Brunnenkiezmütter ziehen Bilanz

Seit 2008 gibt es die Brunnenkiezmütter. Sie besuchen Familien und informieren über Themen wie Gesundheit, Bildung, Kindererziehung oder gesunde Ernährung und das in verschiedenen Sprachen. Demnächst läuft wieder eine Förderphase aus, eine gute Gelegenheit, um Bilanz zu ziehen und sich neue Ziele zu stecken: am 25. Mai, ab 10 Uhr, im Familienzentrum, Wattstraße 16.
 
Derzeit arbeiten elf Brunnenkiezmütter im Quartier, die mit 24 Familien in Kontakt stehen. Sie haben vorher schon ehrenamtlich gearbeitet und sind selbst erfahrene Mütter. Nach einer sechsmonatigen Ausbildung mit Zertifikat sind sie in die Familien gegangen, um bei zehn Besuchen verschiedene Themen anzusprechen, zum Teil auch in deren Muttersprache wie türkisch, arabisch, tschetschenisch, aber auch deutsch. Das baut auch eine Beziehung auf und die betreuten Familien sind froh über diese Hilfe. Die Brunnenkiezmütter empfehlen ihnen auch weitere Ansprachpartner, wenn es beispielsweise um einen Kitaplatz geht oder Anträge bearbeitet werden müssen.
 
Das Projekt ist nicht nur wichtig für die Familien, sondern stärkt auch die beteiligten Frauen. Es gehört schon viel Mut dazu, auf andere zuzugehen. Für einige war es auch ein Sprungbrett für einen neuen Berufsstart.
 
Die Brunnenkiezmütter haben zweimal in der Woche Sprechzeit im Familienzentrum Wattstraße. Demnächst ehrenamtlich, weil die Förderung ausläuft und es erst im Herbst wieder finanziert wird. Aber für die Brunnenkiezmütter ist es wichtig, die aufgebauten Kontakte und Netzwerke weiterzuführen, denn sie wirken im Kiez auch als Multiplikatoren.
 
Das Projekt hat sich inzwischen auch international herumgesprochen, oft kommen Besichergruppen aus verschiedenen Ländern, um Erfahrungen auszutauschen und von ihnen zu lernen.

ReF