September 2020

Lesung aus den Heiligen Schriften am 30. September

Die Unausweichlichkeit des Lebensendes
(aber auch das Wunder des Anfangs in
einem Ende) - in diesem Horizont steht die
diesjährige „Lesung aus den Heiligen Schriften“.

Dazu wird am Mittwoch, dem 30. September,
um 18 Uhr in die Kapelle der Versöhnung eingeladen (Bernauer Str. 4, 10115 Berlin).

Gelesen wird aus dem Tanach, dem Neuen Testament und dem Koran. Ausgewählte
Texte aus den jüdischen, christlichen und muslimischen Quellen werden von muttersprachlichen Lesenden jeweils in Hebräisch, Arabisch, Türkisch und Deutsch vorgetragen. Dazwischen erklingt Musik von der orientalischen Ney-Flöte.

Der Abend wird vorbereitet vom Familienzentrum Wattstraße, den beiden evangelischen Gemeinden Am Humboldthain und Versöhnung, der katholischen Gemeinde St. Sebastian, sowie der jüdischen Reformgemeinde Bet Haskala (Nähe Gesundbrunnen-Center). Menschen dieser Gemeinden arbeiten im interreligiösen Netzwerk im Gesundbrunnen zusammen, unterstützt vom Quartiersmanagement Brunnenviertel. Im Anschluss: Tee und Gespräche im Garten hinter der Kapelle.

Alle sind herzlich Willkommen! Bringen Sie gern Nachbarn und Interessierte mit.

 

22.09.2020

Text+Bild: Interkultureller Dialog

Rückblick auf die Berlin Art Week im Brunnenviertel

Bei der Berlin Art Week gab es in diesem
Jahr auch Sehenswertes im Brunnenviertel.
Im Olof-Palme-Zentrum präsentierte die Fotokünstlerin Valentina Murabito ihre Werke, die von Sounddesign-Student*innen der
Wave Akademie vertont wurden.

Seit 2009 lebt die in Italien geborene Künstlerin Valentina Murabito in Berlin. Sie wurde durch diese freigeistige und sich immer neu erfindende Stadt zu ihren Themen inspiriert. In ihren Portraits wird die Identität verwischt und die Person dadurch unkenntlich gemacht. Es entstehen Zwischenwesen, die Frau oder Mann oder sogar Hybride aus Mensch und Tier sein können.

Murabito experimentiert mit der Analogfotografie und versucht so die Grenzen des Mediums zu überschreiten. Durch das manuelle Eingreifen während des Entwicklungsprozesses wird jedes ihrer Bilder zu einem Unikat. Sie ist eine der wenigen Künstler*innen in Europa, die Fotos auf ungewöhnliche Materialien wie z. B. Holz, Stahl oder Beton belichtet.

Oleksandra Meier-Kruk von der Wave Akademie für digitale Medien erkannte das Potenzial der Kunstwerke als Inspiration für die Student*innen der Hochschule. Zusammen mit Valentina Murabito wählten sie einen Querschnitt aus ihrem Schaffen der letzten zehn Jahre aus. Die Sounddesign-Student*innen konnten sich aus elf Bildern eines auswählen, das sie besonders anspricht. Bei der Vertonung hatten sie keine Vorgaben und konnten ihren Ideen freien Lauf lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse sind beeindruckend und zeigen das ganz Spektrum von Sounddesign. Während Manche analoge Motive wie z. B. Gitarre, Klavier oder sogar den menschlichen Atem sampeln, arbeiten Andere mit hypnotischen Beats. So entstanden atmosphärisch
dichte Klangexperimente, die den Fotografien eine weitere Dimension hinzufügen.

Ermöglicht wurde die Austellung auch durch die Fördermittel des Aktionsfonds des
QM Brunnenviertel-Ackerstraße.

Alle die die Ausstellung verpasst haben, können sie über diese Webseite virtuell besuchen:

http://sound-design-ausbildung.de

Die Webseite der Künstlerin: https://www.valentina-murabito.com

Weitere Informationen über die Wave Akademie: https://wave-akademie.de

 

21.09.2020

Text+Fotos: Julia Schonlau

Jetzt anmelden zum Adventsmarkt im Brunnenviertel

Auch in diesem Jahr findet am 1. Advents-sonntag wieder der Weihnachtsmarkt im Haus und Garten des Olof-Palme-Zentrums statt und freut sich auf zahlreiche Teilnehmer*innen.
Vor allem lokale Künstler*innen und Kunst-handwerker*innen sind herzlich eingeladen ihre Werke an einem Stand zu präsentieren.

