Turnhalle macht Platz für Wohnungsbau

Diesterweg Gymnsasium SporthalleDer Berliner Senat hat bei seiner Sitzung am 10. Oktober beschlossen, dass es beim Neubau von Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums voran gehen kann. "Der Senat schließt sich der Absicht des Bezirksamts Berlin-Mitte an, die freistehende Sporthalle sowie den anliegenden Sportplatz auf dem Gelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums, Putbusser Str. 12, zugunsten eines neuen Wohnprojektes aufzugeben.", heißt es. Die Vorlage zu diesem Beschluss kam von Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD).

Ausdrücklich heißt es in einer Pressemitteilung des Senats: "Es ist vorgesehen, dass auf dem Grundstück kostengünstige Mietwohnungen und Flächen für soziale, kulturelle und öffentliche Nutzungen entstehen." Die Aufzählung zeigt an, dass demnach der Weg nicht für Neubau durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo frei gemacht werden soll, sondern auch für das Sozio-Kulturelle Zentrum. Das will die Non-Profit-Initiative ps.wedding nach Sanierung im alten Schulhaus einrichten.

Die Sporthalle - von der Swinemünder Straße aus gesehen hinter dem orangefarbenen Schulgebäude - soll abgerissen werden. Als Ersatz wird auf dem Grundstück der Vineta-Grundschule eine neue Sporthalle gebaut.

Auf dem Papier ist es eine gute Idee mit dem Abriss zu warten, bis der Neubau der Ersatzhalle fertig ist. Tatsächlich ist aber die alte Sporthalle in der Putbusser Straße derzeit gesperrt. Im Juni 2017 gab es einen Wasserschaden. Die KiezSportlotsin Susanne Bürger befürchtet, dass in die alte Turnhalle nicht mehr investiert wird: "Nach dem letzten Wasserschaden hat die Sperrung 1 Jahr gedauert. Wird man überhaupt noch einmal Geld in eine Halle stecken, die sowieso abgerissen wird?", fragt sie auf Facebook.

Der nächste Schritt ist, dass das Berliner Abgeordnetenhaus diesem Plan zustimmt.

Diesterweg Gymnasium

10.10.2017

Text: Pressemitteilung

Fotos: Andrei Schnell