.10.2019

Text und Fotos: Jascha Groß

 

 

Weltmädchentag unter dem Motto "Ich entscheide"

Olof-Palme-ZentrumAm Freitag, 11. Oktober, beginnt um 13 Uhr ein Nachmittag für Mädchen und junge Frauen anlässlich des Weltmädchentages. Das Programm wird von den Jugendlichen in der ersten Ferienwoche vom 7. bis zum 10. Oktober selbst erarbeitet. Motto des Aktionstages im Olof-Palme-Zentrum ist "Ich entscheide".

"Mädchen und junge Frauen aus Berlin-Mitte machen sich auch in diesem Jahr wieder am Weltmädchentag gemeinsam für ihre Rechte stark", heißt es in einer Mitteilung des Mädchentreffs Towanda, das den Tag organisiert. Das Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28 stellt seine Räume von 13 bis 19 Uhr zur Verfügung.

Zum Programm heißt es: "viele Aktionsstände, ein buntes Bühnenprogramm, Aktivitäten im Freien, ein menschlicher Kicker, Polittalk, Make a wish-Aktion und Party". Konkrete Inhalte des Ablaufs haben die Mädchen selbst "aktiv entschieden". Ziel des Tages ist, dass sich Mädchen mit ihren Rechten und mit der Kraft eigener Entscheidungen auseinandersetzen. Eingeladen sind alle Mädchen und jungen Frauen im Bezirk Mitte, der Eintritt ist kostenfrei.

Ausgerufen wurde der Weltmädchentag 2011 von den Vereinten Nationen. Seit dem ist der 11. Oktober der International Day of the Girl Child. Die Initiative kam vom Kinderhilfswerk PLAN International. An diesem Tag wird jährlich auf die weltweite Benachteiligung von Mädchen und auf Gewalt und sexuelle Gewalt gegen junge Frauen aufmerksam gemacht.

In der Vergangenheit fand der Weltmädchentag in Berlin-Mitte im Berliner Rathaus ("Was bildet uns" 2013) oder im Jugendclub New Way ("Express Yourself" 2016) und im letzten Jahr bereits schon einmal im Olof-Palme-Zentrum ("Meine Stimme" 2018) statt. In Berlin-Mitte wird der Weltmädchentag in diesem Jahr zum achten Mal gefeiert.

Auf die Veranstaltung wird auch auf Facebook hingewiesen.

Olof-Palme-Zentrum OPZ

08.10.2019

Text und Foto: Andrei Schnell