 

 

Wer mit einem Stand dabei sein möchte, kann sich noch bis zum 09.10.2020 hier anmelden:

verein@brunnenviertel.de oder nachbarschaftstreff-opz@pfefferwerk.de
Download Anmeldungsformular

Der Adventsmarkt richtet sich an alle Interessierten aus dem Kiez und Umgebung. Lokale Vereine, Gruppen, Schulen und Kitas verkaufen Weihnachtliches aus eigener Herstellung sowie für den Adventsmarkt passendes Gespendetes. Auf vielfachen Wunsch wird es auch wieder ein kleines Bühnenprogramm geben.

Nach schwedischer Tradition, dem Herkunftsland von Olof Palme, wird der Adventsmarkt besinnlich und ohne Alkohol, aber mit viel Spaß für Groß und Klein stattfinden. Natürlich müssen auch die jeweils geltenden Corona-Bestimmungen eingehalten werden.

Wann: 1. Adventssonntag, den 29.11.2020, 14 bis 18 Uhr
Wo: Olof-Palme-Zentrum, Demminer Straße 28

 

14.09.2020

Text: Julia Schonlau, Foto: cmophoto

Open-Air-Kino auf dem Ackerplatz

Am Freitag, den 25. September, wird der Ackerplatz zum Open-Air Kino. Gezeigt wird
ein "Kiezfilm", in dem die Anwohner*innen des Brunnenviertels die Hauptrolle spielen und ihre Geschichten erzählen. Wer sich oder seine Nachbar*innen einmal auf der großen Leinwand und seinen Kiez in ganz neuem Licht sehen möchte, sollte unbedingt vorbeikommen!

 

"Nachbarschaften stärken, Raum für Gemeinschaft geben" - unter diesem Motto suchte die Joanes Stiftung im Rahmen des Joanes Preises Konzepte für den Ackerplatz. Der Architekt und Künstler Robert Patz gewann mit seiner Idee, Geschichten von Anwohner*innen zu sammeln und daraus einen Film zu machen. Dazu führt er ab Mitte August jeden Donnerstag- und Sonntagnachmittag Interviews auf dem Ackerplatz und streifte mit seiner Kamera durch den Kiez.

Eine erste Fassung des Films wird jetzt von der degewo beim Open-Air Kino auf dem Ackerplatz präsentiert. Aufgrund der aktuellen Situation gibt es zwei Vorstellungen.
Bitte frühzeitig erscheinen, denn die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

Sie sind herzlich eingeladen!

Wann: Freitag, den 25. September 2020 um 18.30 Uhr und um 20.00 Uhr
Wo: Ackerplatz (Ackerstraße 118), 13355 Berlin
Download Flyer

 

14.09.2020

Text: Julia Schonlau, Foto: degewo

Abschiedsfest des QM Ackerstraße

Ende des Jahre ist es soweit - das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße wird sich nach 15 Jahren Tätigkeit aus dem Kiez verabschieden. Aber davor bedankte sich das QM-Team noch mit einem schönen Fest bei allen Akteur*innen, engagierten Anwohner*innen und ehemaligen Mitarbeiter*innen für die wertschätzende Zusammenarbeit über die letzten Jahre...!

Bei herrlichem Spätsommerwetter und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen
wurde auf dem Gelände rund um das VIKI-Haus im Freien gefeiert.

In einer kleinen Ansprache würdigte Dr. Sandra Obermeyer die erfolgreiche Arbeit des Quartiersmanagements. Insbesondere das Netzwerk des interkulturellen Dialogs wurde durch sie als ein gelungenes Beispiel für die nachhaltige Verankerung von Kooperationsstrukturen im QM-Gebiet angeführt. Auch Bezirksstadtrat Ephraim Gothe war vor Ort und ergänzte zudem, dass durch die Realisierung der Ankerorte Orte geschaffen wurden, die diese bekräftigen.

Das Quartiersmanagement hinterlässt sichtbare Veränderungen im Kiez. Dazu zählt das Familienzentrum Wattstraße, das VIKI-Haus sowie der Projektraum Waschküche, die dem Quartier als Ankerorte mit seinen vielfältigen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen erhalten bleiben.

