Ideen zur Ackerstraße werden konkret

Straßenfest Ackerstraße September 2017Kleine Eingriffe, große Steigerung der Qualität. Anwohner und Anwohnerinnen diskutierten beim Straßenfest am 16. September auch über denkbare kleinteilige Verbesserungen der Straße. Aber es gab auch Flohmarkt und Tauschbörse unter dem Motto „Weitergeben statt wegschmeißen“.

Wie die Ackerstraße schöner werden kann

Das Büro gruppe F Landschaftsarchitekten stellte an seinem Marktstand erste Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung im Projekt "Kleinteilige Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße" vor. Insbesondere die Idee fand großen Anklang, die kleine ungenutzte Grünfläche südöstlich der Kita Ackerstraße 60 aufzuwerten und mit Sport- und Aufenthaltsmöglichkeiten auszustatten. Möglicherweise könnte eine der Tischtennisplatten von der ungenutzten „Insel“ vor der Hausnummer 49 auf diese Grünfläche versetzt werden. Langfristig wäre eventuell eine Umgestaltung der "Insel" mit Fahrradständern denkbar.

kleinteilige verbesserungen der AckerstraßeAuch die Überlegung, den Edeka-Vorplatz im kommenden Jahr mit neu bepflanzten und farbig bemalten Hochbeeten umzugestalten und möglicherweise Fahrradständer aufzustellen wurde befürwortet. Denkbar wäre in dem Zuge auch eine bunte Bemalung der grauen Waschbetonpoller am Eingang zum Spielstraßenteil der Ackerstraße. Die Gestaltung könnte eine Schulklasse übernehmen. Die Versetzung des Bücherschrankes von seinem derzeit eher versteckten Standort in der Hussitenstraße fand Zuspruch. Die Idee, den Platz vor dem Edeka mit Bänken oder anderen Sitzmöglichkeiten auszustatten, wurde weiterhin kontrovers diskutiert.

Die Vision, möglicherweise einen Mietergarten in der Ackerstraße 122 zu etablieren, wurde gestärkt. insgesamt gab es einige neue Interessenten für das Thema Gärtnern beziehungsweise. „beackern“ der Ackerstraße.

Das Straßenfest

Es gab ein bunt gemischtes Angebot an Mitmachaktionen wie Schattentheater, Memory, Kinderschminken, Kinderspiel und -sport wie Jenga, Federball, Fußball oder Hürdenlauf. Am Zuckerwattestand der degewo schlugen die Kinderherzen höher.

Beim Straßenfest konnten sich alle Interessierten auch über die Arbeit verschiedener Institutionen aus dem Brunnenviertel informieren. Projekte aus den Bereichen (Weiter-)Bildung (Die Brücke; In Mitte für Mitte), Jugend (WIB-Jugend verein(t), Öffentlicher Raum (Kiezmelder; Brunnengärten; QM Brunnenviertel; QM Ackerstraße), Nachbarschaft (Olof-Palme-Zentrum; Familienzentrum Wattstraße; Selbst-Hilfe im Vor-Ruhestand ) sowie Spiel- und Bewegungsangebote (Victoria Mitte; bwgt e.V.) waren mit eigenen Marktständen dabei.

Eine weitere geplante Aktion für das Straßenfest war, im Rahmen des Park(ing)Day einige Parkplätze für den Tag mal nicht zum Parken, sondern mit Kunstrasen und Liegestühlen der degewo als Spiel- und Aufenthaltsfläche zu nutzen. Trotz Halteverbotsschildern, waren jedoch alle für die Aktion angedachten Parkplätze belegt. Das immer wieder diskutierte Thema des Parkplatzdrucks scheint in der Ackerstraße also enorm hoch zu sein, so dass der Kunstrasen kurzerhand auf dem Gehweg ausgerollt wurde.

Zum Projekt

Ziel des Projektfonds-geförderten Projektes ist, die Aufenthaltsqualität in der Ackerstraße sichtbar zu verbessern und das nachbarschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum zu stärken. Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre werden Workshops, Feste und Maßnahmen zur Verschönerung der Ackerstraße und Sensibilisierung für das Thema Müll stattfinden. Ein weiteres Ziel ist es, die BewohnerInnen des Quartiers näher zusammenzubringen.

Kleinteilige Verbesserungen der Ackerstraße

20.09.2017

Fotos: Andrei Schnell

Text: Gruppe F