Verschlossene Türen öffnen sich beim Denkmaltag

Stiftung Berliner MauerDeutschlands womöglich berühmtestes Denkmal steht im Brunnenviertel: Die Berliner Mauer. Beim Tag des offenen Denkmals bietet die Stiftung Berliner Mauer eine Führung an. Im näheren Umfeld sind außerdem viele weitere historische Gebäude kennen zu lernen, die sonst nicht für die Allgemeinheit offen sind.

Alte Gebäude, die noch immer genutzt werden, öffnen am Denkmaltag für Besucher ihre Türen. Am Wochende vom 9. bis zum 10. September laden 50 Länder auf dem europäischen Kontinent zum European Heritage Days ein. "Macht und Pracht" ist das Motto, das für Deutschland die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2017 gewählt hat.

Die Berliner Mauer war eine Dauerbaustelle. Wie das ging, erklärt Dr. Günter Schlusche in seiner Führung zur Technikgeschichte der Berliner Mauer am Sonnabend, 9. September.

Nur selten öffentlich zugänglich ist der berühmte Puttensaal in der Bibliothek am Luisenbad. Am Sonnabend und am Sonntag (9. und 10. September) geht es mit Nächste Ausfahrt Weddingum 12 Uhr zu einer Führung durch die "Überreste des Kurbades Luisenbad".

Und am Sonntag spannt Diana Schaal mit ihrer Führung den Bogen ein klein wenig weiter und lädt zum Rundgang "Geschichte rund um die Bibliothek am Luisenbad".

Nur wenige kennen die Farbenpracht der katholischen St. Josephs Kirche in der Müllerstraße in der Nähe des S-Bahnhofs Weddings. Am Sonnabend und am Sonntag besteht Gelegenheit Malerei und Mosaike der Kirche anzusehen.

Auch die Wiesenburg in der Wiesenstraße öffnen zum Denkmaltag am Sonnabend und am Sonntag.

In Deutschland öffnen rund um den 10. September, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals, "7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen". Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days, die 1984 in Frankreich ihren Ursprung nahmen. Seit 1999 steht der Denkmaltag unter der Schirmherrschaft des Europarates.

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Das Berliner Programm zum Denkmaltag

Das historische Luisenbad

04.09.2017

Text und Fotos: Andrei Schnell