Stellvertretend für das Nachbar-QM Brunnenstraße bedankte sich Katja Niggemeyer für die erfolgreichen QM-übergreifenden Kooperationen bspw. beim Kitaverbund und im Bildungsverbund. Ergänzend dazu betonte sie ihre Wertschätzung der Arbeit aller Beteiligten des Brunnenviertels.

Auch Akteur*innen aus dem Kiez kamen zu Wort. Selda Karaçay-Navabian, Leiterin des Familienzentrums Wattstraße, hob die Schaffung des Familienzentrums aus Fördermitteln der Sozialen Stadt hervor, die eine wichtige Lücke bei Angeboten für Familien und Kinder für den Kiez schließen konnte. Über die Jahre gab es stets einen intensiven, wertschätzenden Austausch und immer wieder Gelegenheit für gemeinsame Projekte mit dem QM.

Schließlich berichtete QR-Sprecherin Rima El-Said über ihre Anfänge im Quartiersrat, in den sie eher unerwartet geriet, um dann aber um so engagierter ihre Rolle als Quartiersratssprecherin über viele Jahre auszufüllen. Noch ist offen, in welcher Form die Mitglieder des Quartiersrats ihr Engagement fortsetzen werden, einige möchten in einem bereits bestehenden Verein im Kiez aktiv weiter machen, andere am Netzwerktreffen Waschküche teilnehmen. Beide Optionen schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander gut .

Nach den feierlichen Ansprachen und vielen Blumen für das QM-Team wurde das Buffet eröffnet. Die einzeln verpackten kulinarischen Köstlichkeiten kamen vom Café Freysinn und damit direkt aus dem Quartier. Dazu gab es originelle musikalische Unterhaltung von der Band Walkabees. Das Trickfilm-Duo Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahnia mischte sich unter die Gäste, fing die fröhliche Stimmung in bewegten Bildern ein und führte eine kurze Befragung unter den Besucher*innen durch. Die Antworten werden zu einem kleinen Film zusammengeschnitten.

Zum Abschluss der Feier wurde von Jochen Uhländer (Stadtteilkoordination) und Sonja Kirschning (StadtteilkoordinationPlus) die AckerBox vorgestellt. Die knallrot gestrichene Box aus Holz ist wie ein mobiler Kleiderschrank. Hier können Anwohner*innen Kleiderspenden abgeben und sich gespendete Kleidungsstücke mitnehmen. Sie wird in Zukunft auf dem Gelände des VIKI-Hauses zu finden sein und kann bei Bedarf auch bei anderen Ankerorten im Kiez zum Einsatz kommen. Die Ackerbox wurde gebaut von der AG.Urban und mit Mitteln der Stadtteilkoordination, des Aktionsfonds und der Stiftung Naturschutz Berlin gefördert.

Als kleines Dankeschön konnten alle Gäste eine kleine Geschenktüte mitnehmen, die
gefüllt war mit der Abschiedsbroschüre „15 Jahre Quartiersmanagement Brunnenviertel Ackerstraße“, einer bedruckte Stoffmaske und weiteren kleinen Überraschungen.

Das QM-Team bedankt sich herzlich für das gelungene, fröhliche Fest bei allen Besucher*innen und den Helfenden vor Ort! Das Stadtteilbüro ist noch bis Ende
des Jahres besetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.09.2020

Text: QM, Fotos: Julia Schonlau

Finanzworkshop von und für Frauen im Familienzentrum

Den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten ist gar nicht so leicht und sich dazu mit anderen auszutauschen manchmal auch nicht. Ein Workshop im Familienzentrum von Frauen für Frauen soll dabei unterstützen, sich mit allerlei Fragen rund ums Geld zu beschäftigen.

„Wir möchten dabei unterstützen, die eigenen Finanzen besser zu überblicken. Mit dem Workshop wollen wir Anlass geben, die eigenen Finanzen unter die Lupe zu nehmen, einen Überblick über Tipps und Tricks selbstbestimmter Finanzen zu gewinnen und wie sich darin kleine "Moneyhacks" verwirklichen lassen.“, sagen die Initiator*innen des Projekts.

