Jungen-Hüttenbau auf dem Abenteuerspielplatz Humboldthain

Der Abenteuerspielplatz (ASP) Humboldthain hat jetzt auch eine Jungenhütte. Rechtzeitig zum Ende des Sommers konnte das durchs QM geförderte Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche ihr Handwerksgeschick erproben konnten, fertig gestellt werden.

In der ersten Jahreshälfte 2018 wurde bereits die Mädchenhütte gebaut. Da ist es natürlich klar, dass die Jungen auch eine Hütte bauen wollten. Wie im letzten Jahr die Mädchenhütte konnte die Jungenhütte über eine Förderung des Aktionsfonds vom Abenteuerspielplatz (ASP) Humboldthain mit seinen fleißigen Helfer*innen realisiert werden.

Letztes Jahr hatten die Mädchen die Idee zu ihrer Hütte und wollten damit einen Rückzugsort für sich schaffen. So unterscheiden sich die Hütten bei identischem Materialeinsatz voneinander in Bau und Nutzung. Die Jungs legten keinen Wert auf Ruhe und entschieden sich stattdessen für eine Cowboyveranda, von der aus man hoch in die Hütte gelangt und eine schöne Aussicht genießen kann. Im Bild unten ist links die Mädchenhütte und rechts die Jungenhütte zu erkennen.

Letzten Endes haben laut eines Mitarbeiters des ASP etwa 35 Jungs daran mitgewirkt, vom kleinen Knirps, über den Teenager zum jungen Erwachsenen waren viele am Arbeitsprozess beteiligt.

Von der Planung bis zum Bauprozess waren die Jungs immer miteinbezogen. Zu unterschiedlichen Tageszeiten waren verschiedene Altersgruppen dabei und haben so arbeitsteilig das kleine Häuschen auf seine Bretter gestellt.

Jungenhütte - eine Hütte nur für die Jungs; Mädchenhütte - eine Hütte nur für die Mädchen? Ob es eine strikte Trennung und ein Zutrittsverbot für das andere Geschlecht in den Hütten gibt, hänge von den gerade anwesenden Gruppen ab. Im Abenteuerspielplatz räumt man sonst gerne mit Geschlechterstereotypen auf und weiß aus Erfahrung, dass Mädchen z.B. beim Handwerkern vorne mit dabei sind und Jungs sich für Kunst und Tanz interessieren können. Gendertrennung ist also eigentlich nicht im Sinne der Betreiber des Abenteuerspielplatzes, aber manchmal sei es auch gut, wenn jede*r seinen Rückzugsort habe.

Die Mitarbeiter*innen des Abenteuerspielplatzes denken schon an morgen: Vielleicht kommt nächstes Jahr eine Ritterburg hinzu.

Der Abenteuerspielplatz hat neben den beiden Hütten noch eine Menge anderer spannender Gelegeheiten für Sport, Spiel und Handwerk zu bieten.

Zum Internetauftritt des Abenteuerspielplatz in der Gustav Meyer Allee 4 geht es für alle Interessierten hier entlang. Es wird unter anderem auch zur freitäglichen, selbstgemachten Lehmofenpizza eingeladen. Dieses Angebot gibt es aber vorerst nur bis Ende Oktober, also beeilen!

 

09.10.2019

Text und Fotos: Jascha Groß