Wie weiter mit dem Mauerpark?

Am 12. Dezember 2012 erfolgte der symbolische Spatenstich zur Neugestaltung des Mauerparks. Was und wo gebaut wird und wie lange – darüber informierte die Bürgerwerkstatt Mauerpark am 31. Januar in der Ernst-Reuter-Schule gemeinsam mit der Grün Berlin GmbH sowie den Bezirksämtern Mitte und Pankow.

Hans Göhler von der Grün Berlin GmbH stellte den aktuellen Stand der Planungen vor. Laut einem städtebaulichen Vertrag mit dem Eigentümer der Fläche stehen 4,8 Hektar mehr Grünflächen südlich des Gleimtunnels zur Verfügung sowie 2 Hektar für parkverträgliches Gewerbe wie Flohmarkt und Gastronomie. Dafür hat der Eigentümer auf 3,5 Hektar nördlich des Gleimtunnels Baurecht für bis zu 600 Wohnungen bekommen. Die Bürgerwerkstatt will an der Gestaltung der neuen Grünfläche mitwirken. Dabei arbeitet sie mit dem Landschaftsarchitekten Prof. Lange zusammen, der 2010 erste Planungen vorlegte: Baumreihen, die das Gelände strukturieren, eine Stufenpyramide zwischen Max-Schmeling-Halle und Weddinger Lortzingstraße mit Sitzstufen, Gipfelplateau und Vegetation, eine 50 m breite Öffnung in der Wand des Gleimtunnels, die einen ungehinderten Zugang zwischen Park und Gleimstraße möglich macht sowie die Herrichtung der Tunneloberfläche als öffentlich zugängliche Terrasse. Diese Vorschläge sind nur Ausgangspunkt für eine breite, öffentliche Diskussion, wie von der Bürgerwerkstatt gewünscht. Weitere Ideen sind zum Beispiel ein „Teehaus“ als Treffpunkt für die Bewohner, ein Zirkusprojekt für Kinder oder Möglichkeiten zum Gärtnern. Einigkeit herrscht darüber, dass der Kinderbauernhof Moritzhof bleiben muss.

Nicht alle in der Bürgerwerkstatt vertretenden Initiativen sind mit dem Vertrag zwischen Berlin und dem Eigentümer einverstanden. Sie lehnen eine Bebauung kategorisch ab, wollen die existierenden Baudenkmäler und ausgewiesenen Grünflächen erhalten. Martin Seebauer von der Bürgerwerkstatt stellte klar: ihr Kernanliegen ist die Entwicklung der Erweiterungsfläche südlich des Gleimtunnels, in der Grafik dunkelgrün dargestellt.

Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich willkommen. Deshalb wurden die Kiezmütter und die Vätergruppe aus dem Familienzentrum sowie die Initiatoren für einen Mauergarten als neue Mitstreiter begrüßt. Es sei wichtig, dass breite Teile der Bevölkerung einbezogen werden, um gemeinsam eine konsensfähige Planung vorzulegen.

Eine nächste Diskussionsrunde ist für Ende März geplant. Wer mehr über die Arbeit der Bürgerwerkstatt erfahren möchte, findet hier weitere Infos. Die Grün Berlin GmbH wird ebenfalls demnächst den Fortgang der Neugestaltung des Mauerparks dokumentieren.

 

Grafik-Repro aus: www.mauerpark.info/category/burgerwerkstatt