Ein Blick in den Armutsatlas von Berlin 2020 zeigt deutlich, dass Finanzen (auch) durch das soziale Geschlecht geprägt sind. So verdienen Rentnerinnen* derzeit im Schnitt 50 % weniger als gleichaltrige Rentner*. Mehr als die Hälfte aller Frauen* von 35 bis 50 sind zukünftig von Altersarmut bedroht. Gleichzeitig werden 80 % der Kaufentscheidungen in Deutschland von Frauen* getroffen. Die Workshopleiterinnen sind davon überzeugt, dass diese Verhältnisse nicht nur die Verfügbarkeit von, sondern auch den Umgang mit, Finanzen prägen. Aus diesem Grund ist dieser Workshop von Frauen* für Frauen* geplant. 

Der kostenfreie Workshop findet am 19. September, 15:00-18:00 Uhr, im Familienzentrum, Wattstraße 16 statt. Die Initiatorinnen freuen sich über Anmeldungen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Plätze beschränkt. Die Anmeldung erfolgt über finanzworkshop@gmail.com.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Aktionsfonds des QM Ackerstraße finanziert.

 

 

08.09.2020

Text: QM, Illustration: Carolin Gaffron

 

Fotoausstellung von Valentina Murabito im OPZ

„An der Schwelle zwischen analog und digital“ heißt das Aktionsfondsprojekt, in dem Oleksandra Meier-Kruk gemeinsam mit der WAVE Akademie für digitale Medien und dem Olof-Palme-Zentrum (OPZ) eine Ausstellung der Fotokünstlerin Valentina Murabito ins Brunnenviertel holt.

Die italienische Künstlerin stellt im Rahmen des Projekts 10 Kunstwerke aus, darunter großformatige analoge Fotografien und fotografische Fresken. Das Hauptwerk dieser Ausstellung ist im Brunnenviertel entstanden. Die Sounddesign-Studierenden der WAVE Akademie haben die Kunstwerke vertonen und tragen damit eine weitere Dimension des Erlebens zur Ausstellung bei.

Besuchen können Sie die Ausstellung während der Berlin Art Week am 13./14.09.2020, jeweils 16:00 - 21:00 Uhr im Olof-Palme-Zentrum, Demminer Str. 28. Der Eintritt ist frei.

Das Projekt wird aus Mitteln des Aktionsfonds des Qm Ackerstraße finanziert.

 

 

07.09.2020

Text: QM, Illustration: WAVE Akademie

Auf dem Denkpfad zu neuen Ideen kommen

Auf dem Denkpfad Six Thinking Hats, der durch den Kiez führt, können Anwohner*innen und Besucher*innen des Brunnenviertels noch bis Ende September eine neue Art des Denkens kennenlernen und ausprobieren.

Der Denkpfad setzt sich aus vier Stationen zusammen, die in beliebiger Reihenfolge besucht werden können und sich beim Familienzentrum Wattstraße, VIKI-Haus, QM Büro und bei der Kapelle der Versöhnung befinden. An jeder Station befindet sich ein Banner mit Denkanstößen und Informationen über die Methode der Six Thinking Hats (Sechs denkende Hüte), die dabei helfen soll gemeinsam zu neuen Ideen zu kommen. Der Denkpfad kann individuell besucht werden, noch besser jedoch in einer kleinen Gruppe, beispielsweise mit der Familie, mit Kolleg*innen oder der Sportgruppe.

An den vier Stationen des Denkpfades kann man paralleles Denken ausprobieren. Diese Art des Denkens ist erstaunlich einfach und entspannt, man muss keinen Standpunkt verteidigen, Debatten gewinnen oder beweisen, dass man Recht hat. Man bringt einfach sein Wissen, seine Erfahrungen und seine Intuition in den Denkprozess ein. Sie brauchen keinerlei Vorkenntnisse um mitzumachen!

Hilke Ebert, die den Denkpfad entwickelt hat, arbeitet seit 1999 mit dieser Methode. Sie war als Diplom-Ingenieurin und Sozialwissenschaftlerin in Sri Lanka, Armenien, Burkina Faso und Mali tätig. Der Kern ihrer Arbeit ist es, Menschen und Organisationen darin zu unterstützten, zusammenzuarbeiten und gemeinsam das zu erreichen, was alleine nicht möglich wäre.

Kommt vom 04.09. bis 27.09.2020 vorbei und probiert es einmal selbst aus!

Der Denkpfad wurde finanziert aus Mitteln des Aktionsfonds des QM Ackerstraße.

 

 

 

 

 

 

 

07.09.2020

Text+Fotos: Julia Schonlau