286 neue Kitaplätze seit 2016

Kita Hauptstadtkinder Im Brunnenviertel wurden seit 2012 beachtliche 286 zusätzliche Kitaplätze geschaffen. Der Bedarfsatlas weist dem Kiez weiterhin den Status 3+ zu, das heißt geringe Platzreserven. Nötig ist ein weiterer Ausbau und das Land Berlin stellt dafür die finanziellen Mittel bereit. 

Es liest sich wie eine Erfolgsgeschichte: "In Berlin sind seit 2012 mehr als 20 000 Kitaplätze entstanden. Das Land Berlin hat bis heute mehr als 48,6 Millionen Euro in bislang 447 Kitas für den bedarfsgerechten Ausbau des Berliner Kita-Angebots zur Verfügung gestellt." So steht es auf der Webseite des Landesprogramms "Auf die Plätze, Kitas los!"

Die Situation im Brunnenviertel hat sich über die Jahre hinweg allerdings nicht verändert - trotz der neuen Plätze. Seit 2012 sind in der Kita Lazarus in der Bernauer Straße 115 neue 60 Kitaplätze geschaffen worden. In der Usedomer Straße 23 entstanden in der Kita Sonneninsel 30 Plätze. In der Kita Brunnengarten gibt es 50 neue Plätze in der Rügener Straße 1. In der Brunnenstraße 85 eröffneten zwei Kitas unter dem Namen Brunnengarten, wo 70 neue Kitaplätze existieren. Kikado ist der Name einer Kita in der Demminer Straße 5 mit 63 neuen Plätzen. Die kleine Kita Omas Garten in der Stralsunder Straße 4 wuchs um 13 Plätze. 

Trotz der beachtlichen Zunahme von 286 neuen Kitaplätzen bei 3100 Kinder unter sieben Jahren bleibt das Brunnenviertel ein Gebiet der Kategorie 3+, wie der Bedarfsatlas vom Januar 2017 ausweist. Die zweithöchste Kategorie 3+ bedeutet: "gerine Platzreserven, steigender Bedarf".

In den kommenden Jahren bis 2018 stellt das Land Berlin noch einmal 180 Millionen Euro für den Ausbau bereit. Ziel: Bis 2020 noch einmal 30 000 neue Kitaplätze. Träger können Anträge stellen, um Fördermittel zu erhalten. Bauliche Maßnahmen können mit 20 000 Euro bezuschusst werden. Als Starthilfe für eine Neugründung können bis zu 2 000 Euro pro neuen Platz beantrtagt werden.

Das Land Berlin will vor allem in Gebiete wie den Soldiner Kiez investieren, die bislang unterversorgt sind. Dazu zählen Bezirksregionen mit der Kategorie 3+. In Mitte haben sechs der zehn Bezirksregionen den höchsten oder den zweithöchsten Bedarf. Ursache des hohen Bedarfs auch in anderen Stadtteilen Berlins ist zum einen der Bevölkerungswachstum der Stadt. Aber auch der Umstand, dass seit dem 1. August 2013 für Eltern ein Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz besteht, trägt zur großen Nachfrage bei.

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Trägeraufruf zum Schaffen neuer Kitaplätze 2017
Förderrichtlinie zum Kitaausbauprogramm

Kita

30. März 2017

Text und Fotos: Andrei Schnell