"Wedding Walk" mit Bezirksstadtrat Carsten Spallek

Das Wetter hätte nicht besser sein können am 17. Juni, zum Start des „Wedding Walk“ im Brunnenviertel. Die sehr informative und lesenswerte Broschüre zu Geschichte und Gegenwart des Brunnenviertels entstand als Projekt des Quartiersmanagements im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ und will die Leser  dazu „verführen“, auf verschiedenen Wegen den Kiez selber zu erkunden.

Ein Weg führte am 17. Juni den Bezirksstadtrat Carsten Spallek, Bewohner und Akteure aus dem Brunnenkiez von der Bernauer Straße zum Humboldthain. Start des „Walk“ war im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, wo die Gruppe vom Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, begrüßt wurde. Er freue sich, dass der Rundgang in der Gedenkstätte starte und hoffe, noch öfters gemeinsame Veranstaltungen mit dem Quartier durchführen zu können. Die Gedenkstätte liege genau an einer „Stadtwunde“, wo Berlin einst geteilt war und immer noch zusammen wächst. Deshalb komme dem Ort auch eine Vermittlerrolle zwischen den Stadtteilen links und rechts der Bernauer Straße zu, die sie gerne erfüllen und wofür sie auch noch weitere Partner suchen. Solche Projekte wie die Broschüre seien da genau richtig.

Für Stadtrat Carsten Spallek war es so was wie „Nachhause kommen“. Er kenne den Kiez, sei ja fast um die Ecke zur Schule gegangen und habe trotzdem aus dem Heft noch Neues erfahren können. Für ihn sei es wichtig, Bewohnern und Besuchern deutlich zu machen, dass es hier „viel Spannendes zu entdecken gäbe“, obwohl der Wedding noch immer „unter Wert gehandelt“ werde. Das Besondere des Quartiers bewusst zu machen betonte auch Quartiersmanagerin Sabine Hellweg. Wer wüsste denn schon, dass hier im Wedding der erste Staubsauger, der erste Elektroherd und der erste Fön produziert wurden?

 

Die Gruppe erfuhr auf der Tour auch noch mehr Interessantes von Rüdiger Damman, einem der Autoren der Broschüre: dass das Hochhaus in der Ernst-Reuter-Siedlung ein paar Stockwerke zusätzlich erhielt, weil man die Hochhäuser im Ostteil der Stadt übertrumpfen wollte oder dass durch das AEG-Tor an der Brunnenstraße nur die höheren Angestellten eintreten durften?
Zum Abschluss des Rundganges gab es noch eine kleine Führung durch die Kirche der evangelischen Kirchengemeinde am Humboldthain, wo dann bei Kaffee und Kuchen über das Gesehene und Gehörte geplaudert wurde.

ReF

 

Video zum Wedding Walk