Degewo baut für "Berliner Mischung"

Degewo FahnenChristoph Beck, Vorstand der landeseigenenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo, ist Befürchtungen entgegen getreten, die Mieten im Brunnenviertel werden in Zukunft nicht mehr erschwinglich sein. Er sagte bei einem Pressetermin am 22. Februar, die Degewo habe als "Ziel für das Brunnenviertel, einen gemischten Mieterbestand" zu erreiche. Die oft zitierte "Berliner Mischung" sei das Ziel der Degewo für das Brunnenviertel. Die durchschnittliche Miete betrage im Stadtteil 5,74 Euro nettokalt. Neuvermietet werde im Stadtteil zu durchschnittlich 6,41 Euro nettokalt.

Die Degewo baut derzeit im Brunnenviertel sehr viel neu. So wurden im letzten Sommer 104 Wohnungen in der Graunstraße neu errichtet und innerhalb kürzester Zeit vermietet. In der Usedomer Straße sind derzeit die Bauarbeiten für neue 128 Wohnungen zu beobachten. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um das "größte Neubauprojekt von Degewo innerhalb des S-Bahn-Rings", wie es in einer Mitteilung der Degewo heißt. In der Graunstraße 62a soll ein weiteres Vorhaben entstehen. Bei allen Bauprojekten sind mindestens 30% der Wohnungen gefördert und können deshalb für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

In naher oder mittlerer Zukunft sollen weitere 300 Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Standorts des Diesterweg-Gymnasiums in der Swinemünder Straße gebaut werden. Christoph Beck: "Wir haben bereits im Jahr 2015 gemeinsam mit unserem Projektpartner ps.wedding ein Bebauungskonzept in der BVV-Mitte vorgestellt. Hier wünschen wir uns eine Unterstützung seitens des Bezirks, damit wir die Pläne weiter voran treiben können." Stadtrat Ephraim Gothe steht dieser Zusammenarbeit ausgesprochen positiv gegenüber und sprach beim Pressetermin von einem "Zukunftsmodell".

Für den ehemaligen Bezirk Wedding erwartet Stadtrat Ephraim Gothe einen Zuwachs von 8.000 Einwohnern pro Jahr. Der Bezirk habe 2016 für rund 3.800 Wohnungen die Baugenehmigung erteilt habe und liege damit unter den Berliner Bezirken an der Spitze.

Degewo

23.02.2017

Text und Fotos: Andrei Schnell