Projekt Step to Future blickt zurück

Step to FutureNach zwei Jahren endet das mit Mitteln der Sozialen Stadt geförderte Projekt "Step to Future". Das Projekt hatte drei Bestandteile. Die Erstellung einer Datenbank mit Ausbildungsmöglichkeiten im Brunnenviertel, die Begleitung des Übergangs Schule zur Ausbildung und ein Trainingsmodul für Schüler und Schülerinnen.

Deborah Scherrmann vom Förderverein für arbeitslose Jugendliche hat ihren festen Arbeitsplatz in der Ernst-Reuter-Oberschule. In ihrer Arbeit geht es ihr darum, möglichst viele Schüler und Schülerinnen nach der Schule in die Ausbildung zu bekommen. "Wir werben unermüdlich für die Ausbildung", so die Sozialpädagogin.

Im Projekt "Step to Future", das sie im Team mit drei weiteren Kollegen betreute, ging es um drei Aufgaben.

Aufgabe eins war die Erstellung einer Datenbank. Die Datenbank soll alle Ausbildungsmöglichkeiten im Brunnenviertel auflisten. Der erstellte Datensatz wird gerade von Jugendlichen der Klasse 12 in eine elektronische Datenbank verwandelt. "Wir haben eine Art Ausschreibung gemacht", erklärt Deborah Scherrmann. Fünf Gruppen eines IT-Kurses wetteifern um die beste Lösung, die gesammelten Daten so aufzubereiten, dass sie am besten nutzbar sind.

Aufgabe zwei war, die Jugendlichen auf Vorstellungsgespräch und Co. vorzubereiten. Mit theaterpraktischen Übungen wie zum Beispiel 10 Minuten schweigend zu sitzen wurden die Jugendlichen in einem Workshop trainiert. Daneben gab es natürlich auch das klassische Rollenspiel eines Vorstellungsgesprächs. Immer dabei war die Kamera, die alles aufzeichnete, so dass die Jugendlichen hinterher darüber sprechen konnten, wie es gelaufen war.

Aufgabe drei war die Begleitung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung. "Es ist gut für die Jugendlichen, wenn sie nach Verlassen der Schule noch auf Vertrauenspersonen zurückgreifen können", sagte Deborah Scherrmann. Oft seien es kleine Dinge, die für die Jugendlichen zum Problem werden. "Wenn sie zu mir kommen und wir reden, dann ist meist schnell eine Lösung da. Nur sie müssen eben ansprechen, wenn der Schuh drückt und nicht einfach die Ausbildung schwänzen." Die Sozialpädagogin freut sich, dass sie Schülerinnen dabei helfen konnte, die Ausbildung nicht abzubrechen, sondern mit dem Ausbilder das Gespräch zu suchen.

Deborah Scherrmanns Wunsch ist es, dass die Begleitung des Übergangs Schule zur Ausbildung weitere Förderung findet. "Hinterher waren die Schülerinnen dankbar, dass sie durch uns nicht abgebrochen haben. Diese Arbeit muss und sollte dringend weitergeführt werden."

Das Projekt "Step to future" wurde unter dem Titel "Ausbildungscoach für KMU und Azubis" aus dem Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt durch das Quartiersmanagement gefördert.

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Förderverein für arbeitslose Jugendliche

LELE an der Ernst-Reuter-Oberschule 16.12.2015

Text und Foto: Andrei Schnell