Bürgerwerkstatt Ackerstraße: Das denken die Anwohner

Bürgerwerkstatt Nächster Halt Ackerstraße Juli BrunnenviertelAm 7. Juli waren die Anwohner gefragt: "Was braucht die Ackerstraße?". An einem Infopavillon auf dem Platz vor Edeka in der Ackerstraße 117 konnten Anregungen und Visionen auf einem Plan mit Stecknadeln festgehalten werden. Auch über Probleme und mögliche Lösungen wurde gesprochen. Diskutiert wurden viele Themen.

Von den Anwohner und Anwohnerinnen wurden insbesondere die unzureichende Gestaltung und Aufenthaltsqualität des Edeka-Vorplatzes bemängelt. Auch die die Parkplatzproblematik in der Spielstraße wurde häufig genannt. Zur Sprache kam auch, dass das Tempolimit häufig überschritten wird.

Diskutiert wurden die Idee eines Radfahrstreifens auf der mit Kopfsteinen gepflasterten Ackerstraße sowie das Aufstellen von Fahrradständern. Für letztere wäre zum Beispiel ein nachgefragter Ort vor dem Edeka oder am Übergang zur Bernauer Straße, so die Bürger. Das Thema gemeinschaftliches Gärtnern und Verschönern der bereits vorhandenen Hochbeete in der Ackerstraße stieß insgesamt auf positive Resonanz.

Bürgerwerkstatt Ackerstraße BrunnenviertelAls erste gärtnerische Aktion wurde am 7. Juli eines der Hochbeete gemeinsam bepflanzt. Außerdem wurde im Hinterhof der Ackerstraße 119 ein kleines Hochbeet gebaut und aufgestellt. Ein Anwohner sagte zu, sich um dieses neue Beet zu kümmern. Für weitere Beete werden Paten und Patinnen gesucht. Interessierte, die ein Beet regelmäßig wässern und dort nach dem Rechrten sehen wollen, können sich an den Organisator  F wenden.

Ausprobieren konnten Anwohner und Anwohnerinnen gleich das Sitzen auf einer neuen Bank neben einem testweise errichteten öffentlichen Bücherschrank. Einige Bücher wechselten ihren Besitzer. Das Aufstellen eines ständigen barrierefreien Bücherschrankes oder das Umstellen des bisherigen Schrankes in einer ehemaligen Telefonzelle in der Hussitenstraße ist denkbar. Das Prinzip eines öffentlichen Bücherschrankes ist, ausgelesene Bücher abzustellen und damit anderen zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug können Bücher anderer Spender mitgenommen werden.

In der Ackerstraße an mehreren Orten aufgestellte "Stolperschilder" regten an, über Aufenthalt, Gärtnern, Bewegung oder Beleuchtung nachzudenken. Nachgedacht wurde auch, die ungenutzte Grünfläche südöstlich der Kita in der Ackerstraße 60  auf Tischtennis-Tauglichkeit zu prüfen. Am 7. Juli wurden Passanten zunächst zum Spiel eingeladen. Anklang fand auch die dort für einen Nachmittag aufgespannte Slackline.

Der Zulauf und die Beteiligung von Anwohnern und Passanten war sehr groß. Es gab viele inspirierende Ideen und Anregungen.

BürgerwerkstattAm Nachmittag des 7. Juli 2017 in der Ackerstraße vor Ort waren das Team der Gruppe F Landschaftsarchitekten, das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße und die KiezSportLotsin Susanne Bürger vom bwgt e.V.

Ziel des Projekts „Nächster Halt: Ackerstraße“ ist, die Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße sichtbar zu verbessern und das nachbarschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum zu stärken. Innerhalb der nächsten beiden Jahre werden Workshops, Feste und Maßnahmen zur Verschönerung der Ackerstraße und Sensibilisierung für das Thema Müll stattfinden. Ein weiteres Ziel ist es, die BewohnerInnen des Quartiers näher zusammenzubringen. Das Projekt wird vom Quartiersmanagement über den Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

Bürgerwerkstatt

Text und Fotos: Gruppe F

13. Juli 2017