In Gemeinschaft wohnen

Wohnungsbaugesellschaft degewoDie landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo hat als größter Vermieter im Brunnenviertel eine neue Wohnform eingerichtet, die eigentlich eine alte bekannte Art des Wohnens ist: Die Wohgemeinschaft (WG). Neu ist, dass in der jüngst eingerichteten WG in der Usedomer Straße Flüchtlinge und Berliner zusammen wohnen werden. Und das auf Initiative der Degewo.

Eine "Integrations-WG für zwei Geflüchtete und zwei Nicht-Geflüchtete" hat die Degewo konzipiert, wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt. Der Grund für die Initiative ist: "Es ist leichter eine fremde Sprache zu erlernen, wenn man die Chance hat, täglich mit Personen zu sprechen, deren Erstsprache die der neuen Heimat ist." Oder kürzer und laxer formuliert: Die Neuberliner lernen schneller deutsch, wenn sie jemanden zum Quatschen haben.

Ein Zimmer in der über 140 Quadratmeter großen Wohnung wird mit rund 330 Euro Warmmiete pro Zimmer angeboten. Ansprechpartner ist Steven Stadler, der von der Degewo eingesetzt wurde, um mit Projekten das Brunnenviertel lebenswerter zu machen. Er ist telefonisch zu erreichen unter 030 / 26485-2613. Wer sich als Flüchtling bewerben will, muss eine mindestens drei Jahre lang gültige Aufenthaltsgenehmigung besitzen und sich in Ausbildung befinden. Die zwei Berliner oder Berlinerinnen, die einziehen möchten, müssen in besonderem Maße unvoreingenommen sein und bereit sein, den Flüchtlingen auch mal weiterzuhelfen. 

Die Integrations-WG wird FRED genannt. Eine Abkürzung für Fairness, Respekt, Engagement, Degewo. Seitens der Degewo wird das Projekt unterstützt von Azubis, dem Kundenzentrum Nord und dem Stadtteilmanager Steven Stadler. Das Wohnungsbauunternehmen engagiert sich für Flüchtlinge auch mit dem umfangreicheren Programm "ToM Tolerantes Miteinander".

Wer in einer großen Wohnung lebt und selbst einen Flüchtling aufnehmen möchte, kann sich informieren zum Thema auf der Webseite www.fluechtlinge-willkommen.de oder beim Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk.

Die Degewo ist ein starker Partner des Quartiersmanagements.

Usedomer Straße

23.11.2016

Text und Fotos Andrei Schnell